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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Wird Museumsbahn abgekoppelt?

15.10.2019

Ocholt Kulinarische Fahrten, eine Nikolaustour, Ausflüge ins Moor oder auch überregionale Ziele stehen bei der Museumseisenbahn Ammerland-Barßel-Saterland (MABS) rund ums Jahr auf dem Fahrplan. Nun droht eine Stilllegung der nördlichen Infrastruktur dem Verein die Grundlage zu entziehen. (Worum es dabei geht, lesen sie hier) Denn um einen Ausflug zu unternehmen, muss der historische Triebwagen aus dem Jahr 1959 aus dem Lokschuppen heraus auf das Schienennetz der Bahn fahren. Und eines der Gleise, das stillgelegt werden soll, ist dafür zwingend notwendig.

Einzige Lösung ist die Schließung eines so genannten Infrastrukturanschlussvertrags, der mit jährlichen Kosten in Höhe von 24 600 Euro verbunden ist, hinzu kommt eine Flächenpacht. Wie das Ganze finanziert werden könnte, darüber wird in der nächsten Sitzung des Stadtrats am kommenden Montag, 21. Oktober, 16.30 Uhr, in der Deula beraten. Kurz vorher trifft sich der Verwaltungsausschuss zu einer nichtöffentlichen Sitzung und spricht unter anderem ebenfalls über dieses Thema.

Kosten sind nicht verhandelbar

In den vergangenen Monaten wurde bereits vieles in die Wege geleitet. Wie die Stadt mitteilte, habe es zwischenzeitlich ein konstruktives Gespräch zwischen Mitgliedern des deutschen Bundestages, Stephan Albani (CDU) und Dennis Rohde (SPD), Ratsherr und Kreistagsmitglied Frank Oeltjen (SPD) sowie Vertretern der DB Netz AG, des MABS e.V. und der Stadt Westerstede gegeben. Allerdings handele es sich bei der Summe um Fixkosten, die nicht verhandelbar seien, erläuterte Jörg Nappe, Leiter des Amtes für Immobilien, Wirtschaftsförderung und Marketing, den Standpunkt der Bahn.

Auch im Ausschuss wurde bereits über eine mögliche Finanzierung nachgedacht. Im Raum stand die Summe von 5000 Euro, die Westerstede beisteuern würde, vorausgesetzt alle anderen Anliegerkommunen würden sich ebenfalls beteiligen. Und von dieser Seite gab es bereits einige eher verhaltene Rückmeldungen.

„Die Gemeinde Barßel unterstützt den Verein schon jetzt mit 3000 Euro pro Jahr und will diesen Zuschuss nicht erhöhen“, erklärt Nappe. Der Landkreis Cloppenburg wolle sich mit höchstens 1260 Euro beteiligen, der Landkreis Ammerland orientiere sich am Zuschuss von Westerstede. Beraten werde noch in Apen und im Saterland. Aber auch die Gemeinde Saterland steuere schon jetzt jährlich 2300 Euro als laufenden Zuschuss für den Verein bei.

Woher soll das Geld kommen?

Für die Ehrenamtlichen, die ohnehin vieles in Eigenregie stemmen müssen, ist es ebenfalls kaum möglich, eine größere Summe aufzubringen. 2000 Euro will der Verein dennoch beisteuern.

Weil die Zeit drängt, habe sich die Stadt um eine Fristverlängerung bei der DB Netz bemüht, sagt Nappe. Denn eigentlich sollte in einer Woche eine verbindliche Aussage der Stadt für einen Abschluss des Infrastrukturanschlussvertrags vorliegen.

Und was geschieht, wenn es zu keiner Fristverlängerung kommt, damit Stadt und Verein weiter nach einer Lösung suchen können? „Dann droht die vorübergehende Sperrung des Gleises bis zur endgültigen Klärung“, befürchtet Nappe. Für den Verein wäre das eine Katastrophe. Denn dann wären alle anstehenden Fahrten, wie beispielsweise die Tour mit dem Nikolaus, unter Umständen gefährdet.

Kerstin Schumann Redakteurin / Redaktion Westerstede
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