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46 Millionen Euro für „Seute Deern“
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Aktualisiert vor 22 Minuten.

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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Geschützte Pflanzen ziehen um

20.01.2018

Ohrwege Regenrückhaltebecken sind für die Bad Zwischenahner Gemeindeverwaltung in erster Linie technische Bauwerke, die unterhalten werden müssen, für viele Anlieger sind sie ein schönes Stück Natur und für manche, auch seltene, Pflanzenarten sind sie ein wichtiges Biotop. In Ohrwege am Mastenweg soll ein solches Regenrückhaltebecken jetzt verlegt und vergrößert werden – dort wo es derzeit liegt, entstehen Grundstücke für das geplante 2,5 Hektar große Neubaugebiet. Und dieses braucht ebenfalls Rückhalteflächen für das Regenwasser.

Über die Verlegung des Beckens wurde schon in den politischen Beratungen debattiert – jetzt kam auch in der Facebook-Gruppe „Wenn du aus Bad Zwischenahn kommst...“ eine Diskussion darüber auf, ob es nicht möglich gewesen wäre, das Becken zu erhalten.

Der Anlass: Auf der Fläche haben sich zwei Gräser angesiedelt. Eines gilt nach der roten Liste der gefährdeten Farn- und Blütenpflanzen als gefährdet (Hirsesegge), ein weiteres (grünliche Gelbsegge) steht auf der Vorwarnliste. Das Rückhaltebecken ist damit auch zum Biotop geworden.

Die Gemeinde musste für die Verlegung des Beckens deshalb eine Ausnahmegenehmigung nach dem Bundesnaturschutzgesetz beantragen und hat diese auch von der unteren Naturschutzbehörde bekommen. Allerdings mit Auflagen: die geschützten Pflanzen müssen in das neue Becken umgesiedelt werden und dieses muss so geplant werden, dass beide Arten dort dauerhaft erhalten werden können.

Ein Erhalt des Beckens an dieser Stelle wäre kaum möglich gewesen, erläutert zusätzlich Andreas Gronde, Leiter des Planungs- und Umweltamtes der Gemeinde – zumindest wenn man das neue Baugebiet ebenfalls an dieses Becken anschließen wolle. Denn der größte Teil des Neubaugebietes liege tiefer als das Becken – und man könne das Wasser nun mal nicht bergauf leiten. Durch die Vorgaben der Naturschutzbehörde sei sichergestellt, dass die geschützten Gräser weiter ein Biotop hätten.

Auch den direkten Anliegern, die ihre Grundstücke am Brüggekamp, direkt angrenzend an das Rückhaltebecken und das Neubaugebiet, haben, sei man entgegengekommen, erinnerte Gronde. Sie hatten bisher einen freien Blick in die unverbaute Natur. Ihnen wurde als Ausgleich dafür angeboten, hinter ihrem Grundstück jeweils einen fünf Meter tiefen Streifen Land zusätzlich zu erwerben.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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