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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Insolvenzverfahren endet nach neun Jahren

13.09.2019

Oldenburg /Rastede Er galt als eine der schillernden Unternehmerpersönlichkeiten in der Region. Sogar der TV-Sender N24 sendete ein Porträt über den „Outlet-Millionär“ Jörg Marin. 2008 war er mit den Joker-Märkten in das Outlet-Geschäft gestartet und fast im Monatstakt wurden neue Filialen eröffnet.

Binnen eines Jahres stieg die Zahl der Joker-Märkte auf 13, der Jahresumsatz wurde auf 20 Millionen Euro hochgeschraubt. 2009 beschäftigte Marin bereits 180 Mitarbeiter. Und in Wahnbek bezog man eine repräsentative Firmenzentrale mit großem Koi-Teich und gläsernem Wintergarten.

Im Frühsommer 2010 dann das Aus. Für die verbliebenen neun Läden, darunter einer in Oldenburg, musste Insolvenz angemeldet werden. Auch die GmbH, die Waren für die Outlet-Märkte besorgte, rutschte in die Pleite. Sie hatte die meisten Waren für die Märkte geliefert. Mit Schließung der Geschäfte brach der „Kunde“ weg und die Forderungen wurden quasi wertlos. Als dritte Gesellschaft musste schließlich auch noch im Juli 2010 die „Marin-Grundstücksverwaltung“ Insolvenz anmelden.

Das einstige Firmengelände in Wahnbek ist schon lange aufgegeben. Dort residiert seit Jahren ein Autohaus.

Neun Jahre nach der Pleite sind die beiden großen Insolvenzverfahren beendet beziehungsweise fast abgeschlossen. Im Mai endete das Verfahren für die Joker-Märkte. Allerdings konnte Insolvenzverwalter Dr. Dirk Rüffert lediglich noch 258 000 Euro an die Gläubiger verteilen. „Das ergab eine Quote von 3,3 Prozent. Im Schnitt liegen wir in Deutschland bei Insolvenzverfahren bei etwa vier Prozent“, berichtete der Oldenburger Rechtsanwalt auf Nachfrage der NWZ.

Für die Einkaufsgesellschaft (Joker Marin GmbH) hat das Insolvenzgericht für Montag, 7. Oktober, einen Termin für die Schlussrechnung angesetzt. Hier ist Dr. Jörg Behrends aus Oldenburg der zuständige Insolvenzverwalter. Und auch in diesem Verfahren gehen die Gläubiger fast leer aus.

Gerade mal 156 000 Euro gibt es zu verteilen. Angemeldet waren Forderungen in Höhe von fast 4,2 Millionen Euro. Damit liegt die Quote hier bei rund 3,7 Prozent.

Wer also bei der Gesellschaft offene Rechnungen über 10 000 Euro geltend gemacht hat, bekommt nach Abschluss des Verfahrens lediglich 370 Euro.

Jasper Rittner Redaktionsleitung / Redaktion Westerstede/Oldenburg
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