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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Getreide: Einsatz wie zu Uropas Zeiten

24.07.2018

Osterscheps „Ist das Kornmähen mit einer Sense schwer?“ Diese Frage bekam Wilfried Gerdes am Sonntag öfter gestellt. Mit einer Sense mähte der Schepser an diesem Nachmittag Roggen, der anschließend von anderen Helfern in Garben zusammengebunden wurde. Die Arbeiten wurden von vielen Schaulustigen verfolgt.

Die Sense ist die wohl älteste Gerätschaft neben der Sichel, mit der seit dem Mittelalter Getreide und auch Gras gemäht wurde. Bis zum Beginn des 2. Weltkrieges wurde die Sense in Weser-Ems von den Landwirten zur Ernte des Korns hauptsächlich eingesetzt, wie Gerold Deeken von den „Smeerjungs“ berichtet. Diese Gruppe gehört zum Heimatverein „Vergnögde Goodheit“ Westerscheps, der auf dem Land von Rolf Büsing Roggen wie anno dazumal geerntet hat.

„Es fordert schon etwas Konzentration, mit der Sense richtig umzugehen. Ein richtiger Stand und auch die richtige Haltung des Gerätes sind notwendig, um Erfolg zu haben“, erklärte Wilfried Gerdes. Die Handhabung dieses Gerätes hatte der ehemalige Landwirt von seinem Vater gelernt.

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„Bei einer falschen Haltung passiert es oft, dass die Spitze der Sense in den Boden geht und der Bewegungsablauf abrupt unterbrochen wird“, führte der 51-Jährige weiter aus. „Wenn ich längere Zeit nicht mit der Sense gearbeitet habe, muss ich auch erst wieder reinkommen. Aber es macht viel Spaß, auch wenn es körperlich auf Dauer doch recht anstrengend ist.“

Neben der Sense wurden zum Abmähen des Roggens ein Mähballen, ein Mähbinder und ein Mähdrescher vorgeführt. Diese drei Geräte, von Pferden und später von Traktoren gezogen, wurden nach Ende des 2. Weltkrieges in der Region eingesetzt. „Die Amerikaner und auch die Engländer waren uns in dieser Entwicklung weiter voraus“, merkte Gerold Deeken an.

In jedem Fall brachten die Maschinen den Landwirten Zeitersparnisse ein. „Für ein Kornfeld vergleichbarer Größe benötigte ein Bauer mit einer Sense mindestens drei Tage, während es der Mähbinder in weniger als einem Tag schaffte. Heute geht das noch wesentlich schneller“, beschrieb Deeken die (meist positiven) Folgen der Entwicklungen der Gerätschaften.

Ein Teil des an diesem Nachmittags geschnittenen Roggens wird für das Binden der großen Erntekrone verwendet, die an einem Trecker, der den Festumzug der Groden Ammerschen Arntefier anführt, befestigt wird. Der Rest des Getreides wird auf einem Ackerwagen bleiben, der – von einem Traktor gezogen – ebenfalls im Umzug zur Arntefier mitfahren wird.

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