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Förderung: Projekt weist erste Erfolge auf

01.01.2020

Westerstede Der Begriff „Naipunnya“ stammt aus der altindischen Gelehrtensprache Sanskrit und bedeutet: Sachkenntnis, Fähigkeit oder auch Kompetenz. Eigenschaften, die im aufstrebenden Indien dringend benötigt werden und für persönliche Zukunftssicherung stehen, die zu erlangen aber mit einigen Hindernissen verbunden ist.

„Gute Bildung ist in Indien eine Kostenfrage“, erklärt Gaby Kuipers, Vorsitzende von „Naipunnya International – Deutschland“. Aus diesem Grund engagiere sich der von ihr geleitete Verein für das Projekt „Talent Tracks“, das sich der Förderung der Schulausbildung vor Ort verschrieben hat. „Vor Ort“ heißt in diesem Fall: die südindische Provinz Kerala.

Eine Förderung, die nun erste Erfolge sichtbar werden lässt. „Sechs Kinder bzw. Jugendliche, die wir über die Jahre unterstützt haben, konnten nun ihr Studium beenden“, freut sich Gaby Kuipers. Auch für die Westerstederin ein sehr emotionaler Moment: „Ich kenne jeden der Absolventen persönlich und konnte über die vergangenen Jahre ihre Entwicklung aus der Ferne mitverfolgen. Ich fühle mich persönlich verbunden mit den Leuten vor Ort. Dass sie jetzt als Ingenieur, Krankenschwester, Informatikerinnen oder Historiker ihre Zukunft selbst gestalten können, macht auch mich sehr stolz.“

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Von den Erfolgen will sich die Westerstederin im Januar auch selbst wieder ein Bild machen. Wie jedes Jahr fliegt sie für sechs Wochen nach Kerala und besucht ihre mittlerweile 120 „Schützlinge“. Immer wieder ein Höhepunkt. „Oft kommen die Kinder mit ihren ganzen Familien zu unserem Treffen. Von allen schlägt einem dabei große Dankbarkeit entgegen.“

Dankbarkeit für eine monatliche Förderung von 12 Euro, die den Schülern, und seit einiger Zeit auch Studenten, durch Paten in Deutschland zur Verfügung gestellt wird. Kinder aus finanzschwachen Familien können sich bei „Naipunnya“ um solch eine Patenschaft bewerben. Einzige Bedingung: Sie müssen mindestens in die fünfte Klasse gehen.

„Nach der Grundschule fangen bei der Finanzierung der Schulbildung für viele Familien die Probleme an“, verrät Gaby Kuipers. „Die weiterführenden Schulen sind meist kostenpflichtig und befinden sich nur in größeren Orten. Viele Schüler können diese folglich nur per Bus erreichen, der allerdings auch wiederum Geld kostet.“

Dass mit 12 Euro im Monat auch in Indien kein komplettes Studium finanziert werden kann, weiß man auch in Westerstede. Die Gelder aus den Patenschaften seien lediglich als Zubrot gedacht, wie Gaby Kuipers erläutert: „Wir wollen die Eltern nicht gänzlich aus der Verantwortung nehmen.“ Schließlich gilt gerade in Indien: Die Berufsausbildung der Kinder ist die beste Rentenversicherung für die Eltern.


Mehr Infos zum Verein unter   www.naipunnyaint.de 
Martin Thaler Volontär / NWZ-Redaktion
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