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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

STREIK: Protestzug durch die Innenstadt

05.08.2006

WESTERSTEDE Die Mediziner kämpfen für besserere Arbeitsbedingungen. Kritik richtet sich auch gegen die Geschäftsführung der Ammerland-Klinik.

Von Janina Meyer WESTERSTEDE - Ein lautes Trillerpfeifenkonzert hat gestern Mittag die Westersteder Innenstadt erfüllt. Knapp hundert Ärzte – deutlich weniger als erwartet – zogen über die Lange Straße zum Alten Markt, um lautstark für bessere Arbeitsbedingungen und gerechtere Löhne zu kämpfen. Am Streik beteiligten sich Klinikärzte und einige niedergelassene Mediziner aus Hannover, Oldenburg, Delmenhorst, Emden, Aurich, Norden sowie Westerstede.

Ausgangspunkt für den Protestmarsch war ein Supermarktparkplatz gegenüber der Ammerland-Klinik. Das Klinikgelände selbst durften die Streikenden nicht betreten. „Weil wir eine Gefahr für Leib und Leben sind“, wie Streiksprecher Dr. Thomas Baxmann zynisch bemerkte, bevor er die Teilnehmer aufforderte, in das „kleine, verschlafene Örtchen Westerstede“ zu gehen.

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Die Passanten dort konnten das Anliegen der Ärzte größtenteils nachvollziehen. „Ich kann das gut verstehen. Sie sollen immer mehr arbeiten, kriegen aber sehr wenig Geld dafür“, sagte Elisabeth Knoch. Doch es gab auch kritische Stimmen: „Ich glaube nicht, dass die so wenig verdienen. Außerdem hätten die sich das ja auch vor der Berufswahl überlegen können“, meinte ein anderer Passant.

Die Mediziner sprachen sich neben einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen einheitlich dafür aus, die Verhandlungen mit dem Marburger Bund wiederaufzunehmen. Ins Visier der Proteste geriet auch die Leitung der Ammerland-Klinik, weil sie, so Hermann Backer vom Streikkomitee, den streikenden Ärzten wenig Unterstützung zukommen lasse.

Diesen Vorwurf kann Hauptgeschäftsführer Dietmar Imhorst nicht nachvollziehen. „Wir sind gesprächsbereit“, betonte er gegenüber der NWZ. Dem Streikkomitee wären viele konstruktive Vorschläge gemacht worden. Dafür habe man sich sogar bedankt. Er könne zwar verstehen, dass einige Ärzte zu gering vergütet würden, eine generelle Anhebung der Gehälter sei unter den wirtschaftlichen Bedingungen aber unmöglich. „Insgesamt herrschen sehr gute Arbeitsbedingungen in der Ammerland-Klinik“, betonte Imhorst. Nach ersten Einschätzungen entstünde dem Haus durch den Streik ein wirtschaftlicher Schaden in Höhe von 300 000 bis 500 000 Euro pro Woche.

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