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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Versorgung: Quartierspeicher Modell der Zukunft

02.11.2015

Rastede Der Themenschwerpunkt auf der 6. Energiesparmesse Oldenburger Land in Rastede war die „Energiespeicherung“. Als Spezialisten zu diesem Thema hatte man Dr. Karsten von Maydell eingeladen. Er leitet bei der EWE den Forschungsbereich Energiesysteme. „Wir brauchen Speicher, auch im privaten Bereich, die die Dunkelflauten ausgleichen“, so von Maydell. Die meiste Energie werde über Mittag gespeichert – verbraucht werde sie aber von morgens bis in die Nacht. „Das heißt, die Energieproduktion und der Verbrauch geschehen zu unterschiedlichen Zeiten“, so der Fachmann.

Die hauptsächlichen Energielieferanten würden in Zukunft Photovoltaikanlagen und Windkraft sein. Heute noch ein Atomkraftwerk zu bauen würde sich nicht mehr lohnen, meint von Maydell. Niedersachsen liege bei den neugebauten Photovoltaik- Batteriespeichern in der Spitzengruppe. Das Modell der Zukunft sei ein Quartierspeicher, der nicht nur verschiedene Haushalte mit Strom versorge, sondern auch noch Autos und andere mobile Geräte und Fahrzeuge.

Förderung möglich

Auf die vielen Fördermöglichkeiten des Landes Niedersachsen wies Staatssekretärin Almut Kottwitz hin. Besonders würden Baumaßnahmen zur Energieeinsparung in Wohngebäuden gefördert. „Das Förderprogramm wird sowohl von Eigenheimbesitzern als auch von Mietwohnungsunternehmen gut angenommen“, so die Staatssekretärin aus dem Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz des Landes. „Wir streben eine Energieversorgung aus 100 Prozent erneuerbarer Energie an“, sagte Kottwitz.

Bürgermeister Dieter von Essen sprach von der Brisanz, die dieses Thema inne hätte, da fast täglich von steigenden Energiepreisen und Problemen mit Energieträgern zu hören sei. „Wir alle wissen, dass eine erfolgreiche Umwelt- und Energiepolitik nur mit den Menschen und nicht gegen sie gemacht werden kann“, so von Essen. Auf der Messe würden ökologische und ökonomische Zielsetzungen angesprochen, die nicht nur aktuelle Entscheidungen beeinflussen würden, sondern auch eine zukunftsweisende Bedeutung hätten, meinte der Bürgermeister.

Der Präsident der Handwerkskammer Oldenburg, Manfred Kurmann, sagte, dass das Handwerk sowohl in die Erzeugung der erneuerbaren Energie als auch in deren Speicherung involviert sei. „Das Handwerk leistet einen wichtigen Beitrag bei der Energieversorgung“, so der Präsident. Deshalb sei eine gute Ausbildung in diesem Zweig sehr wichtig. „Energie, die eingespart wird, muss nicht bezahlt werden“, hatte der Präsident festgestellt und forderte eine qualifizierte Beratung bei der Verwendung der Systeme ein.

Elektrische Motorräder

Matthias Schmidt von MMS-Concept stellt auf seinem Stand elektrisch betriebene Motorräder aus. Schmidt ist überzeugt, dass ein Motorradfahrer keineswegs das „Brummen unterm Sitz“ braucht, wie er sagt. „Das Geräusch meiner E-Motorbikes klingt eher wie ein Kampfflugzeug kurz vor dem Abheben“, sagt er.

Seit 2010 fährt Schmidt jedes Jahr 10 000 Kilometer mit seinem E-Motorbike und hat bis heute rund 8000 Liter Benzin gespart. „Mein Ausstellungsstück bringt es in drei Sekunden von 0 auf 100 km/h und bei vernünftiger Fahrweise hat es eine Reichweite von 150 Kilometern“, erzählt er. Schmidt bietet auch geführte Touren auf E-Motorbikes an.

Zum weiteren Programm der Energiesparmesse am Wochenende gehörten zahlreiche Vorträge, unter anderem zu den Themen „Eigenstrom-Mietanlage mit Brennstoffzelle“, „Wärmepumpe – Welche Systeme sind die besten?“, „Wir heizen mit Wasser. Und Sie?“ und „Brennstoffzelle für das Einfamilienhaus“.

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