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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Langes Warten auf Aufzüge hat ein Ende

22.12.2017

Rastede Weniger als zehn Sekunden dauert die Fahrt mit dem Aufzug hinunter die Unterführung. Seit Donnerstag ist es so nun endlich möglich, die Gleise 2 und 3 im Rasteder Bahnhof barrierefrei zu erreichen. Ein Jahr nach der ursprünglich geplanten Fertigstellung Ende 2016 sind die beiden Fahrstühle jetzt in Betrieb.

Die NWZ hat die Aufzüge am Donnerstagmittag gleich mal getestet und das Ergebnis in einem kurzen Video festgehalten, das auf der Facebook-Seite der Ammerländer Nachrichten zu sehen ist. Etwa acht bis neun Sekunden dauert die Fahrt hinunter in die Unterführung, die derzeit mal wieder keinen besonders sauberen Eindruck macht. Immerhin roch es dieses Mal nicht unangenehm.

Ohne den Fahrstuhl müssten Bahnreisende die 25 Treppenstufen hinab- und weitere 25 Stufen auf der anderen Seite wieder hinaufgehen. Wer auf einen Rollstuhl angewiesen ist, gehbehindert ist, mit einem Kinderwagen oder mit schwerem Gepäck unterwegs ist, bekommt da schnell Probleme.

Zur Modernisierung des Rasteder Bahnhofs gehörte deshalb unter anderem auch der Einbau der beiden Aufzüge. Doch der Einbau verzögerte sich immer wieder, und die Bahn brachte immer wieder neue Gründe dafür ins Spiel. Erst hatte das Planungsbüro Insolvenz angemeldet, dann verschoben sich die Bauarbeiten. Später verzögerte sich die Abnahme der Aufzüge, dann fehlten Unterlagen.

Wenn es nun nicht zu ähnlichen Problemen wie in Hude (Landkreis Oldenburg) kommt, wo die neuen Fahrstühle ständig steckenblieben, sind die Gleise 2 und 3 jetzt endlich auch barrierefrei zu erreichen. Zumindest bei unserer Testfahrt gab es hier schon mal keine Probleme.

„Das ist eine tolle Sache, dass die Gleise 2 und 3 endlich barrierefrei erreichbar sind“, freute sich Bürgermeister Dieter von Essen am Donnerstag und sagte: „Darauf haben wir lange gewartet.“ Er habe fast schon nicht mehr damit gerechnet, dass die Aufzüge zu Weihnachten noch betriebsbereit sein würden.

Adolf Marxfeld vom Seniorenbeirat setzt sich schon seit 2009 für die Barrierefreiheit des Rasteder Bahnhofs ein. Seitdem sei auch viel Prominenz vor Ort gewesen, um die Sache zu unterstützen. „Alles, was Rang und Namen hat, war dabei“, sagte Marxfeld bei einem Ortstermin am Bahnhof am Donnerstagnachmittag. Als er selbst mit dem Aufzug fuhr, meinte er: „Ich hab’s nicht mehr für möglich gehalten.“

„Wir haben alles Mögliche versucht“, pflichtete ihm auch Jann Aden vom Seniorenbeirat bei. Immer wieder habe man nachgebohrt, bis endlich Schwung in die Modernisierung des Bahnhofs kam. „Da haben wir Ausdauer bewiesen“, stellte Aden fest.

Dem schloss sich vor Ort auch CDU-Bundestagsabgeordneter Stephan Albani an, der sich ebenfalls immer wieder für die Barrierefreiheit des Rasteder Bahnhofs eingesetzt hatte. „Ich bin froh, dass die Aufzüge fahren“, sagte er und fügte an: „Das Leben ist manchmal ein Langstreckenlauf, aber am Ende zählt das Ergebnis.“ Mit Blick auf die verschmutzte Unterführung regte Albani an, dass Graffitikünstler engagiert werden könnten, um den Gang zu verschönern. Derzeit sind die Wände nur mit Farbe beschmiert.


Unseren Fahrstuhl-Test sehen Sie unter   www.facebook.com/nwzammerland 
Frank Jacob
Rastede/Wiefelstede
Redaktion Rastede
Tel:
04402 9988 2620

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