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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Kein Geld für den Rasteder Norden

26.04.2018

Rastede Rückschlag für die Dorfentwicklung im Rasteder Norden: Gleich für das erste geplante Projekt gibt es vom Amt für regionale Landesentwicklung kein Geld. „Das ist sehr frustrierend und enttäuschend“, sagte Rastedes Bürgermeister Dieter von Essen am Mittwoch bei einem Pressegespräch im Rathaus.

Auch bei den Ehrenamtlichen sitzt die Enttäuschung tief. Rund 30 Personen hatten über zwei Jahre lang an einem umfangreichen Plan für die Dorferneuerung mitgearbeitet und viele Ideen beigesteuert. „Ich bin richtig bestürzt“, sagte die Vorsitzende des Arbeitskreises Dorferneuerung, Sabine Westphal, der NWZ und meinte: „So richtig verdaut habe ich die Nachricht noch nicht.“

Im September vergangenen Jahres hatte die Gemeinde Rastede fristgerecht das erste Projekt im Zuge der Dorfentwicklung angemeldet. Das Sportplatzgelände in Wapeldorf sollte teilweise umgestaltet und als Treffpunkt für Jung und Alt hergerichtet werden – mit Picknickbänken, einem Bereich zum Boule spielen, einem kleinen Spielplatz, einer Sportfläche und einer Streuobstwiese.

Große Enttäuschung

Gerade von dieser Maßnahme sollte für alle am Dorfentwicklungsprozess Beteiligten eine Signalwirkung ausgehen, sagte von Essen. Für die Gemeinde Rastede markierte sie denn auch den Übergang in die Umsetzungsphase der Dorfentwicklung und war von symbolischer Bedeutung zur Motivation und Mobilisierung der Dorfgemeinschaft, sich aktiv an der Umsetzung der Dorferneuerung zu beteiligen.

Arbeitskreis tagt

Die schlechte Nachricht, dass es für das Auftaktprojekt der Dorfentwicklung im Rasteder Norden in diesem Jahr kein Geld geben wird, muss der Arbeitskreis in seiner nächsten Sitzung verdauen. Die Mitglieder kommen am Dienstag, 15. Mai, um 19.30 Uhr im Feuerwehrhaus in Hahn-Lehmden, Wilhelmshavener Straße 234, zusammen. Dort soll es aber auch um die Gestaltung eines Dorfplatzes in Hahn-Lehmden gehen. Für dieses Vorhaben wurden von den Bürgern schon viele Ideen gesammelt.

Die Absage vom Amt für regionale Landesentwicklung ist da für alle Beteiligten ein Schlag ins Gesicht. Die Behörde habe vom Land nicht ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt bekommen, um das Vorhaben in Wapeldorf zu fördern. „Es ist nicht am Projekt gescheitert, sondern weil insgesamt zu wenig Geld verfügbar war“, sagte Tabea Triebe aus dem Bauamt der Gemeinde Rastede. Sie hatte die Treffen des Arbeitskreises Dorfentwicklung regelmäßig begleitet.

Dabei hatte sich die Gemeinde Rastede bewusst für das Projekt in Wapeldorf entschieden, weil der Planungsaufwand überschaubar, die Umsetzbarkeit einfach und die Kosten vergleichsweise niedrig waren. Rund 85 000 Euro sollte die Umgestaltung des Sportplatzes kosten, bis zu 63 Prozent davon sollten vom Land kommen, also rund 53 500 Euro.

Bis zum Sommer soll die Gemeinde erfahren, ob möglicherweise doch noch in diesem Jahr Geld für den Rasteder Norden fließen könnte. Sollte dies nicht der Fall sein, werde man die Sportplatzumgestaltung für das kommende Jahr neu beantragen, sagte Tabea Triebe. Der aktuelle Förderzeitraum läuft bis zum Jahr 2024.

Außerdem soll für 2019 eine zweite Maßnahme aus dem Dorfentwicklungsplan beantragt werden. In Hahn-Lehmden soll ein zentraler Dorfplatz entstehen, auf einem Teil des so genannten Cordes-Geländes zwischen Wilhelmshavener Straße, Nethener Weg und Spillestraße.

Im Januar 2014 waren die Orte Hahn-Lehmden, Nethen, Bekhausen, Wapeldorf, Rastederberg, Heubült, Delfshausen, Lehmdermoor und Kleibrok ins Dorferneuerungsprogramm aufgenommen worden. Der Rasteder Norden war das einzige Gebiet im Oldenburger Land, das in die neue Runde des Programmes gelangt war. Ziel der Dorferneuerung ist es, Impulse für eine zukunftsorientierte Entwicklung der Dörfer zu geben. Dabei sollen die typischen Elemente der Dörfer gestärkt und die Lebensbedingungen der im ländlichen Raum lebenden Menschen attraktiv gestaltet werden.

Nachdem im Februar 2014 ein Arbeitskreis für die Dorfentwicklung im Rasteder Norden gegründet worden war, hatte es bis Herbst 2016 regelmäßige Treffen gegeben. Dabei war in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Diekmann und Mosebach ein umfangreicher Dorfentwicklungsplan erarbeitet worden, der im September 2016 vom Gemeinderat verabschiedet wurde.

Zeit für Optimisten

„Wir haben sehr lange gearbeitet und viel Zeit investiert“, sagte die Vorsitzende des Arbeitskreises, Sabine Westphal, am Mittwoch. „Ich bin bestürzt, dass das jetzt so einfach abgetan wird, weil kein Geld da ist“, meinte sie. Den Kopf in den Sand stecken werde sie wegen der Entscheidung aber wohl nicht. „Ich werde vermutlich weitermachen. Noch bin ich optimistisch“, sagte sie.

Frank Jacob
Rastede/Wiefelstede
Redaktion Rastede
Tel:
04402 9988 2620

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