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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Rastede fordert Nachbesserung beim Lärmschutz

08.03.2018

Rastede Zu wenig aktiver Schallschutz, die Zerstörung des Landschaftsbildes, Probleme mit dem Grundwasser – die Liste der Einwände der Gemeinde bezüglich der Autobahn 20 ist lang. Die Bedenken zum 22,5 Kilometer langen Bauabschnitt 2, der von der A 29 Jaderberg bis zur B 437 nach Schwei reicht und damit auch die Gemeinde betrifft, hat Stefan Unnewehr, Geschäftsbereichsleiter Bauen und Verkehr im Rathaus, in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bau, Planung, Umwelt und Straßen vorgestellt.

Denn bis 21. März können noch Bedenken gegen die Küstenautobahn eingereicht werden. Momentan befindet sich der Bau im Planfeststellungsverfahren.

Wie steht die Gemeinde zur geplanten Trasse?

„Die bisher favorisierte Trasse West 3 entspricht nicht den Vorstellungen der Gemeinde. Die Trasse West 2 ist für uns die bessere Lösung, aber dieser Zug ist wohl abgefahren“, erläuterte Unnewehr. West 3 wird insbesondere an Bekhausen und Hahn-Lehmden vorbeiführen.

Wie ist es um den Lärmschutz bestellt?

Foke Wittschen, technischer Leiter des Projektes vom Geschäftsbereich Oldenburg der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, machte deutlich, dass fünf Lärmschutzanlagen im Bereich der Gemeinde installiert werden sollen. Konkret sind diese Wände einseitig entlang der Autobahn geplant – in Höhe der Querung der Wilhelmshavener Straße, auf Höhe der Grundstücke Zur Heideblume 3 und Bentweg 5, am Bentweg 25 sowie nordwestlich und südöstlich der Trasse auf Höhe des Lehmder Weges.

Welche Richtlinien gibt es für den Lärmschutz?

Ab einer Lautstärke von 59 dB(A) in einem Wohngebiet sowie 54 bis 64 dB(A) in einem Mischgebiet sind laut Emissionsschallschutzgesetz Maßnahmen zum Schallschutz anzuwenden. Im Bereich der Gemeinde Rastede sind im Trassenverlauf lediglich Mischgebiete betroffen.

Prinzipiell ist dem aktiven Schallschutz durch Maßnahmen am Verkehrsweg dem passiven Schutz durch Maßnahmen am passivem Objekt bzw. Gebäude Vorrang zu geben. Dies gilt laut Gesetz aber nicht, wenn die Kosten außer Verhältnis sind.

Wie positioniert sich Rastede?

Die Gemeinde Rastede fordert hier Nachbesserungen. In der Präsentation zur Stellungnahme zeigte Stefan Unnewehr am Verlauf der Trasse, wo Häuser bis zu 50 Meter an der neuen Küstenautobahn stehen. Am Bekhauser Esch steht ein Haus beispielsweise in nur 80 Meter Entfernung – aber eine Schutzwand ist nur zur anderen Seite der Fahrbahn vorgesehen. Ähnliches gilt für Gebäude am Alter Lehmdermoorweg und am Geestrandtief. Außerdem möchte die Gemeinde, dass dem aktiven Schutz immer Vorrang gegeben wird.

Wo gibt es noch Einwände?

Das Bauwerk, das über die Lehmder Straße führt, soll verbreitert werden. Diese Anregung gab ein Bürger aus dem Publikum bei der Sitzung im Dorfkrug Delfshausen. So soll ein Begegnungsverkehr von landwirtschaftlichen Fahrzeugen besser möglich sein. Die Gemeinde schlägt in ihrer Stellungnahme einen anderen Trassenverlauf – näher an Varel – vor. Auch bemängelt sie den Brandschutz und die große Veränderung des Landschaftsbildes durch die Autobahn 20 und ihre Bauwerke wie etwa Brücken.

Welche Sorgen haben die Bürger?

Es wird vor allem eine mögliche Grundwasserabsenkung befürchtet. Ebenfalls bezweifeln viele Bürger, dass der zumeist moorige Untergrund ausreichend tragfähig für das Bauwerk sein kann. Außerdem befürchten die betroffenen Anwohner Schäden an Häusern entlang der Trasse.

Bis Mittwoch, 21. März, können Bürger noch ihre Einwände zur Küstenautobahn A 20 abgeben. „Jeder Bürger sollte seine Einwände gegen die A 20 mitteilen“, sagte Gemeindesprecher Ralf Kobbe. Denn die Stellungnahme, die auch vom Bauausschuss einstimmig abgenickt wurde, zähle genauso viel, wie jedes andere Schreiben eines Bürgers.

Grafik zum Thema als PDF.

Mareike Wübben
Volontärin, 3. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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