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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Ideen für eine bessere Zukunft

06.06.2018

Rastede Das Thema sei abstrakt, von hundert Menschen habe wohl höchstens einer schon mal etwas von den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen gehört. So schätzt es Barthel Pester ein und will daran etwas ändern. „Wir wollen Wissen vermitteln und die Leute dazu bringen, mit uns ins Gespräch zu kommen“, sagt der Mann, der im Ammerland ein Projekt umsetzen will, das jedem Einzelnen wichtig sein sollte. Im Kern geht es nämlich um die Frage: „Welche Welt wollen wir unseren Kindern hinterlassen?“

Aber von vorne: Die Agenda 2030 mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen (siehe Infokasten) möchte das Evangelische Bildungswerk mit Engagement Global auch im Ammerland bekannter machen. Den Auftakt sollen vier Veranstaltungen mit renommierten Rednern bilden, wie am Dienstag bei einem Pressegespräch im Gemeindehaus in Rastede berichtet wurde.

„Mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung drückt die internationale Staatengemeinschaft ihre Überzeugung aus, dass sich die globalen Herausforderungen nur gemeinsam lösen lassen“, sagt Kreispfarrer Lars Dede und betont: „Zu diesem ,gemeinsam‘ gehören auch die Menschen im Ammerland.“

Aufbauend auf die Vortragsveranstaltungen sollen zwei regionale Arbeitsgruppen entstehen, „die an einzelnen Nachhaltigkeitszielen arbeiten und mithelfen, dass diese im Ammerland erreicht werden“, erläutert Kai-Oliver Farr. Er ist Projektleiter bei Engagement Global, das im Auftrag der Bundesregierung arbeitet.

Projektumsetzer Pester nennt am Beispiel des Zieles „Kein Hunger“ ein naheliegendes, aber immer noch viel zu wenig beachtetes Beispiel: „Weniger Lebensmittel verschwenden oder wegwerfen.“ Dies leitet auch gleich über zum Ziel nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster. Er regt an, beim Einkauf auch mal in Frage zu stellen: „Brauchen wir das überhaupt, was wir gerade kaufen wollen oder sollen, weil uns das Netz dazu verführt?“ Pester wirbt in diesem Zusammenhang für eine solidarische Landwirtschaft. „Die Lebensmittel, die ich brauche, bekomme ich direkt vom Landwirt und zwar unverpackt“, sagt er. Dies dämmt dann zugleich das Problem des immer weiter zunehmenden Verpackungsmülls ein.

Mitziehen müssten bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele aber auch Politik und Verwaltung. SPD-Kreistagsabgeordnete Sigrid Rakow sieht da einen grundsätzlichen Willen, findet es aber nicht so einfach zu beantworten, wie man das Thema in die Bevölkerung tragen könne. „Aber wir werden es immer wieder versuchen“, gibt sie sich optimistisch.

Angesprochen werden sollen mit dem Projekt insbesondere auch jüngere Menschen, die diese Ideen dann weitertragen. Wer sein Verhalten im Sinne der Nachhaltigkeitsziele ändert, sollte darüber zudem mit Nachbarn und Freunden sprechen und Überzeugungsarbeit leisten. Denn: Die Herausforderungen lassen sich zwar nur gemeinsam lösen. Dabei zählt aber jeder einzelne Schritt.

Die Agenda 2030

17 Ziele für eine globale nachhaltige Entwicklung stehen im Mittelpunkt der Agenda 2030, die im September 2015 von allen 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen unterzeichnet wurde.

1. Keine Armut 2. Keine Hungersnot 3. Gute Gesundheitsversorgung 4. Hochwertige Bildung 5. Geschlechtergleichheit 6. Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen 7. Bezahlbare und saubere Energie 8. Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum 9. Industrie, Innovation und Infrastruktur 10. Weniger Ungleichheiten 11. Nachhaltige Städte und Gemeinden 12. Nachhaltiger Konsum und Produktion 13. Maßnahmen zum Klimaschutz 14. Leben unter Wasser 15. Leben am Land 16. Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen 17. Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

Von Klimaschutz bis nachhaltige Landwirtschaft: Vier Veranstaltungen und Ideenschmieden geplant

Die Ziele der Agenda 2030 will die Evangelische Erwachsenenbildung in Kooperation mit Engagement Global auch ins Ammerland transferieren. Dazu sind vier Veranstaltungen geplant, denen sich jeweils Ideenschmieden anschließen sollen.

Donnerstag, 14. Juni: Im Evangelischen Haus in Westerstede, Kirchenstraße 5, wird Wolfgang Obenland (Global Policy Forum Bonn) ab 19 Uhr schwerpunktmäßig auf die Ziele „Keine Armut“, „Gesundheit und Wohlergehen“, „Hochwertige Bildung“, „Sauberes Wasser und Sanitärversorgung“ und „Bezahlbare und saubere Energie“ und deren Bedeutung für das Ammerland eingehen. Die Ideenschmiede soll dann am Donnerstag, 21. Juni, ebenfalls um 19 Uhr zusammenkommen.

Donnerstag, 23. August: Im Gemeindehaus am Denkmalsplatz in Rastede wird Dr. Ruth Gütter (Referentin für Fragen der Nachhaltigkeit bei der Evangelischen Kirche in Deutschland) ab 19 Uhr schwerpunktmäßig auf die Ziele „Hunger beenden, Ernährungssicherheit und nachhaltige Landwirtschaft fördern“, „Geschlechtergleichstellung“, „Abbau von Ungleichheiten“ und „Nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktionsmuster“ und deren Bedeutung für das Ammerland eingehen. Die Ideenschmiede soll dann am Montag, 3. September, ebenfalls um 19 Uhr zusammenkommen.

Dienstag, 4. September: Im Ev. Gemeindezentrum in Petersfehn, Mittellinie 83, wird ab 19 Uhr Prof. Dr. Günther Bachmann (Generalsekretär des Rates für nachhaltige Entwicklung) auf die Ziele „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“, „Industrie, Innovation und Infrastruktur“, „Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen“ und „Partnerschaften zur Erreichung der Ziele“ und deren Bedeutung für das Ammerland eingehen. Die Ideenschmiede soll dann am Donnerstag, 13. September, zusammenkommen.

Donnerstag, 20. September: Im Martin-Luther-Haus in Elisabethfehn, Kirchenallee 3, wird Maria Flachsbarth (Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) ab 16 Uhr schwerpunktmäßig auf die Ziele „Nachhaltige Städte und Gemeinden“, „Maßnahmen zum Klimaschutz“, „Leben unter Wasser“ und „Leben an Land“ und deren Bedeutung für die Region eingehen. Die Ideenschmiede kommt dann am Donnerstag, 27. September, wiederum um 19 Uhr zusammen.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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