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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Ortsentwicklung: Bedenken der Bürger im Göhlen

27.09.2017

Rastede Das geplante Wohnbaugebiet im Göhlen in Rastede sorgt weiter für Diskussionen. Zahlreiche Bürger äußerten Bedenken oder gaben Anregungen zur Änderung des Flächennutzungsplans und zur Aufstellung des Bebauungsplans. Vor rund 50 Zuhörern ging es am Montagabend im Bauausschuss um die eingegangenen Stellungnahmen.

Das sagt die Politik zum Wohnbaugebiet im Göhlen

CDU: Die Anbindung des Gebiets über Im Göhlen, Koppelweg und Harry-Wilters-Ring hält Torsten Wilters vom Verkehrsfluss her für sinnvoll. Von den Verkehrsteilnehmern sei gegenseitige Rücksichtnahme gefordert. Zudem seien aus Sicht der CDU einige Dinge zum Positiven geändert worden, etwa die Lockerungen bei den Gestaltungsvorgaben.

SPD: Dass eine Anbindung über den Hasenbült nicht weiter verfolgt wird, hält Rüdiger Kramer für falsch. Er sprach sich dafür aus, den Verkehr auf möglichst viele Straßen zu verteilen. Lars Krause hätte sich gewünscht, dass Politik und Verwaltung sich stärker für eine Anbindung über den Hasenbült einsetzen würden.

Grüne: Ein differenziertes Wohnraumangebot für die kommenden vier Jahre sieht Gerd Langhorst im Göhlen. Es sei der Versuch einer harmonischen Gestaltung mit intensiver Begrünung. Bei der Erschließung sieht er zwar ebenfalls Schwierigkeiten, sagt aber: „Wenn es nicht funktioniert, müssen wir es anders machen.“

UWG: Hohe Folgekosten durch das Ausweisen eines neuen Baugebietes sieht Theo Meyer und führt hier etwa Kitas, Schulen und Straßen an. Angesichts der engen Haushaltssituation stimmt er dem Baugebiet im Göhlen daher nicht zu.

Mit den Stimmen von CDU und Grünen (6) wurden die Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung des Bebauungsplans gegen die Stimmen von SPD und UWG (4) an den Verwaltungsausschuss verwiesen, der darüber am Dienstag in nichtöffentlicher Sitzung beriet. Bürger und Behörden haben nun erneut die Möglichkeit, Stellung zu beziehen.

Im Vergleich zum Vorentwurf, der Anfang des Jahres vorgestellt worden war, gab es eine Menge Änderungen bezüglich der rund 16,7 Hektar großen Fläche zwischen Graf-von-Galen-Straße, Harry-Wilters-Ring, Koppelweg, Hasenbült und Im Göhlen, von der 9,7 Hektar für Wohnbauzwecke und 6,5 Hektar für Grünflächen genutzt werden sollen. Ungefähr 100 Bauplätze sollen entstehen.

 Größe des Gebiets

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Bürger regten eine deutliche Reduzierung des Plangebietes an. Diesem Einwand sei nicht gefolgt worden, sagte Ina Rehfeld vom Planungsbüro NWP, die dem Ausschuss einen Überblick über die eingegangenen Anregungen und Hinweise gab und die Abwägungsvorschläge vorstellte. „Der Bedarf ist da, die Baugebiete in Rastede werden stark nachgefragt“, erläuterte sie.

Ferner äußerten Bürger Bedenken, dass Naherholungsflächen verloren gingen. Auch diesem Einwand sei nicht gefolgt worden. Als Naherholungsfläche habe das Plangebiet keine Bedeutung, zudem gebe es im Umfeld ausreichend Naherholungsflächen, sagte Ina Rehfeld.

 Verkehrssituation

Bürger befürchteten eine zu hohe Belastung der Straße Im Göhlen. Im Juni war deshalb bereits diskutiert worden, die Straßen Koppelweg und Harry-Wilters-Weg zu öffnen und so das alte mit dem neuen Baugebiet im Göhlen zu verbinden.

Bei der letzten Beratung war darüber hinaus gefordert worden, das neue Wohngebiet zusätzlich über die Straße Hasenbült anzubinden. Dies sehe der Landkreis Ammerland allerdings äußerst skeptisch, hieß es am Montag. Die Straße ist zu schmal, bei einem Ausbau müssten Wallhecken entfernt werden.

 Entwässerung

Bedenken äußerten Bürger bezüglich der geplanten Verrohrung der Hankhauser Bäke. Diese ist aber ohnehin vom Tisch, weil der Landkreis und der Entwässerungsverband Jade einer Verrohrung nicht zustimmten. Zudem befürchteten Bürger eine Verschärfung der Entwässerungssituation und Überschwemmungen. Ina Rehfeld sagte, dass ein Oberflächenentwässerungskonzept erarbeitet wurde. Es sieht das Einleiten über die Regenwasserkanalisation in ein Regenrückhaltebecken vor, wo das Wasser zwischengespeichert und gedrosselt in die Hankhauser Bäke abgeleitet wird.

 Gebäudehöhe

Die vorgesehene Zweigeschossigkeit der Gebäude in dem Wohngebiet bei einer Firsthöhe von 9,50 Meter wurde von Bürgern kritisiert. Ina Rehfeld wies darauf hin, dass dies die für Einfamilienhäuser übliche Firsthöhe sei und auch in anderen Bebauungsplänen in Rastede so festgesetzt sei.

 Gestaltungsfreiraum

Kritik übten Bürger an den ihrer Auffassung nach zu starren Bauvorschriften. Sie forderten mehr Freiheiten bei der Gestaltung der Dacheindeckungen, der Fassaden und der Dachneigungen. Im Gegensatz zum Vorentwurf sollen bei den Dacheindeckungen jetzt auch anthrazit Farbtöne zulässig sein. Fassaden dürfen nun auch bis zu 30 Prozent aus hellem Klinker bestehen, dies war im Vorentwurf noch nicht vorgesehen gewesen. Nicht aufgegriffen wurde indes die Kritik an den Festsetzungen zu den erlaubten Dachneigungen.

 Greifvogelstation

Bürger befürchteten Einschränkungen der Greifvogelaufzuchtstation, die sich unweit des Plangebietes befindet. Sie wiesen auf eine geplante Erweiterung der Station hin, für die beim Landkreis bereits ein Bauantrag vorliegt. Eine schalltechnische Untersuchung habe ergeben, dass hier keine Probleme zu erwarten seien, führte Ina Rehfeld aus. Dort, wo die Werte überschritten würden, werde das Regenrückhaltebecken entstehen.

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Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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