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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Bahn-Anwohner von Plänen überrascht

30.05.2018

Rastede Die vorgesehene Änderung von Bebauungsplänen rund um den Bahnübergang Raiffeisenstraße in Rastede hat für Aufregung und Verunsicherung bei Anwohnern und Grundstückseigentümern gesorgt. Das wurde am Montagabend in der Sitzung des Ausschusses für Bau, Planung, Umwelt und Straßen deutlich, der zu dem Thema beraten sollte. In der Einwohnerfragestunde äußerten sich mehrere Bürger, die sich fragten, was auf ihren Grundstücken künftig erlaubt sein wird. Einige befürchteten darüber hinaus auch einen Wertverlust.

Zum Hintergrund: Um die Verkehrsprobleme in Rastede zu lösen, favorisiert die Gemeinde Rastede einen Tunnel, während Fachplaner zuletzt eine Umgehungsstraße empfahlen. Zurzeit lässt der Landkreis Ammerland noch einmal verschiedene Varianten prüfen. Ob und wann am Bahnübergang Raiffeisenstraße tatsächlich gebaut wird, steht aber weiter in den Sternen. Fachbereichsleiterin Tabea Triebe machte im Ausschuss denn auch deutlich: „Wir wissen nicht, was passiert.“

Die Änderung der Bebauungspläne rund um den Bahnübergang, welche der Ausschuss einstimmig empfahl, sei deshalb vielmehr ein Vorsorgebeschluss. Sollte es einmal zu einem Umbau kommen, würden die vorhandenen Verkehrsflächen nicht ausreichen. Durch den Aufstellungsbeschluss zur Änderung, der am 12. Juni nichtöffentlich im Verwaltungsausschuss erfolgen soll, sollen deshalb zusätzliche Flächen als Verkehrsflächen festgesetzt werden.

Das bedeutet: Ein vollständiger Abbruch oder Neubau von Gebäuden ist vorerst nicht mehr möglich auf den betroffenen Grundstücken. So soll sichergestellt werden, dass Flächen, die möglicherweise einmal für den Tunnelbau benötigt werden, anderweitig genutzt werden. Kleinere Veränderungen auf den Grundstücken, etwa der Bau eines Wintergartens, seien indes kein Problem, sagte Tabea Triebe.

Da es sich um einen Aufstellungsbeschluss und nicht um eine Veränderungssperre handelt, könnten Bauanfragen nun zurückgestellt, aber nicht abgelehnt werden. Die Gemeinde habe dann ein Jahr Zeit, ihre eigenen Planungen zu konkretisieren, bevor eine Entscheidung über die Bauanfragen getroffen werden müssten.

Monika Sager-Gertje (SPD) sah in der Änderung der Bebauungspläne zwar eine Einschränkung für die Bürger, hielt sie aus planerischer Sicht aber für sinnvoll. Sie hätte es allerdings gut gefunden, wenn die Verwaltung den betroffenen Bürgern das Thema im Vorfeld erklärt hätte. Das sahen Gerd Langhorst (Grüne) und Theo Meyer (UWG) im Sinne von Transparenz und Kommunikation ebenso.

Hans-Dieter Röben (CDU) verwies darauf, dass es sich um einen ähnlichen Vorratsbeschluss handele, wie er vor Kurzem für die Flächen rund um die Kreuzung am Marktplatz getroffen wurde. Er sprach sich noch einmal für einen Tunnel und den Anschluss möglichst vieler der bestehenden Gemeindestraßen aus.

Langhorst fand indes, dass man zu sehr auf einen Tunnel fixiert sei. Er sei sich nicht sicher, ob eine Unterführung wirklich die beste Lösung sei. Man sollte sich auch weiterhin mit einer Umgehungsstraße beschäftigen. Auch für die UWG sei eine Umgehung noch nicht vom Tisch, sagte Meyer. Er sah Chancen für den Bürgerbus, so weitere Bereiche anbinden zu können.

Frank Jacob
Rastede/Wiefelstede
Redaktion Rastede
Tel:
04402 9988 2620

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