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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Regeln für Exotenhaltung nötig

03.08.2019

Rastede Schlangen, Papageien, Schildkröten: In Deutschland werden exotische Tiere immer beliebter als Haustier. Für ihre Haltung gibt es jedoch keine geltenden Regeln. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Susanne Mittag (Delmenhorst) sieht darin ein Problem. Sie ist Tierschutzbeauftragte ihrer Fraktion, die gerade an einem Gesetzesentwurf zum Handel und zur Haltung von exotischen Tieren arbeitet.

„Im Herbst wollen wir das Gesetz einbringen“, sagt Susanne Mittag bei einem Besuch der Wildtierauffangstation Rastede. Begleitet wird sie vom Bundestagsabgeordneten Dennis Rohde, der Landtagsabgeordneten Karin Logemann und dem künftigen Rasteder Bürgermeister Lars Krause. Ziel: Praxisorientierte Informationen vor Ort einholen.

Bei Klaus Meyer, dem Leiter der Wildtierauffangstation, ist Susanne Mittag da an der richtigen Adresse. Mit exotischen und gefährlichen Tieren kennt der Rasteder sich aus. Immer wieder hat er solche „Gäste“ in der Station.

Auch das ist ein Problem: Einrichtungen wie die Wildtierauffangstation in Rastede stoßen hinsichtlich ihrer Kapazitäten, aber auch finanziell und personell an ihre Grenzen. „Warum gibt es kein komplettes Einfuhrverbot?“, fragt sich Klaus Meyer und bekräftigt: „Wir wissen nicht mehr wohin mit den Exoten.“

Nach Einschätzung von Susanne Mittag ist manchen Käufern von Exoten gar nicht bewusst, das diese Tiere zum Teil eine sehr hohe Lebenserwartung haben. Schildkröte oder Papagei werden 50, 60, 70 Jahre oder älter.

Wie viele exotische Tiere in deutschen Haushalten gehalten werden, ist im Übrigen auch gar nicht bekannt. Auch der Handel werde nicht registriert, schreibt der Verein Pro Wildlife. Er hat auf der Basis von Internetanzeigen aus den Jahren 2010 bis 2014 ermittelt, dass mehr als 10 000 exotische Säuger aus 291 unterschiedlichen Arten angeboten wurden.

Susanne Mittag sieht Regelungsbedarf, damit eine artgerechte Haltung gewährleistet ist. Ein Sachkundenachweis und eine Meldepflicht gehören für sie ebenso dazu wie die Zertifizierung von Gerätschaften, damit solche Tiere nicht in zu kleinen Käfigen oder Terrarien gehalten werden. Und auch eine Rückverfolgbarkeit der Exoten hält die Abgeordnete für wichtig. „Dann kann festgestellt werden, woher das Tier kommt.“

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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