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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Rastederin folgt dem Ruf der Wildnis

18.07.2017

Rastede /Harpstedt Die Rasteder Künstlerin Helene von Oldenburg ist an einem ungewöhnlichen Kunstprojekt in Harpstedt (Landkreis Oldenburg) beteiligt. Nicht nur ein mit einer roten Kordel in Form eines Vierecks eingegrenzter Findling erweckt dort in der Einfahrt zum Amtshof derzeit die Aufmerksamkeit der Besucher der Samtgemeinde Harpstedt. Wer genau hinschaut, sieht linker Hand ein weiteres eingezäuntes Rechteck und mit Blick nach rechts einen mit Kordel und Pfählen angedeuteten rechten Winkel.

Was es damit auf sich hat, dass stellte Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse zusammen mit den beiden Künstlerinnen Helene von Oldenburg, Tochter des 2014 verstorbenen Anton Günther Herzog von Oldenburg, und Claudia Reiche sowie Insa Winkler an den Objekten vor.

Insa Winkler ist Leiterin des kreisweit angesiedelten Projektes „(Bio)-Diversitätskorridor im Landkreis Oldenburg“ im Rahmen des „artecology_network“, dem auch die Künstlerinnen angehören.

Eines der Projekte ist das Kunstprojekt „Civil Wilderness“, entworfen und ersonnen von Helene von Oldenburg und Claudia Reiche. Dabei dreht sich alles um die Erfahrung der Wildnis. Wie die beiden Künstlerinnen dazu beschreiben, gilt die Wildnis als Urlandschaft mit fantastischer Verbindung zu einer Zeit vor der menschlichen Kultur. Dabei reicht das Spektrum von andauernder Bedrohung bis zur Vorstellung ursprünglicher Harmonie.

Heute würden sich Konzepte auf die wiederherstellende Heilung der Natur richten. Daraus ergebe sich Natur als Zuflucht mit minimierter Einflussnahme durch den Menschen. Doch nach Auffassung der beiden Künstlerinnen führe jede Flucht aus der Zivilisation tiefer in sie hinein.

Helene von Oldenburg und Claudia Reiche stellen vor diesem Hintergrund drei Orte und damit drei unterschiedliche Arten, nicht einzugreifen, vor.

Jedes der eingangs beschriebenen Objekte hat Vorgaben. Beim eingezäunten Findling lautet sie „Hier gelten keine Verbote“, beim Rechteck, einer sich selbst überlassenen Fläche, „Betreten und jede Störung sind hier verboten“ und im dritten Fall „Gewohntes zu verändern ist hier verboten“.

Die Frage ist nun, was Menschen angesichts der Hinweise empfinden, wie sie sich verhalten. Hier setzt das Kunstprojekt „Civil Wilderness“ an. „Es ist ein offenes und partizipatorisches Projekt. Wir schaffen und dokumentieren verschiedene Orte zivilisatorischer Wildnis und laden zum Mitmachen ein“, erklärte Insa Winkler, die auch die Idee zur Umsetzung des Projektes hatte. „Civil Wilderness“ könne überall entstehen, egal in welcher Größe und Form. Die Grenzen sind physisch markiert oder konzeptuell bestimmt.

Als kurze Einleitung haben die beiden in Rastede und Hamburg lebenden und arbeitenden Künstlerinnen eine Infotafel zu den drei auf dem Amtshofgelände zu findenden Objekte im Einfahrtsbereich installiert. Per QR-Code kann mehr über das Projekt und die Trägerschaft erfahren werden.

Aber auch mitten auf einer Freifläche im Rosenfreibad steht ein Viereck. Ungemäht und offen für Reaktionen der Besucher. Ein dritter Ort mit zwei Objekten liegt im Freiraum an der Freistraße. Vierter Ort ist das Zentrum Prinzhöfte mit drei Objekten.

„Wir sind natürlich darauf angewiesen, Informationen in Form von Worten, Bildern oder Filmen zu erhalten. Die werden dann alle auf der Projektseite veröffentlicht“, so Helene von Oldenburg. „So entsteht am Ende eine Dokumentation über den Umgang mit den verschiedenen Orten zivilisatorischen Wildnis“, ergänzt Claudia Reiche.

Im September wird ein Workshop zum Erfahrungsaustausch und Weiterdenken mit allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Harpstedt stattfinden. Weitere Informationen zu dem Projekt gibt es im Internet unter der Adresse:


     www.artecology.eu – www.civilwilderness.info 
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