• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Das schmierige Tor zur Gemeinde

29.06.2017

Rastede Der Sommer ist in Rastede traditionell die Zeit der großen Veranstaltungen. Tausende Besucher kommen im Juni, Juli, August und September in den Residenzort – viele von ihnen auch mit der Bahn. Ihnen bietet sich am Bahnhof derzeit aber ein ziemlich wüster Anblick und obendrein riecht es auch noch penetrant. Farbschmierereien stören das Bild in der noch recht neuen Unterführung, zudem stinkt es dort nach Urin. Hinzu kommt, dass die Fertigstellung der Personenaufzüge weiter auf sich warten lässt.

Auf Anfrage der NWZ sagt eine Bahnsprecherin: „Selbstverständlich wird der Bahnhof regelmäßig gereinigt.“ Alle zehn Tage werde eine Grundreinigung vorgenommen, alle 20 Tage eine Intensivreinigung. Wie häufig gereinigt werde, sei abhängig von der Größe des Ortes und der Kategorie des Bahnhofs. Auf größeren Bahnhöfen werde häufiger gereinigt als auf kleinen.

Die letzte Reinigung in Rastede fand nach Angaben der Bahnsprecherin am Freitag, 23. Juni, statt. Die nächste Reinigung in Rastede ist für Freitag, 30. Juni, vorgesehen. Zusätzlich seien Mitarbeiter am 26. Juni vor Ort gewesen, um Glasbruch zu beseitigen. Urin im Tunnel sei jedoch nicht festgestellt worden.

Mit Blick auf die aktuellen Verschmutzungen sagt die Sprecherin: „Wir werden das jetzt nachbessern lassen und eine Intensivreinigung vorziehen.“ Gleichzeitig appelliert sie an die Nutzer der Unterführung, Schmierereien und andere Formen der Verunreinigung sein zu lassen.

Im Gegensatz zu anderen Bahnhöfen gibt es in Rastede keine Videoüberwachung des Geländes. Wie die Sprecherin mitteilt, sei dies auch nicht vorgesehen. „Auch damit kommt man dem Problem nicht bei“, berichtet sie aus der Erfahrung an anderen Bahnhöfen. „Weder Vandalismus noch andere Dinge, die unschön sind, lassen sich in der Regel durch eine Videoüberwachung eindämmen.“

In der Regel gebe es Kameras nur an größeren Bahnhöfen wie zum Beispiel Bremen, Hannover, Hamburg oder Berlin, sagt die Sprecherin. An kleineren Bahnhöfen würden manchmal aber Städte oder Kommunen das Anbringen von Überwachungskameras veranlassen.

Derweil dauern die Arbeiten zur Fertigstellung von zwei Personenaufzügen weiter an. Wann sie in Betrieb genommen werden sollen, konnte die Sprecherin der Deutschen Bahn bis Mittwochnachmittag aber nicht mitteilen. Zuletzt hieß es, dass die Fahrstühle frühestens ab September nutzbar sein sollen.

Ursprünglich sollten die beiden Fahrstühle, mit denen Fahrgäste die Gleise 2 und 3 erreichen können, schon Ende 2016 fertiggestellt sein. Der Einbau war Teil der Modernisierung des Bahnhofs, zu der auch die neue Unterführung mit überdachtem Treppenaufgang und ein auf 55 Zentimeter angehobener Mittelbahnsteig gehörten. Nachdem das beauftragte Planungsbüro Insolvenz angemeldet hatte, stockten die Arbeiten jedoch vor allem bei den Aufzügen.

Weitere Nachrichten:

Deutsche Bahn