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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Rhodoblüte prescht schon mächtig vor

30.04.2011

GRISTEDE „Wir sind zwei Wochen zu früh dran“, sagt Jan-Dieter Bruns, geschäftsführender Gesellschafter der Firma Bruns Pflanzen mit Sitz in Bad Zwischenahn. In der Tat blühen auch im unternehmenseigenen Rhododendron-Park Gristede längst die ersten Rhododendren und Azaleen – und lassen Besucherherzen wie in jeder Saison höher schlagen.

„Bräuchten Kühle“

Die Sorge des „Chefs“: „Bei anhaltender Hitze verblühen die Rhododendren viel früher. Was wir bräuchten, wären etwas Kühle und etwas Regen“, würde er der gegenwärtigen „Explosion der Natur“ schon aus ökonomischen Gründen gern einen Riegel vorschieben. Nichtsdestotrotz hat die Saison im Park längst begonnen: Die Geschwindigkeit auf der Gristeder Straße wurde für die Zeit der Rhodoblüte längst auf 50 Stundenkilometer reduziert, die Besucher strömten bereits zu Ostern in den Park.

Berühmte Taufpaten

Mehr als 1000 Arten und Sorten kann der Park den Besuchern zeigen – und Jan-Dieter Bruns berichtet nicht ohne Stolz, dass sein Unternehmen mehr als 200 eigene Züchtungen vorweisen kann. Für diese ist seit den 90er Jahren Gerd Eiting zuständig. Eiting führt das fort, was der Vater von Jan-Dieter Bruns, Wilhelm, einmal begonnen hatte: neue Sorten zu züchten. Und viele von diesen wurden in der Vergangenheit von berühmten Personen getauft, Frauen der Bundespräsidenten wie Marianne von Weizsäcker, Christiane Herzog, Christina Rau oder Eva Luise Köhler waren ebenso dabei wie Christian Wulff, als er noch Ministerpräsident Niedersachsens war. „Am 13. Mai werden wir in München-Nymphenburg eine neue Züchtung auf den Namen von Patricia Rieckel, Chefredakteurin der „Bunte“ taufen, verrät Bruns.

Dass der Rhododendronpark seine Wurzeln eigentlich darin hat, Mutterpflanzen nach dem Krieg im Wald zu verstecken, weil die Briten als Besatzer für einige Monate Baumschularbeit nicht duldeten, ist für Bruns Familiengeschichte, denn sein Großvater Johann hatte so seine Pflanzen gerettet. Heute erstreckt sich der Park über 25 Hektar, bietet herrliche Spazierwege, vorbei an Teichen und in der Saison an jeder Menge blühender Pflanzen, die sich im Halbschatten unter den Kiefern überaus wohl fühlen. 2009 wurde der Park um eine hellere Freifläche erweitert, in der ein Pavillon auch für Festlichkeiten errichtet wurde. Den hatte Christian Wulff noch als Ministerpräsident Niedersachsens eingeweiht.

Ein solcher Park ist im Zentrum der Rhododendron-Produktion Deutschlands nur angemessen. 90 Prozent aller Rhododendren werden in Deutschland im Ammerland und dem angrenzenden Ostfriesland produziert, weiß Bruns. Jährlich werden hier drei bis vier Millionen Rhododendren und Azaleen verkauft.

Etwa drei Wochen hält die Blütenpracht an, dann ist für ein Jahr alles vorbei – bis zur nächsten Saison. Das wissen auch Karin und Dieter Norres aus Düsseldorf, die bereits im dritten Jahr ins Ammerland gereist sind, um sich das Farbenspektakel anzusehen. „Wir werden wohl Mitte Mai noch einmal herkommen müssen“, macht Dieter Norres deutlich, dass er den Höhepunkt der Pracht auf keinen Fall verpassen möchte. Auch zu Hause im eigenen Garten gibt es selbstverständlich Rhododendren – und das schon seit 40 Jahren. „Die Menschen im Ammerland sind so freundlich“, schwärmt Karin Norres und ergänzt: „Und die Luft ist hier unvergleichlich besser als bei uns zu Hause.“

Eintritt in den Park frei

Auch an diesem Wochenende mit dem 1. Mai werden im Rhododendron-Park viele Besucher erwartet – zumal der Eintritt frei ist. Jan-Dieter Bruns ist den Besuchern dankbar, dass sie keine Müllberge hinterlassen und auch sonst Rücksicht nehmen, denn die Besucherzahlen steigen stetig an.

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