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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

ENTWICKLUNGSHILFE: Sauberes Trinkwasser für Dorf in Namibia

15.04.2008

WESTERSTEDE „Die Bilder haben mich einfach nicht losgelassen“, meint Werner zu Jeddeloh, nachdem er im Jahr 1999 eine Reise nach Namibia unternommen hatte. Damals hat er dort einen „Eindruck von den unvorstellbar primitiven Lebensumständen der Bevölkerung im Norden“ des afrikanischen Staates bekommen und will daher nun einen ehrgeizigen Plan realisieren: 1300 Bewohner des Dorfes Karukuta am Okavango, dem Grenzfluss zu Angola, mit sauberem Trinkwasser versorgen. Für das Projekt hat der Geschäftsführer der Oldenburger Büfa-Gruppe bisher 30 000 Euro gesammelt.

„In ärmeren Ländern sind rund 80 Prozent aller Krankheiten auf verschmutztes Wasser zurückzuführen. Die Sterblichkeitsrate ist erschreckend hoch“, erläutert zu Jeddeloh, der sich bei seinem Amtsantritt als Präsident des Rotary Clubs Westerstede ein humanitäres Projekt mit Unterstützung der internationalen Rotary-Organisation zum Ziel gesetzt hatte. „Der Mangel an sauberem Wasser ist die Wurzel von Armut und Instabilität in der Region.“

Im vergangenen Sommer hat zu Jeddeloh die ersten Vorbereitungen für seinen Plan getroffen. Zur Finanzierung verzichtete er anlässlich seines 60. Geburtstages auf Geschenke und bat stattdessen um Spenden. Dabei kamen rund 6000 Euro zusammen. Weitere 3000 Euro von Rotary-Freunden und 9000 Euro von der internationalen Rotary-Organisation sowie ein Spendenaufruf des OLB-Bankdirektors Heinrich Rawe anlässlich seiner Pensionierung, der rund 9000 Euro einbrachte, sicherten die Finanzierung der vorerst einkalkulierten Summe von etwa 40 000 US-Dollar. Somit kann die eigentlich erst für 2009 geplante Aktion bereits in diesem Jahr anlaufen.

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„Jeder Spenden-Euro fließt direkt in das Projekt“, verspricht zu Jeddeloh, der seit Montag bis zum 23. April auf eigene Kosten zusammen mit Tiefbauingenieur Dr. Karl Bockelmann nach Namibia reist, um die Maßnahmen vorzubereiten. Kooperationspartner vor Ort ist der Offenbacher Pfarrer Klaus Denner, der in der Region in einer früheren Missionsstation ein Selbsthilfeprojekt zur medizinischen und infrastrukturellen Versorgung der Bevölkerung betreibt. Er hat dort bereits ein Dorf erfolgreich mit Frischwasser versorgt.

„Natürlich müssen wir auch die Zustimmung des Hompa, dem Häuptling des Gciriku-Stammes, einholen. Zumal die Menschen viele Arbeiten, wie beispielsweise die Verlegung der Wasserleitungen, selbst verrichten sollen. „Wir wollen im Sommer die Materialien einkaufen und das Projekt dann ab Herbst umsetzen“, erklärt zu Jeddeloh. Dann werden bis zu 60 Meter tiefe Brunnen gebohrt, aus denen Pumpen sauberes Wasser in etwa 5000 Liter große Behälter fördern. Sie stehen auf drei Meter hohen Gestellen, diese Wassertürme, und bieten damit ausreichend Druck, um das Wasser über Wasserleitungen an sogenannte Main-Points zu bringen. Von dort wird das Wasser in die Krals genannten Wohnanlagen geleitet.

Derzeit versorgen sich die Familien mit Wasser aus dem Okavango, der abseits der Regenzeit oft weit entfernt ist und kein sauberes Wasser führt. Auch Schule und Kindergarten, die derzeit ohne Wasser sind, sollen bald versorgt werden. „Daneben wird es Hygiene-Maßnahmen geben“, erläutert zu Jeddeloh. Zudem solle die Dorfbevölkerung den verantwortungsvollen Umgang mit dem Wasser lernen: „Wir müssen ein Bewusstsein für diese kostbare Ressource schaffen.“

Informationen über Namibia

Namibia mit der Hauptstadt Windhoek liegt im Süden Afrikas zwischen Angola, Sambia, Botswana, Südafrika und dem Atlantischen Ozean und hat rund zwei Millionen Einwohner.

Das Staatsgebiet umfasst etwa 824 292 km² und ist damit gut doppelt so groß wie Deutschland.

Der Name leitet sich von der Wüste Namib ab, die den ganzen Küstenraum des Landes einnimmt.

Im 19. Jahrhundert wurde das Land zur Kolonie Deutsch-Südwestafrika und nach dem ersten Weltkrieg Südafrika zur Verwaltung übergeben.

Bis zur Unabhängigkeit 1990 hielt die Südafrikanische Union trotz intensiver Bemühungen und eines langen Kampfes das Land besetzt.

Informationen über Namibia

Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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