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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Fahrraddiebstähle: Schadenssumme mindestens 160 000 Euro

29.06.2010

AMMERLAND Die Edewecher Polizei ermittelt jetzt gegen drei Männer, die hochwertige Fahrräder und Fahrradzubehör gestohlen, unterschlagen und verkauft haben sollen. Bislang waren zwei Oldenburger ins Visier der Beamten geraten. Beide waren bei der Edewechter Firma Sport Import beschäftigt, bei der die hochwertigen Räder und Zubehörteile gestohlen bzw. unterschlagen wurden. Bei einem 28-jährigen Oldenburger, der früher ein knappes Jahr bei Sport Import tätig war, hatte die Polizei bei einer Hausdurchsuchung Diebesgut im Wert von 40 000 Euro gefunden.

Beute verkauft

Erfolgreich waren die Beamten auch bei einem anderen Firmenmitarbeiter, einem 29-jährigen Oldenburger. Auch hier konnte die Polizei Diebesgut sicherstellen, der Wert beläuft sich auf rund 10 000 Euro. Außerdem können die Beamten dem 29-Jährigen, dem fristlos gekündigt wurde, auch einen Internethandel mit Diebesgut im Wert von ebenfalls rund 10 000 Euro nachweisen. Da bei dem 29-Jährigen zudem geringe Mengen Betäubungsmittel gefunden wurden, muss sich der Oldenburger auch wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten.

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Bei einer Pressekonferenz im Zwischenahner Polizieikommissariat wurden am Montag noch weitere Ermittlungsergebnisse vorgestellt. Wie der stellvertretende Zwischenahner Kommissariatsleiter, Kriminalhauptkommissar Matthias Piszcan, ausführte, habe man vergangenen Freitag einen Hinweis auf einen weiteren Oldenburger erhalten, bei dem – ebenfalls im großen Umfang – Diebesgut lagern sollte. Bei der Hausdurchsuchung sei die Edewechter Polizei erneut fündig geworden: Hochwertige Fahrräder und Fahrradzubehör im Wert von 100 000 Euro hatte der 27-Jährige im Kellerraum gehortet. Mit einem Klein-Lkw wurde die Beute abtransportiert.

Wie der zuständige Sachbearbeiter für Fahrraddiebstähle in Edewecht, Polizeioberkomissar Klaus Heinemann, ausführte, hätten die Beschuldigten immer wieder Möglichkeiten genutzt, um Fahrräder und Fahrradteile aus den Lagerräumen von Sport Import zu entwenden. Nur Eingeweihten oder Mitarbeiterin sei es möglich gewesen, die Waren unbemerkt zur Seite zu schaffen und aus der Firma zu schmuggeln. So seien Räder, die bei Messen oder sonstigen Veranstaltungen präsentiert wurden, bei der Rücklieferung nach Edewecht „abgezweigt“, teilweise zerlegt und in Einzelteilen verkauft worden. Die sichergestellten Waren müssten, so Heinemann, jetzt alle erfasst und die „Vertriebswege“ ermittelt werden. Bei der Aufklärung der Straftaten arbeite man eng mit dem geschädigten Edewechter Unternehmen zusammen, mit dessen Mitarbeiter man klären werde, wann und wo die Räder und Radzubehörteile entwendet oder unterschlagen wurden.

Firmenvertreter als Gäste

Erstmals nahmen mit Vertretern der Firma Sport Import auch Mitarbeiter einer geschädigten Firma an einer Pressekonferenz der Polizei teil. Wie Stefan Scheitz, Prokurist bei Sport Import, ausführte, hätten die Vorfälle in der Firma, die täglich 300 bis 400 Pakete mit jeweils 10 bis 30 Einzelteilen verschicke, dazu geführt, dass Arbeitsabläufe, Arbeitszeiten und Kontrollmechanismen komplett überarbeitet und verbessert wurden. Positiv sei, dass man nun durch eine neue Halle andere Möglichkeiten der Arbeitsorganisation habe.

Es sei der Beharrlichkeit der Edewechter Kollegen zu verdanken, dass man diese Ermittlungserfolge feiern könne, lobte der Leiter des Zentralen Kriminaldienstes Oldenburg Stadt-Ammerland, Kriminaldirektor Heinz Hensel. Bereits seit 2007 seien in Edewecht hochwertige Räder aufgetaucht, bei denen sich dann herausstellte, dass sie gestohlen worden waren. Bewährt habe sich auch das Konzept, in den Dienststellen Sachbearbeiter zu Schwerpunktthemen, wie z.B. Fahrraddiebstähle, einzusetzen.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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