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Landwirtschaft: Schlechte Stimmung auf Höfen

13.04.2015

Spohle Die Entwicklung des ländlichen Raums ist auch bei den Landfrauen ein zentrales Thema. Demographischer Wandel, die medizinische Versorgung auf dem Land, Mobilität oder auch die Integration nicht nur von Kriegsflüchtlingen sind Themen, denen sich die Landfrauen auch in Weser-Ems verschrieben haben. Darauf machte die Vorsitzende des Landfrauenverbandes Weser-Ems, Agnes Witschen, bei einem Treffen mit den SPD-Landtagsabgeordneten Sigrid Rakow (Edewecht), Karin Logemann Berne) und Renate Geuter (Friesoythe) im Mölkhus von Margrit Osterloh in Spohle aufmerksam.

Die Politikerinnen wollten sich vor Ort ein Bild davon machen, was der ländliche Raum braucht. „Die Landfrauen sind ein wichtiger Teil des ländlichen Raums“, machte Rakow darauf aufmerksam, dass allein im Landfrauenverband Weser-Ems gut 30 000 Frauen in 189 Landfrauenvereinen organisiert und wichtiger Ansprechpartner auch für die Politik sind.

Agnes Witschen kündigte für den Herbst sechs Treffen in den fünf Bezirken des Landfrauenverbandes in Weser-Ems an, bei denen sich Vertreterinnen aller Ortsverbände mit dem Thema „Inte­gration“ befassen wollen. „Wir wollen herausfinden, was wir tun können bei der Integration von Menschen, die zu uns kommen“, erklärte die Vorsitzende.

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Große Sorgen bereite den Landfrauen derzeit die schlechte Stimmung auf den Höfen, sprach Witschen ein Thema an, das auch beim Landvolk für Unruhe sorgt: das Bild der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit. „Landwirtschaft ist ein komplexes Thema, das oft sehr vereinfacht dargestellt wird“, sagte Witschen. „Pauschale Diffamierungen“ hinterließen ihre Spuren in den Familien.

Um den Menschen einen Einblick in die moderne Landwirtschaft und das Leben auf einem modernen Hof zu geben, wollen die Landfrauen auch im kommenden Sommer wieder die Aktion „Frühstück sucht Gast“ anbieten, kündigte die Vorsitzende des Landfrauenverbandes an.

Zuvor hatten die Landtagsabgeordneten den Hof von Eike Krause in Wittenriede besichtigt. Krause hat 130 Milchkühe und nutzt seit zehn Jahren homöopathische Mittel im Stall und seit fünf Jahren Effektive Mikroorganismen. Letztere können die Darmflora auch der Milchkühe positiv beeinflussen und helfen, dass die Tiere ihre Nahrung besser verdauen. Krause hatte bereits beim zweiten Naturheilkunde-Forum für Rindviehhalter in Spohle erklärt, dass er mit dem Einsatz dieser Mittel gute Erfahrungen gemacht hatte. Er verfährt nach dem Prinzip: „So viel Naturheilkunde wie möglich, so wenig Schulmedizin wie nötig.“ Auch Krause hatte an den Gesetzgeber appelliert, mehr homöopathische Mittel für die Anwendung bei Lebensmittel liefernden Tieren zuzulassen als bislang. In diesem Zusammenhang verwiesen Renate Geu­ter, Karin Logemann und Sigrid Rakow auf eine in Arbeit befindliche europäische Richtlinie für den Arzneimitteleinsatz in der Nutztierhaltung, in der der Einsatz von homöopathischen Mitteln gar nicht mehr vorgesehen sei. „Hier gilt es, rechtzeitig gegenzusteuern“, waren sich Politikerinnen und Landfrauen einig.

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