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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Beschäftigung: Schwere Zeiten für Arbeitgeber

01.06.2017

Bad Zwischenahn /Ammerland Dass sie in diesem Jahr eine Arbeitslosenquote mit einer Drei vor dem Komma vermelden könnten, hatten weder Kevin Schmidt noch Ralph Geerdes erwartet: Der Leiter der Bad Zwischenahner Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit und der Leiter des Jobcenters im Landkreis Ammerland hatten am Mittwoch gute Nachrichten: Mit 3,9 Prozent (4,3 im April) liegt die Arbeitslosenquote nach Monaten mit schlechteren Werten wieder auf dem Niveau des Vorjahresmonats. Die Zahl der Arbeitslosen hat sich von April auf Mai um 192 Personen auf 2562 verringert. Das sind zwar 33 mehr als im Mai 2016 – an der Freude über die anhaltende Belebung auf dem Arbeitsmarkt ändert das aber nichts.

Viele neue Stellen

Die gute Entwicklung betrifft sowohl die Agentur für Arbeit als auch das Jobcenter. Obwohl weiterhin viele Flüchtlinge ohne Job sind, sank auch die Zahl der arbeitslosen Ausländer von 563 auf 457. Ohne die Flüchtlinge, die neu in die Statistik gekommen sind, wäre die Arbeitslosenquote im Ammerland derzeit sogar deutlich unter der des Vorjahres.

Und die Aussichten werden auch in den kommenden Monaten nicht schlechter, zumindest für Menschen auf Jobsuche. Viele Betriebe suchen Mitarbeiter. Die Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen ist weiter steigend: Seit Januar gingen 1334 Stellen neu ein, 103 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Viele Betriebe würden bei der Suche nach neuem Personal immer kreativer berichteten Geerdes und David Icke vom Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur.

Nachholbedarf

Ausgerechnet in den Branchen mit den größten Fachkräfte-Sorgen sieht der Leiter des Jobcenters aber den größten Nachholbedarf. Mit der Pflegebranche, ebenso wie mit dem Hotel- und Gaststättenbereich ging der Jobcenter-Leiter hart ins Gericht.

Zwar gebe es Netzwerke wie die Pflege-Connection, eine Plattform, mit der mehr junge Menschen für Pflegeberufe begeistert werden sollen. Wenn es aber darum gehe, Auszubildende für Messen abzustellen, sei dazu kaum ein Betrieb bereit. Dabei interessierten sich viele junge Menschen für die Pflegeberufe, das ergebe sich eindeutig aus den vollen Pflegeschulen. „Die Pflege schafft es dann aber, die jungen Leute innerhalb kürzester Zeit zu vergraulen“, so Geerdes.

Harter Umgang

Im Hotel- und Gaststättengewerbe sei ein extrem harter Umgang mit dem Nachwuchs nach wie vor an der Tagesordnung. Unangenehme Arbeitszeiten und niedrige Bezahlung bleiben auch nach der Ausbildung ein Problem. Und dann so Geerdes, gebe es ja Gastronomen, die auch noch das Trinkgeld einfordern, dass ihre Mitarbeiter bekommen. Kein Wunder also, dass auch hier viele Arbeitnehmer sich schnell wieder in eine andere Richtung orientieren.

Jobcenter springt ein

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Aber auch andere Arbeitgeber hätten die Zeichen der Zeit offenbar noch nicht erkannt. Immer wieder komme es vor, das Langzeitarbeitslose zwar eine Job-Perspektive haben, aber nur wenn sie auch entsprechend mobil seien.

Kaum ein Arbeitgeber sei aber bereit, diesen Menschen, die keine finanziellen Reserven haben, etwa für den Führerscheinerwerb oder den Kauf eines Autos einen Vorschuss zu gewähren. Bevor aus dem Job nichts werde, springe dann das Jobcenter mit einer entsprechenden Unterstützung ein.

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Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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