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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

So soll der Betrieb im Riesenstall ablaufen

12.07.2013

Rastede Dem Bauantrag von Landwirt Christian Meyer-Hullmann ist zu entnehmen, wie in der geplanten Stallanlage in Kleibrok (NWZ  berichtete) Milch produziert werden soll.

Im sogenannten Reprostall werden die kalbenden Milchkühe darauf vorbereitet, Milch zu geben. Nachdem die Kälber geboren sind, werden sie in die Kälberiglus gebracht. Die Kühe werden nach einer Übergangsphase in die Milchgebende Herde eingegliedert, die in den beiden geplanten Milchviehställen untergebracht ist.

Die produzierte Milch soll alle zwei Tage von einem Milchsammelwagen abgeholt werden. In der Zwischenzeit wird sie gekühlt in einem 30 000 Liter fassenden Hochtank gelagert.

Die weiblichen Kälber sollen nach 14 Tagen an einen Aufzuchtbetrieb verkauft werden, die männlichen Kälber werden im Alter von 14 Tagen zur Mast verkauft.

Geplant ist, die Färsen – das sind geschlechtsreife weibliche Rinder, die noch keine Kälber geboren haben – im Alter von 23 Monaten hochträchtig vom Aufzuchtbetrieb zurückzukaufen. So soll der Bestand aufgestockt werden. Ist dies erfolgt, werden die nicht benötigten Färsen als Zuchtvieh vermarktet.

Gras für Silage soll auf eigenen Flächen erzeugt werden, während Maissilage und Kraftfutter zugekauft werden. Die anfallenden Exkremente werden in zwei Güllebehälter gepumpt, die Gülle in der betriebseigenen Biogasanlage verwertet. Das gilt ebenso für den Festmist aus dem Reprostall und den Kälberiglus.

In der Anlage sollen elf Vollzeit- und mehrere Teilzeitarbeitsplätze entstehen.