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NWZonline.de Region

So viel Müll wird achtlos im Park entsorgt

11.03.2016

Rastede Vor einigen Wochen stand plötzlich eine ältere Dame in der kleinen Hütte, die der Rasteder Waldkindergartengruppe „Waldis“ als Anlaufstelle dient. Sie sagte, ihr Hund brauche Hilfe. In einem Gestrüpp am Rande des Schlossparks habe er sich in Stacheldraht verfangen. Sein Jaulen war bis zur Hütte zu hören.

„Wir haben den Hund freigeschnitten“, erzählt Erzieher Tim Lauterbach am Donnerstag. Dann senkt er die Stimme und fügt an: „Er hat geblutet.“ Der Vorfall war für die „Waldis“ der Anlass, erstmals eine Müllsammelaktion im Park zu veranstalten – gemeinsam mit den beiden anderen Waldkindergartengruppen, den Waldigeln und den Waldfinken.

Die Kinder und ihre Erzieher haben sich soeben mitten im Park auf den Waldboden gesetzt. In der Mitte des Sitzkreises liegen gleich mehrere prall gefüllte blaue Müllsäcke und andere Fundstücke. „Wir haben ganz viel Müll gefunden“, ruft eines der Kinder, die zum Teil mit selbstgebastelten „Müllangeln“ ausgestattet waren, um den achtlos weggeworfenen Unrat zu beseitigen. „Die Tiere könnten sterben“, weiß eines der Kinder, warum man seinen Müll nicht einfach in den Wald werfen sollte.

Lauterbach erzählt daraufhin die Geschichte eines Igels, der durch den süßen Geruch eines weggeworfenen Joghurtbechers angelockt worden war. „Wenn der Igel im Becher stecken bleibt, kann er sterben“, sagt der Erzieher. Aus dem Ellernteich habe man auch schon mal ein langes Band gezogen, das Wasservögeln den Hals abschnüren könnte. „Fundstücke“ bei der Sammelaktion am Donnerstag: ein hölzerner Fensterrahmen, eine Decke, jede Menge Flaschen und anderes mehr.

„Da kann man fast nicht gegen ansammeln“, sagt Lauterbach. Doch nicht nur im Park selbst finden er und die Kinder immer wieder Müll. Auch rund um die Hütte, wo die „Waldis“ spielen, sieht es nicht besser aus. Hunde erledigen dort mal ihr Geschäft, Zigarettenkippen werden auf dem Spielplatz hinterlassen oder leere Getränkeflaschen. „Das ist einfach schade“, sagt der Erzieher. Es dürfte nicht die letzte Müllsammelaktion gewesen sein.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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