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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Später Starkregen sorgt Segler und Wasseracht

17.05.2014

Bad Zwischenahn Seit vielen Jahren hat Helmut Staak ein Boot am Zwischenahner Meer liegen. Und in all den Jahren habe es das nicht gegeben, was den Seglern dieser Tage Sorge bereitet: Der Wasserstand ist durch die Starkregenfälle so schnell und stark angestiegen, dass Stege nahezu unter Wasser stehen und Boote drohen, beschädigt zu werden. „Zehn Zentimeter sind ja normal“, so Staak. 40 bis 50 Zentimeter seien es nicht mehr. „Damit rechnet doch keiner.“ Die Folge: Viele Segler hätten ihre Boote zu kurz angebunden, so dass diese bei steigendem Pegel nicht hätten mit auftreiben können.

Von tatsächlichen Schäden haben weder Landkreis noch Wasseracht bisher gehört. Von dem Problem schon: „Ende April hatten wir einen Pegel von 5,25 Meter“, erläutert Richard Eckhoff, Geschäftsführer der Ammerländer Wasseracht. Um für die Sommermonate ausreichend Wasser im Zwischenahner Meer zu haben, habe man bei einsetzendem Regen das Wasser auf 5,33 Meter ansteigen lassen. „Das ist knapp unter dem normalen Wert im Frühjahr.“

Was dann passierte, habe niemand voraussehen können. Nach dem trockenen Winter und Frühjahr habe es binnen weniger Tage 75 Liter pro Quadratmeter geregnet. Innerhalb von drei Tagen sei der Pegel von 5,33 auf 5,60 Meter angestiegen. Das sei zwar deutlich unterhalb der erlaubten maximalen Einstauhöhe von 5,80 Meter. Die werde aber nicht einmal im Winter erreicht. Beim Hochwasser im Januar 2013 habe der höchste Pegelstand 5,74 Meter betragen – ohne Boote auf dem Meer.

Für einen Mai sind 5,60 Meter hingegen vollkommen ungewöhnlich: „Das habe ich in meinen 20 Jahren noch nicht erlebt“, räumt Eckhoff ein. Aktuell waren es am Freitag noch 5,55 Meter.

Zwar fließt das Wasser über Aue und Speckener Bäke derzeit ab. Mehr und schneller gehe es aber nicht. Nur im Notfall dürfe die maximal erlaubte Abflussmenge von vier Kubikmeter pro Sekunde aber überschritten werden. „Sonst bekommen wir in Edewecht und Scheps Probleme. Da müssen wir auch auf die bebauten Gebiete gucken.“ Bis rund eine Million Kubikmeter abgeflossen und der Pegel somit um rund 20 Zentimeter auf den Zielwert von 5,35 Meter gesunken seien, dürfte es eine Woche dauern, schätzt Eckhoff – vorausgesetzt es setzt kein Starkregen ein.

Derartige Starkregenereignisse mit Hochwasserspitzen würden aller Voraussicht nach aber häufiger, so Eckhoff. Deshalb sei es an der Zeit, die Prognosen zu überdenken. An einem Gewässerentwicklungsplan (GEPL) werde derzeit bereits gearbeitet.

Markus Minten
Redaktionsleitung Brake
Redaktion Brake
Tel:
04401 9988 2301

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Wasseracht | Ammerländer Wasseracht

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