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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Statt Notunterkunft moderner Zweckbau

23.11.2016

Vreschen-Bokel Das Jahr 2017 wird für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Bokel-Augustfehn ein besonderes werden: Ab Frühsommer 2017 werden die Feuerwehrleute endlich über einen modernen Zweckbau verfügen. Dieser entsteht an der Hauptstraße 615 in Vreschen-Bokel, direkt gegenüber dem alten Feuerwehrgerätehaus.

Dieses ist nach Angaben von Ortsbrandmeister Mario Borchers bereits 60 Jahre alt. Vor 36 Jahren wurde vor das Feuerwehrhaus ein Anbau mit Fahrzeughalle und vier Toren gebaut. „Das war eigentlich eine Behelfslösung, die nur zwei Jahre Bestand haben sollte, und dann sollte die Wehr ein neues Feuerwehrhaus erhalten“, sagt Borchers.

Auf den zeitgemäßen Ersatz wird seitdem gewartet. Doch der finanzielle Spielraum der Gemeinde war und ist eng. Jahr um Jahr verstrich, die Feuerwehrtechnik wurde immer vielfältiger, die Fahrzeuge wurden größer, die Feuerwehrrichtlinien veränderten sich und die Anforderungen an die Feuerwehrleute wuchsen.

Das Feuerwehrgerätehaus platzt aus allen Nähten, bei Dienstabenden gibt es gerade für 35 Mitglieder Stühle, alle anderen müssen auf Tischen oder Fensterbänken sitzen. Zwei Toiletten stehen in der von Feuerwehrleuten umgebauten ehemaligen Hausmeisterwohnung für die mitgliederstarke Wehr (68 Aktive, 24 Alterskameraden, 23 Jugendliche) zur Verfügung.

Bei Einsätzen müssen laut Vorgabe der Feuerwehrunfallkasse zunächst die Fahrzeuge aus den Hallen gefahren werden, dann erst können die Feuerwehrleute ihre Einsatzkleidung anziehen.

Diese Zeiten sind in einem halben Jahr vorbei. „Wir freuen uns riesig, dass der Gemeinderat einen modernen Zweckbau beschlossen hat und unsere Anregungen in die Planung mitaufgenommen wurden“, so Borchers.

Eine breite Zu- und Ausfahrt, eine Fahrzeughalle mit vier Toren, Lager, Sozialräume, gute Umkleidemöglichkeiten, Duschen, Werkstatt und Versammlungsraum gehören zum Neubauprojekt.

Rund 1,4 Millionen Euro soll der Gebäudekomplex nach Angaben von Apens Bauamtsleiter Rolf Siems kosten. Von seiner äußeren Gestaltung füge sich der Neubau gut ins Ortsbild ein.

Wie Siems zum Baufortschritt ausführte, seien zu Wochenbeginn die Rohbauarbeiten weitestehend abgeschlossen worden. Das Stahlgerüst für die Bedachung wurde zwischenzeitlich montiert, so dass das Dach Ende November/Anfang Dezember aufgebracht werden könne. Anschließend würden Fenster und Tore moniert, so dass das Gebäude winterfest werde.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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