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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

        tiere: Ach, du Scheiche! In Dubai wollen sie Südbäker Hühner

08.12.2017

Südbäke /Wahnbek Ob das Huhn wohl in einen Topf mit schwarzer Farbe gefallen ist? Schwarzes Gefieder, schwarze Haut und schwarze Krallen lassen diesen Gedanken im ersten Moment gar nicht so abwegig erscheinen. Doch tatsächlich sind die Hühner, die Christopher Jacobs auf seinem Hof in Südbäke züchtet, von Natur aus komplett schwarz. „Das ist das Ungewöhnliche, was es bei keiner anderen Rasse gibt“, sagt der 31-Jährige. „Selbst das Fleisch ist dunkel.“

Dieses Wochenende Geflügelschau

Der Geflügelzüchterverein Rastede veranstaltet nach zwei Jahren Pause wieder eine Geflügelschau. Sie findet an diesem Samstag und Sonntag, 9. und 10. Dezember, jeweils in der Zeit von 9 bis 16 Uhr in Wahnbek statt. Der Kaninchenzuchtverein I 89 Wahnbek stellt den Geflügelzüchtern sein Vereinsheim am Goosbarg zur Verfügung. Der Eintritt ist frei.

Mehr als 140 Tiere werden ausgestellt, darunter die in Deutschland selten zu sehenden Appenzeller Spitzhauben. Auch Jersey Giants und die komplett schwarzen Ayam Cemani werden zu sehen sein. Hinzu kommen Tauben, große Hühner und Zwerghühner.

Zur offiziellen Eröffnung wird Bürgermeister Dieter von Essen am Samstag um 10 Uhr erwartet. Besucher können auch an einer Tombola teilnehmen und sich Kaffee und Kuchen schmecken lassen.

Und weil das Huhn auffälliger nicht sein könnte, findet Jacobs auch ungewöhnliche Abnehmer für seine Tiere. „90 Prozent verkaufe ich nach Dubai“, erzählt er. Warum das Interesse im Land der Scheichs so groß ist, kann er dabei auch nur raten. „Solche Tiere gibt es dort nicht. Vermutlich wollen sie gerne etwas Seltenes haben“, sagt er.

Die schwarzen Hühner heißen Ayam Cemani, ursprünglich stammt die Rasse aus Indonesien. Vor fünf Jahren entdeckte Jacobs die Tiere im Internet. „Da habe ich noch gar nicht gewusst, dass die so selten sind“, erinnert er sich. Der Südbäker, der auch 2. Vorsitzender des Rasteder Geflügelzüchtervereins ist, kaufte sich ein Paar und begann mit der Zucht.

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Anfangs gingen seine Ayam Cemani nach Belgien, Dänemark und Schweden. Züchter aus diesen Ländern reisten zum Teil extra nach Südbäke, um die schwarzen Hühner in Augenschein zu nehmen. „Heute verkaufe ich meine Hühner weltweit“, berichtet der 31-Jährige. Reich werde er damit zwar nicht, für einzelne Tiere bekommt er aber schon mal um die 70 Euro. „So kann ich mein Hobby finanzieren“, sagt er.

Über seinen Opa kam Jacobs zur Tierzucht. „Mein Opa hatte immer Hühner und Kaninchen“, schildert er. Vom Baumschulisten Dieter von Essen aus Rastede erhielt Jacobs dann seine ersten Jersey Giants. Diese Rasse züchtet der Südbäker neben den Ayam Cemani noch heute – in drei Farben: weiß, blau gesäumt und schwarz. „Insgesamt züchte ich pro Jahr etwa 200 bis 250 Tiere“, sagt er.

Mit seinen Jersey Giants wurde Jacobs bereits Norddeutscher Meister. Außerdem erhielt er das „Blaue Band“: die höchste Auszeichnung für ein Einzeltier. Im kommenden Jahr will er seine Tiere auf der Europashow in Dänemark präsentieren. Und Jacobs ist ehrgeizig: „Ich will der Beste werden und die Rasse weiterbringen“, sagt der Mann, der fast ausschließlich auf großen Schauen vertreten ist.

Wer einen Blick auf die ungewöhnlichen Tiere aus dem Stall des Südbäkers werfen möchte, hat dazu an diesem Wochenende aber auch in kleinerem Rahmen Gelegenheit. Jacobs zeigt seine Hühner bei der Geflügelschau in Wahnbek (siehe Infokasten).

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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