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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Mehrheit stimmt für das umstrittene Baugebiet

22.11.2018

Tange „Warum soll man sich überhaupt noch in Nordloh/Tange engagieren? Warum sollte man umfangreiche Stellungnahmen schreiben, wenn sie von einem Planungsbüro sowieso alle vom Tisch gewischt werden?“ fragen Mitglieder der Interessengemeinschaft gegen Altona II. „Warum nur hat man seine Freizeit geopfert, um zu verdeutlichen, dass nicht einzelne, sondern viele gegen die Erweiterung von Altona II sind und hat 103 Unterschriften gesammelt, die als Votum nicht berücksichtigt wurden? Warum kann man nicht nochmals miteinander reden, um gemeinsam nach Baumöglichkeiten zu suchen, das hätte der SPD/CDU-Mehrheitsgruppe nichts gekostet? Stattdessen werden engagierte Leute als Egoisten beschimpft.“

Mehrheit für Baugebiet

Der Frust ist groß bei manchem Tanger und Nordloher: Mehrheitlich mit 6:3 Stimmen hat sich der Aper Bau- und Planungsausschuss im Tanger Dörpshus dafür ausgesprochen, dass das Baugebiet Altona in Tange um neun bis zehn Bauplätze erweitert und dafür eine 1,2 Hektar große Ackerfläche Ecke Bucksander Weg/Schedemannweg zu Bauland umgewandelt werden soll.

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Dorffrieden gefährdet

Apens Bauamtsleiter Peter Rosendahl sagte, dass die Verwaltung auch andere Standorte geprüft habe. Aufgrund des Immissionsschutzbereiches eines landwirtschaftlichen Betriebes sei eine Wohnbebauung nördlich der Tanger Hauptstraße/Moorstraße nicht möglich. Eine Bebauung an der Deichstraße schlösse die Deichschutzzone aus. Hohe Erschließungskosten und Probleme mit Schmutz- und Regenwasser sprächen gegen die Erweiterung der Delger-Siedlung. Eine mögliche Bebauung nahe der Nordloher Schule und der Kita würde zu einer nicht gewollten Splittersiedlung führen. Im Zuge des Verfahrens seien der Gemeinde weitere Flächen angeboten worden, die jedoch noch nicht geprüft wurden.

Rita Abel (Oldenburger Planungsbüro NWP) erläuterte die Stellungnahmen der am Bauleitverfahren beteiligten Behörden und die Eingaben der Bürger, darunter 120 Stellungnahmen (davon 103 Unterschriften) gegen und eine für das Baugebiet. Konflikte mit Immissionen würden von Behörden nicht gesehen, die Geruchsprognosen durch eine nahe Baumschule inklusive Tierbestand lägen unter den vorgeschriebenen Werten. Die Fläche, die Landwirte verlören, sei mit mit 1,2 Hektar relativ klein, die Entwässerung und Erschließung seien geregelt, und von Vorteil sei es, dass man ein vorhandenes Baugebiet erweitere.

Was die Einwände von Bürgern beträfe könne man durch Vergaberichtlinien sicherstellen, dass Leute aus dem Dorf bevorzugt würden, wenn ein Ausbau der Straßen erfolgen solle, würden Anlieger nicht finanziell hinzugezogen, Entfernungen zu Bushaltestellen seien zumutbar und ein befürchteter weiterer Rückgang von Vögeln sei nicht auf das kleine Baugebiet für Einfamilienhäuser auf rund 1000 Quadratmeter großen Grundstücken, sondern auf andere Faktoren (z.B. intensive Landwirtschaft) zurückzuführen. Aus fachlicher Sicht spräche hier nichts gegen einen Bebauungsplan.

Zwei Vorschläge

Zwei Vorschläge standen dem Ausschuss zur Wahl: Zum einen, das seit Jahren umstrittene Baugebiet an dieser Stelle zu befürworten, zum anderen das Bauleitverfahren ruhen zu lassen und damit die 103 Unterschriften der Interessengemeinschaft zum Anlass zu nehmen, nach einer Alternativfläche in Nordloh und Tange zu suchen.

Dass sich der Rat lange mit Baumöglichkeiten in Tange/Nordloh beschäftigt habe und dabei stets landwirtschaftliche Flächen verloren gingen, sagten Markus Behrends (CDU) und Johann Hasselhorst (SPD). Letzterer riet, aus Kostengründen auch kleinere Grundstücke in Altona II anzubieten.

Behrens und auch Anja Ehlers (SPD) meinten, dass auch bei Alternativflächen ähnliche Einwände wie wie jetzt bei Altona II kommen würden und man das Problem nur vertage. Nach Ansicht von Anja Ehlers seien bei jeder Entscheidung Bürger betroffen, hier hätten sich ein paar Egoisten gegen das Vorhaben gewendet, dagegen stünde eine große Anzahl von Bauinteressenten und viele, die für das Baugebiet seien, aber sich nicht meldeten.

Rat fällt Entscheidung

Renate Brand (Grüne) meinte, dass es nach der Abwägung keine Argumente mehr gegen Altona II gäbe. Deshalb votiere auch sie für Vorschlag 1. Sollte es jedoch bis zur Ratssitzung „weiter Theater um das Thema geben“, würde die Gruppe Grüne/Linke dagegen stimmen.

Klaus Harms und Hartmut Orth (beide UWG) sagten, dass man nach der Unterschriftenaktion und um einen Beitrag zum dörflichen Frieden zu leisten, nochmals nach Alternativen Ausschau halten solle. Sie stimmten für Vorschlag 2.

Die endgültige Entscheidung fällt der Rat am 11. Dezember.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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