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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Unterschriftenlisten gegen den Windpark

22.03.2014

Husbäke „Kompromissbereit sind die Anwohner des Vehnemoors, mit denen ich gesprochen habe, nicht, wenn es um einen Windpark am Hogenset in Husbäke geht“, sagt der Husbäker Matthias Elsner. „Wir wollen nicht, dass sechs bis acht Windkraftanlagen dort installiert werden können, die bis zu 200 Meter hoch sein dürfen und damit höher wären als der Kölner Dom mit seinen 157 Metern.“

Wie berichtet, möchte ein Investor auf Flächen am Husbäker Hogenset, die direkt ans „Barwische Meer“ des Vehnemoores grenzen, einen Windpark errichten. Denn dieses Gelände am „Südlichen Küstenkanal“ gilt nach der Ammerländer Potenzialstudie als besonders geeignet für Windkraftanlagen.

Klares Votum

Der Widerstand gegen das Vorhaben formiert sich. Kürzlich fand in der Dorfgemeinschaftsanlage in Husbäke eine Versammlung für Anwohner des Vehnemoores statt, bei der man sich, so Matthias Elsner, klar gegen solche Pläne ausgesprochen habe. Durch Windkraftanlagen befürchte man massiven Lärm Tag und Nacht, rotes Blitzfeuer als Flugsicherung abends und des Nachts, ständigen Schattenschlag, mögliche gesundheitliche Probleme und einen massiven Wertverlust von Häusern und Grundstücken. Außerdem sei ein möglicher Windpark eine Gefahr für das etwa 1700 Hektar große Naturschutzgebiet Vehnemoor, das wieder eines der größten zusammenhängende Moorgebiete ganz Deutschlands werden könne, wird argumentiert. Durch einen Windpark direkt neben dem Naturschutzgebiet sei jedoch eine hoffnungsvolle Entwicklung zu einer weiten Moorlandschaft gefährdet. Die inzwischen wiedervernässten Flächen des Moores zeichneten sich durch viele schützenswerte Pflanzen und Tiere aus und hätten sich zu einem Zugvogelrastplatz von internationaler Bedeutung entwickelt.

Ihren Protest gegen einen möglichen Windpark formulieren Bürgerinnen und Bürger nun auch in Unterschriftenlisten, die nach Angaben von Elsner Ende des Monats im Edewechter Rathaus übergeben werden sollen.

Gespräch mit Rakow

In Briefen an Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne), Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) und die Edewechter Landtagsabgeordnete Sigrid Rakow (SPD) habe man, so der Husbäker ferner, die Problematik geschildert und um Unterstützung gebeten. Erfreut zeigte sich Elsner darüber, dass sich die Edewechter Landtagsabgeordnete Rakow umgehend nach der Post gemeldet habe und zu einem Gespräch bereit sei. „Wir hoffen, dass wir mit vereinten Kräften einen Windpark am Husbäker Hogenset verhindern können“, so Elsner. Mut mache auch der Niedersächsische Landkreistag, der sich mit der Energiewende und dem Bau weiterer Windkraftanlagen beschäftige und neue Abstandsregelungen befürworte. So hieß es in einem Entwurf, dass Windkraftanlagen von Brutvogelgebieten von nationaler, landesweiter und regionaler Bedeutung sowie von Gastvögellebensräumen von internationaler, nationaler und landesweiter Bedeutung mindestens 1200 Meter entfernt sein sollten.

Über konkrete Standorte für neue Windkraftanlagen im Gemeindegebiet wurde in den politischen Gremien noch nicht diskutiert. Am 28. April will sich der Bauausschuss des Rates in öffentlicher Sitzung damit beschäftigen.

Doris Grove-Mittwede
Redakteurin
Redaktion Westerstede
Tel:
04488 9988 2605

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