NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Rollende Redaktion: Verkehr bereitet vielen Bürgern Sorge

15.06.2013

Hahn-Lehmden Verkehrsprobleme, Grünflächenpflege und die Deutsche Bahn: Das waren die Themenschwerpunkte am Freitagvormittag bei der Rollenden Redaktion der NWZ , die erstmals in Hahn-Lehm­den Station machte. Zahlreiche Bürger nutzten die Gelegenheit und schauten vor dem „Edeka“-Markt an der Wilhelmshavener Straße vorbei.

Auf eine Unebenheit bei der Ampel in Höhe des Minchen Kroogs wies Hanna Harms hin. Die 82-Jährige aus Hahn-Lehmden überquert dort häufig die Straße mit ihrem Rollator. Den muss sie anheben, um das Hindernis zu überwinden. „Wenn ich Einkäufe dabei habe, ist das sehr schwer“, sagt sie.

Wer mit dem Auto vom Meenheitsweg auf die Wilhelmshavener Straße abbiegen will, kann die Straße kaum einsehen, sagt Gerold Hinrichs. „Sträucher versperren die Sicht. Die müssten unbedingt beschnitten werden“, meint der 59-Jährige aus Hahn-Lehmden. Sowohl Radfahrer als auch Autos, die aus Richtung Varel kommen, würde man viel zu spät sehen. „Da muss unbedingt was gemacht werden“, sagt Hinrichs.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Außerdem kritisiert er die Pflege der Grünflächen im Ort. Besonders entlang der Ortsdurchfahrt, aber auch in den Wohngebieten böten die Grünanlagen keinen schönen Anblick. „Der Bauhof lässt sich hier selten blicken“, sagt Hinrichs und meint, dass Hahn-Lehmden im Vergleich zum Kernort Rastede stiefmütterlich behandelt werde.

Weiterer Kritikpunkt: Auf nahezu allen Grünanlagen finden sich Hinterlassenschaften von Hunden. „Wir hatten vom Ortsbürgerverein eine Reinigungsaktion, bei der die Helfer Gummistiefel tragen mussten, weil sie permanent in Hundekot traten“, ärgert sich Hinrichs.

Er bedauert ferner, dass der Bahnhaltepunkt nicht realisiert werden konnte. Er glaubt, die Politik sei hier nicht mit genügend Nachdruck dabei gewesen. „Vielleicht gibt es ja noch mal einen neuen Anlauf“, hofft Hinrichs.

Eine Druckampel in Höhe des Schuhhauses Diers wünscht sich Heide Bäumer aus Hahn-Lehmden. „Dort ist soviel Verkehr, da kommt man kaum über die Straße, wenn man nicht so gut zu Fuß ist“, sagt die 70-Jährige.

„Da muss eine Ampel hin“, fordert auch Henriette Sager. Die 87-Jährige aus Hahn-Lehmden verweist auf die Bushaltestelle in diesem Bereich und auf viele Kinder, die hier die Wilhelmshavener Straße queren müssen, wenn sie zum Naturbad wollen.

Zu schnell gefahren wird auf dem Heideweg, schildert Anwohnerin Jessica Peters. Die 22-Jährige aus Hahn-Lehmden sorgt sich um die vielen kleinen Kinder, die dort spielen. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern werde ständig überschritten. Das hat auch Margret Koring beobachtet. Durch das Neubaugebiet am Ligusterweg habe sich die Situation noch verschlimmert, sagt die 57-Jährige aus Hahn-Lehmden.

Dass der Sackgassenbereich im Nethener Weg im Winter nicht vom Schnee befreit wird, moniert Gertrud Goldischewitz aus Hahn-Lehmden. „Die Straße wird überhaupt nicht freigemacht und wenn die Autos über den Schnee fahren wird es spiegelglatt. Für Ältere ist das sehr gefährlich“, so die 86-Jährige.

Die Gemeinde engagiert sich wenig im Bereich des Naturschutzes, meint Peter Schaal. „Westerstede will Bienenstadt werden, in Bad Zwischenahn ist viel in Bewegung und hier wird nur abgeholzt“, sagt der 69-Jährige aus Hahn-Lehmden. Besonders ärgert den Imker, dass die Bienen, die zurzeit fliegen, kaum Nahrung finden, weil die Bermen vollständig abgemäht werden.

Nach dem Umbau des Bahnübergangs Am Sternbusch sei dieser gefährlicher geworden, weil er nur noch durch Halbschranken gesichert ist und es kein akustisches Signal mehr gebe, klagt Schaal. Fußgänger nutzten zumeist den provisorischen Fußweg auf der Seite des Schuhhauses Diers. Doch gerade dort gäbe es keine Schranke.

Über den schlechten Zustand der Straße Zum Haltepunkt ärgert sich Lothar Steinert aus Nethen. Außerdem sei der Bürgersteig in Höhe des Autohauses ständig zugeparkt, so dass Fußgänger auf die Fahrbahn ausweichen müssen, sagt der 71-Jährige. Auch gegenüber vom Happyshop werde der Bürgersteig oft zugestellt, was Autofahrern die Sicht nehme.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/ammerland 
Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
Rufen Sie mich an:
04402 9988 2620
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.