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Rodung: Viel Holz vorm Kröger-Hof

16.02.2017

Metjendorf Auf dem Gelände rund um den alten Kröger-Hof in Metjendorf tut sich was. Bereits seit Anfang Januar wird dort gerodet, die alte Obstbaumwiese hinter dem Hof kommt weg. „Ende Februar sollen die Rodungsarbeiten auf dem Gelände abgeschlossen sein“, sagt der Metjendorfer Bauunternehmer Gerald Hoppmann. Seiner Firma gehört nun das gesamte Gelände – inklusive Kröger-Hof. Projektierer Rainer Gloy, der die Maßnahme angeschoben hatte, hat mit dem Projekt nichts mehr zu tun.

Nachdem der Gemeinderat im Oktober 2016 der entsprechenden Änderung des Bebauungsplans zugestimmt hatte, kann Hoppmann dort nun mit der Bebauung beginnen. Der Hof, der dem Denkmalschutz unterliegt, soll künftig eine Tagespflegeeinrichtung beherbergen. „Der Hofcharakter bleibt erhalten“, sagt Hoppmann. Das Gebäude befinde sich zwar noch in der Planungsphase, dennoch: Die beiden Nebengebäude sollen abgerissen werden, unterm Dach des Hofes sollen noch zwei kleinere Wohnungen entstehen, gab Hoppmann im Gespräch mit der NWZ  einen Zwischenstand.

Auf dem hinteren Teil des Geländes und neben dem Hof plant Hoppmann mit drei Wohngebäuden für Senioren auch für betreutes Wohnen. Jedes der Gebäude soll 13 bis 14 Wohnungen bieten – in Größen von 50 bis 100 Quadratmeter. „Die Wohnungen können natürlich auch gekauft werden“, sagt er.

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„Für den Baubeginn sowohl für die Wohngebäude als auch für den Kröger-Hof peilen wir Ende Mai dieses Jahres an“, sagt Hoppmann. Wenn alles glatt läuft, rechnet er mit der Fertigstellung des gesamten Komplexes im Frühjahr/Sommer kommenden Jahres.

Derzeit steht sein Unternehmen in Verhandlungen mit einem Träger für die Tagespflegeeinrichtung – und Hoppmann ist zuversichtlich, dass die Verhandlungen erfolgreich sein werden. Namen will er derzeit noch nicht nennen. Der Träger könnte jedoch auch die Betreuung von Senioren in den hinten liegenden Wohnungen leisten, kündigt Hoppmann, dem auch das Gebäude der Seniorenresidenz Mühlengrund in Metjendorf gehört, ein entsprechendes Angebot an.

Im Rahmen des im Oktober 2016 abgeschlossenen Bauleitplan-Verfahrens hatte es Widerstand gegen das Projekt gegeben. Eine Bürgerinitiative „Kröger-Hof/Alte Obstbaumwiese“ hatte eine Unterschriftenaktion gegen das Projekt gestartet und sich für die Erhaltung des alten Hofes und der Obstbaumwiese stark gemacht. Auch der bundesweite Verein „Interessengemeinschaft Bauernhaus“ votierte für den Erhalt des Hofes, eine der letzten noch verbliebenen Hofstellen aus den Anfängen Metjendorfs. Nachdem eine dendrochronologische Untersuchung sehr alte Balken im Hof ausgemacht hatte, griff der Denkmalsschutz. Damit war der einstige Plan, auf dem Gelände eine Pflegeeinrichtung zu bauen, vom Tisch: der Platz reichte dafür nicht mehr aus, weil der Hof bleiben musste. Nun soll’s eben eine Tagespflege werden.

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