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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Information: Vieles noch offen bei Stromtrasse

07.10.2015

Gristede Das Interesse war groß am Dienstagnachmittag. Netzbetreiber Tennet hatte im Gristeder Hof in Gristede von 14 bis 19 Uhr zum Bürger-Informationsmarkt eingeladen, um über den derzeitigen Stand der Planung für eine 380-kV-Stromleitung vom Umspannwerk in Conneforde über Cloppenburg bis nach Merzen (Kreis Osnabrück) zu informieren. Und bereits vor 14 Uhr kamen die ersten Interessierten, um sich ein Bild zu machen.

Sechs Infomärkte

Insgesamt sechs solcher Märkte bietet die Tennet bereits im Vorfeld des Raumordnungsverfahrens an – von Gristede bis ins Cloppenburgische. „Wir suchen das persönliche Gespräch mit den Einwohnern vor Ort und sammeln Hinweise für die nächsten Planungsschritte“, erklärte am Dienstag Catherin Krukenmeyer, Referentin für Bürgerbeteiligung bei der Tennet.

Dafür sind eine ganze Reihe von Mitarbeitern angereist – vom Projektleiter bis zu Fachmann für alle technischen Fragen. Pläne von noch sehr breit gefassten Trassenkorridoren und von ermittelten Raumwiderständen, die eine Trassenführung erschweren, sind auf Schauwänden zu begutachten. Bislang jedoch ist eine Entscheidung für eine Trasse noch längst nicht gefallen. Nächster Schritt: Das Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems, das das Raumordnungsverfahren vorbereitet, wird auch dem Netzbetreiber Tennet den weiteren Untersuchungsrahmen für das Projekt vorgeben, für das bislang vier sehr grob gefasste Trassenkorridore erarbeitet wurden. Einer orientiert sich auch am Verlauf der bereits bestehenden 220-kV-Leitung von Conneforde aus, die eben ersetzt werden soll, weil sie zukünftigen Ansprüchen beim Abtransport von Strom aus Windenergie von Land und vom Meer Richtung Süden nicht mehr genügen wird. Diese alte Leitung wird abgebaut, sobald die neue in Betrieb geht.

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Einwendungen kommen

Dirk Cording wohnt in Garnholt – lediglich 200 Meter von der alten Trasse entfernt. Falls die neue Leitung parallel zur alten gebaut werden sollte, dann könnte er ein Problem bekommen. Schließlich sähe die Abstandsregelung für die neue, mit deutliche höheren Masten ausgestattete Leitung im Außenbereich einen Abstand von 200 Metern zu einzelnen Wohngebäuden vor. „Da sind Einwendungen im Verfahren vorprogrammiert“, sagt Cording. Aber er kennt das Prozedere schon: Schließlich soll auch die geplante Küstenautobahn in seiner Nähe verlaufen. „In 20 Jahren werde wir unsere Landschaft nicht wiedererkennen“, sagt er.

Claudia Haake sorgt sich ebenfalls um Abstände. Schließlich wohnt die Gristederin nur rund 90 Meter von der alten Leitung entfernt. Sie wird an diesem Nachmittag etwas beruhigter nach Hause gehen, denn sie wohnt in einer Siedlung –  und da gilt die 400-Meter-Abstandsregelung als „ziemlich fix“, wie auch Bernhard Heidrich vom Amt für regionale Landesentwicklung erklärt. Besorgter ist Claudia Haake als Mitglied des Gristeder Ortsausschusses jedoch, wenn sie an Einwohner denkt, die im Außenbereich wohnen. Denn da gelten Abstände von nur 200 Metern, – und die sind nach Heidrichs Angaben nicht ganz so „in Stein gemeißelt“. Auch Cathherin Krukenmeyer spricht da – je nach Sachlage vor Ort – von „Einzelfallprüfungen“.

Erdverkabelung Thema

Auch Fragen zu einer möglichen Teil-Erdverkabelung werden an diesem Nachmittag diskutiert – obwohl eine Entscheidung des Bundestages dazu noch aussteht. So ist sie bislang in die Planungen der Tennet auch noch gar nicht eingeflossen, wie Catherin Krukenmeyer einräumt. Die geplante Leitung von Conneforde nach Merzen könnte zu einem Pilotprojekt für eine teilweise Erdverkabelung werden – falls der Bundestag entsprechend entscheidet.

Trotz des frühen Stadiums der Planungen mit noch vielen Unklarheiten: Die Informationspolitik von Tennet kommt gut an an diesem Nachmittag – auch beim Gristeder CDU-Ratsherrn Jann Lübben: „So sehen die Einwohner vor Ort einmal selbst, wie die Planung bislang aussieht.“ Die Tennet will auch parallel zur öffentlichen Auslegung im Raumordnungsverfahren in eigenen Informationsveranstaltungen die Unterlagen öffentlich präsentieren und die formellen Beteiligungsmöglichkeiten erläutern, sagt Krukenmeyer. In dieser Phase haben Einwohner die Möglichkeit, über die jeweilige Kommune Stellungnahmen einzureichen.

An diesem Mittwoch, 7. Oktober, findet ein weiterer Informationsmarkt des Netzbetreibers im Ammerland statt – von 14 bis 19 Uhr im Landhaus Edewecht (ehemals Schützenhof), Hauptstraße 53, in Edewecht.

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