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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Von Rutschflächen und Schlagloch-Pisten

13.01.2017

Bad Zwischenahn Straßenschäden sind in vielen Ammerländer Orten ein großes Ärgernis – auch in Bad Zwischenahn. Nach der bisherigen Berichterstattung der NWZ  kamen auch aus den Ortschaften der Gemeinde zahlreiche Hinweise – zum Beispiel von Sascha Hilmer aus Petersfehn.

Die Gemeindestraßen

„Ich ärgere mich in unserem Ort über den Abschnitt der Woldlinie zwischen Sandweg und Eichenweg“, schreibt er. „Hier wurden mittlerweile so viele ,Verklebungen’ zur ,Sanierung’ von Rissen aufgetragen, dass diese bei Nässe für eine rutschige Fahrbahn sorgen. Das hat zur Folge, dass man z.B. mit dem Fahrrad aus Oldenburg kommend im Kurvenbereich nur fahrbahnmittig fahren kann, da sonst Rutsch- und Sturzgefahr besteht. Gleiches gilt beim Spazieren oder Joggen. Von den Schlaglöchern in dem Bereich ganz zu schweigen.“

Das „Paradebeispiel“, so Hilmer, bezüglich Planungsversagen sei aber die Friedrichstraße zwischen Mittellinie und Wildenlohslinie. „Man darf gespannt sein, wie erfolgreich hier 2017 saniert wird“, so der Petersfehner.

Hier soll zumindest bald etwas passieren, verspricht Claudia Hohensee vom Tiefbau- und Grünflächenamt. Nachdem die Straße 2016 zunächst ohne Asphaltdecke saniert worden war, hatten sich binnen kürzester Zeit tiefe Schlaglöcher gebildet, Anlieger klagten zudem über die enorme Belastung durch Staub und Schmutz.

Bereits im Oktober hatte die Gemeinde dann angekündigt, die Straße solle jetzt doch eine Asphaltdecke bekommen, Start der Arbeiten hätte eigentlich November sein sollen. „Der Auftrag ist erteilt, sobald das Wetter es zulässt kann es losgehen“, sagt Hohensee. Die Woldlinie sollen sich Mitarbeiter des Baubetriebshofes ansehen – eine grundlegende Sanierung, wie sie in den Augen von Sascha Hilmer sicherlich angebracht wäre, sei im Moment aber nicht vorgesehen.

Untätig in Sachen Straßen bleibt die Gemeinde aber nicht: Für 2017 ist die Sanierung von Teilstücken der Goldenen Linie in Ekern, des Hochtanger Weges in Dänikhorst, des Neuenkruger Dammes in Aschhausen und des Kuhlenweges in Kayhauserfeld geplant. 400 000 Euro stehen dafür im Haushaltsentwurf, den der Rat der Gemeinde allerdings noch verabschieden muss. 650 000 Euro soll die Sanierung der Ahornstraße in Wehnen kosten, davon sollen die Anlieger 66 000 Euro tragen.

Die Landesstraßen

Eine sehr sanierungsbedürftige Straße hat auch NWZ -Leser Friedhard von Seggern bemerkt, und mit ihm vermutlich zahlreiche andere Zwischenahner.

„Seit mehren Jahren zeigen sich auf der sehr stark befahrenen Oldenburger Straße (L 815, L 825) zwischen den Einmündungen Hermann-Löns-Straße und Feldlinie (Kayhauserfeld) aufgebrochene Fahrbahnabschnitte“, schreibt von Seggern. „Da diese gebrochenen Stellen in den Sommermonaten nicht saniert wurden, darf sich niemand wundern, dass jetzt mit Feuchtigkeit, Salz und Frost tiefe Löcher entstehen. Hier wurde in den vergangenen Jahren eine gründliche Sanierung versäumt.“

Auch die Zwischenahnerin Gaby Kern ärgert sich: „Eigentlich muss man fragen, welche Straße hat keine Schäden? Wir befahren die Wiefelsteder Straße (L 825) und die ist durchgehend eine Katas­trophe! Sie muss dringend saniert werden! Unsere Straße am Ortseingang und in den Ort hinein ist katastrophal. Ich frage mich, wo denn die angekündigten großen Summen wohl bleiben, die von unserem Verkehrsminister versprochen wurden? Oder hat man diese sogar verfallen lassen? Es wird höchste Zeit, in unsere Zwischenahner Infrastruktur zu investieren!“

Das Geld

Geld gibt es, sogar mehr als vor einigen Jahren noch, sagt Joachim Delfs, Leiter des Oldenburger Geschäftsbereiches der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Hätten in den Jahren 2004/2005 landesweit nur rund 40 Millionen Euro jährlich für die Unterhaltung der Landesstraßen zur Verfügung gestanden, seien es mittlerweile immerhin rund 80 Millionen Euro jährlich. Um nur die Substanz der Straßen zu erhalten, sagt Delfs, seien aber eigentlich mehr als 100 Millionen nötig.

Über den Zustand der Landesstraßen sei seine Behörde durch regelmäßige Kontrollfahrten im übrigen sehr genau im Bilde.

„Unsere Straßenmeistereien wissen, wo es Risse und Löcher gibt und haben die langfristige Entwicklung sehr genau im Auge“, sagt der Behördenleiter. Wenn kurzfristig größere Schäden auftauchten, sei er für Hinweise von Bürgerinnen und Bürgern aber durchaus dankbar.

Wenn sich durch Frostschäden Verkehrgefährdungen ergäben, werde auch schnell reagiert, durch schnelle Reparaturen, oder falls das nicht möglich ist, durch Tempobegrenzungen und Warnschilder.

Einen wirklichen Überblick über die Frostschäden werde es erst Anfang des Frühlings geben, und erst Ende Februar oder Anfang Mai werde sich herausstellen, wie viel Geld er 2017 im Geschäftsbereich Oldenburg für die Straßenunterhaltung ausgeben könne. Das, so warnt Delfs vor, werde voraussichtlich etwas weniger sein als in den vergangenen Jahren.

Teure Brücken-Sanierungen in anderen Teilen Niedersachsens dürften das Budget für das Ammerland, Oldenburg und die Wesermarsch schmälern.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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