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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Herz der Karl-Jaspers-Klinik wächst heran

28.08.2019

Wehnen Seit zwei Monaten leitet Michael Poerschke die Karl-Jaspers-Klinik in Wehnen und durfte in dieser Zeit schon das erste Fest feiern. Das Richtfest für den Neubau des Hannah-Arendt-Hauses hat die Klinik allerdings im kleinen Kreis gefeiert, mit Handwerkern, Architekt und allen, die in der Klinik am Neubau beteiligt sind. Die Arbeiten liegen im Zeit- und Kostenplan. „Nach der Grundsteinlegung wird die Einweihung dann wieder groß gefeiert“, verspricht Poerschke.

Der Bau eines neuen Gebäudes mit 12 800 Quadratmetern Fläche und Kosten von 35 Millionen Euro bindet schon mal einiges an Aufmerksamkeit bei einem neuen Geschäftsführer. Wobei neu die Sache nicht wirklich trifft. Poerschke war vor dem Amtsantritt bereits kaufmännischer Direktor. „Es ist ein unschätzbarer Vorteil, das Haus, die Mitarbeiter und die Prozesse zu kennen“, sagt er jetzt. Zudem habe Vorgänger Axel Weber ihn bereits an alle nötigen Prozesse herangeführt. Auch die Mitarbeiter in der Klinik hätten nach dem Wechsel mit großer Ruhe weiter gearbeitet, so seine Einschätzung.

Schnelle Veränderungen entsprechen aber ohnehin nicht Poerschkes Art, die Klinik zu leiten. „Strategien für ein Unternehmen dieser Größe entwickeln sich über Jahre“, sagt der 45-jährige Vater von zwei Kindern. Neben dem Neubau beschäftigen ihn derzeit vor allem weitere personelle Veränderungen. Auf der Leitungsebene wird Professor Dr. Dr. René Hurlemann zum 1. September die Leitung der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie übernehmen, die zuletzt von Prof. Dr. Jörg Zimmermann kommissarisch geführt wurde.

Vor allem der Bereich der Forschung könne dann wieder mehr Fahrt aufnehmen, so Poerschke. Und eine aktive Forschung sei ein entscheidender Faktor, um neues Personal zu gewinnen. Nachdem die KJK seit 2008 die Zahl der Ärzte mehr als verdoppelt habe, sei es zuletzt schwieriger geworden, Ärzte an die Klinik zu holen.

Das gilt auch für den Bereich Pflege: „Früher hatten wir immer ausreichend Initiativ-Bewerbungen um alle Stellen zu besetzen, jetzt mussten wir erstmals aktiv suchen.“ Hier steuert die KJK gemeinsam mit der Ammerland-Klinik in Westerstede gegen. In diesem Jahr beginnen laut Poerschke vier statt bisher zwei Ausbildungskurse, in einem davon ist die Ausbildung auch in Teilzeit möglich.

Und auch baulich sind die Planungen der KJK noch nicht abgeschlossen. Wenn 2021 das neue Hannah-Arendt-Haus fertig ist – inklusive einer neuen Straße, die außen um das Gebäude herum führt, wird es das neue Herz der Klinik mit Aufnahme, Diagnostik, Information und Behandlungsstationen. Acht Teilstationen mit je 18 Betten wird es geben, jede Station erhält einen eigenen Außenbereich und wird multifunktional. „Jede Station kann offen oder geschlossen und in allen Disziplinen geführt werden“, so Poerschke. Flexibel auf neue Anforderungen reagieren können, das soll auch das bestehende Hannah-Arendt-Haus noch ermöglichen. Es könne vorerst Platz bieten, um Veränderungen in anderen Teilgebäuden in Ruhe umsetzen zu können, sagt der Geschäftsführer. Ideen für die weitere Entwicklung der KJK gebe es darüber hinaus reichlich, aber die würden sich – wie die Strategie der Klinik – eben langsam entwickeln.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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