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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Programmauftakt: Weidemilch soll Siegel werden

10.04.2014

Rastede Peter Cornelius, Vorsitzender des Grünlandzentrums Niedersachsen/Bremen wusste am Mittwochmorgen im Rasteder Akademiehotel genau, wie er die Stimmung bei seiner Begrüßung gleich einmal auflockern konnte. „Ich bin seit 50 Jahren Bauer und meine Kühe stehen immer auf der Weide, also verwundert mich Ihr Interesse und dass der Öffentlichkeit doch sehr“, sagte Cornelius und erntete zumeist zustimmendes Gelächter von den zahlreichen Gästen aus der Landwirtschaft.

Tatsächlich ging es bei der bei der Auftaktveranstaltung des Weidemilchprogramms Niedersachsen natürlich um viel mehr: Die Kühe im Norden Deutschlands sollen zurück auf die Weide, denn der Trend geht immer mehr zur Stallhaltung. Der Aufwand soll sich aber für die Landwirte auch auszahlen – im späteren Preis für ein Siegel, das sich in den nächsten Jahren laut Landwirtschaftsminister Christian Meyer etablieren soll: Das Siegel Weidemilch.

Enge Zusammenarbeit

„Wenn man heute in die Regal sieht, weiß man doch oft gar nicht, woher die Milch kommt“, betonte Meyer. Das solle sich ändern – über enge Kooperationen mit Landwirten, Molkereien und dem Handel. „Wir müssen alle mit ins Boot nehmen“, betonte der Minister.

„Wir wollen der Weidewirtschaft eine Chance geben“, sagte Meyer weiter. Das diene auch dem Umweltschutz und dem Erhalt von ökologisch wertvollen Grünlandflächen. Er sei überzeugt, dass ein großer Teil der Kunden bereit ist, für Weidemilch einen höheren Preis zu zahlen, der Bauern dann zugute komme.

Mit dem Siegel wolle er vor allem auch eine Akzeptanz bei den Verbrauchern schaffen. Der Weidegang sei ein wesentlicher Imageträger für die Milchwirtschaft. Ein Vorbild für ein ähnliches Siegel sei bereits in den Niederlanden erfolgreich eingeführt worden.

Zunächst werde es eine Untersuchung mit 60 Milchviehhaltern geben, kündigte der Geschäftsführer des Gründlandzentrums, Arno Krause, an. „Wir müssen die Betriebe miteinbeziehen“, so Krause. Problem sei, dass bei kleineren Betrieben oft die Rentabilität fehlt. Deswegen müssten Honorierungskonzepte erarbeitet werden.

Landvolk lobt

Das Landvolk in Oldenburg, Cloppenburg und dem Emsland begrüßte das neue Programm. Langfristig könne es dazu führen, dass sich das Image der Tierhalter verbessere, sagte Bernhard Schulte-Lohmöller, Vorstandsmitglied der Vereinigung des Emsländischen Landvolks. Das Siegel könne den Verbrauchern mehr Sicherheit geben.

Dass der Auftakt in Rastede stattfand, war einer Partnerschaft zu verdanken: „Wir arbeiten sehr gut mit dem Genossenschaftsverband Weser-Ems zusammen, der uns die Räumlichkeiten im Akademiehotel zur Verfügung gestellt hat“, sagte Arno Krause.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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