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Gefangener Wels: Wird der Monster-Fisch wieder freigelassen?

20.05.2014

Meyerhausen Auch wenn dem von Dieter Oetken in einer Aalreuse gefundenen Wels noch etwas an Körperlänge fehlt, um ihn zum sagenumwobenen Riesenwels im Zwischenahner Meer zu machen, das Interesse an dem Tier sei schon riesengroß, erzählt Sohn Jürgen Oetken. „Ich bin im Ort sofort darauf angesprochen worden“, so der Berufsfischer nach dem Bericht in der NWZ  am Montag. „Viele wollen wissen, was mit dem Fisch jetzt passiert.“ Ganz sicher ist sich Oetken bei dieser Frage zwar noch nicht. Abgeneigt, den mehrfach geäußerten Wünschen nach Freiheit für den Wels nachzukommen, ist er jedoch nicht.

Zunächst aber hat das knapp 1,20 Meter lange und zehn Kilogramm schwere Tier in einem grünen Kunststoffbecken der Fischerei Rabben ein Zuhause auf Zeit gefunden. „Das geht schon ein Weilchen. Die Tiere sind nicht sehr empfindlich, und der Wels ist gesund und unverletzt.“ Gemeinsam mit Aalen, Karpfen und Hechten kann der Fisch hier von Kunden und Besuchern bestaunt werden. Und nicht nur die „normalen“ Gäste interessieren sich für den kapitalen Raubfisch. Auch erste Anmeldungen gibt es schon: „Für morgen hat sich spontan eine Fahrradgruppe angemeldet“, erzählt Oetken.

Seit 30 Jahren sei ihm kein solcher Fang im Zwischenahner Meer bekannt. Das letzte gefangene Exemplar, ein wenig kleiner als das jetzige, wurde seinerzeit präpariert und wurde von Oetken jetzt wieder vom Dachboden geholt.

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Dass der jetzt gefangene Wels einer der 1972 vom Fischereiverein ausgesetzten 222 Tiere ist, bezweifelt Oetken. „Der lange Zeitraum zwischen den Fängen spricht eigentlich dagegen.“ Wahrscheinlicher sei, dass der Wels zugewandert sei. Oder aber der Fisch sei irgendwann von einem Angler eingesetzt worden. „Von Natur aus haben wir keine Welse im Zwischenahner Meer. Er gehört nicht zu den 20 hiesigen Fischarten.“ Auch das Alter des Tieres vermag der Fischwirt nur grob zu schätzen: „20 Jahre werden es aber wohl mindestens sein.“

Und da, so erläutert Oetken, das Wachstum von Fischen – anders als etwa bei Säugetieren – mit zunehmendem Alter nicht ende, besteht nach einer eventuellen Freilassung die Chance, dass in einigen Jahren tatsächlich noch der Zwischenahner Riesen-Wels im „Meer“ gesichtet oder sogar aus ihm gezogen wird.

Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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