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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Ärger Um Bahnhof Rastede: Wenn der Fahrstuhl einfach stecken bleibt

30.12.2016

Rastede „Das ist schon ein mulmiges Gefühl, wenn der Fahrstuhl nicht mehr funktioniert. Menschen werden hysterisch. Das habe ich selbst schon erlebt“, erzählt Rollstuhlfahrer Karl-Heinz Köne von einem Erlebnis auf dem Bremer Hauptbahnhof. Der stellvertretende Vorsitzende des Seniorenbeirates und Mitglied des Behindertenbeirates der Gemeinde Rastede hatte aber wie die anderen Eingeschlossenen Glück, dass ein Bahnmitarbeiter mit einer Handkurbel herbeieilte und alle befreite. Dass die Personenaufzüge nicht immer funktionieren hat Köne auch schon auf dem Bahnhof in Bad Zwischenahn erlebt.

Die zurzeit nicht vorhandene Barrierefreiheit am Rasteder Bahnhof ist weiterhin ein großes Thema beim Seniorenbeirat. Die Modernisierung des Bahnhofs ist zwar nahezu abgeschlossen, doch die Fertigstellung der Personenaufzüge verzögert sich. Nach Auskunft der Bahn sollen die Aufzugsanlagen zum 31. März 2017 fertiggestellt sein und und in Betrieb gehen.

Bis zu diesem Zeitpunkt haben beispielsweise Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen keinen barrierefreien Zugang zu den Gleisen 2 und 3. Die Betroffenen sind mindestens noch drei Monate auf fremde Hilfe angewiesen. Um dorthin zu gelangen, müssen bei der Unterquerung des Gleises 1 treppauf und treppab jeweils mindestens 20 Stufen bewältigt werden. „Das ist unmöglich“, sagen Seniorenbeiratsvorsitzender Jann Aden und sein Stellvertreter Adolf Marxfeld.

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Aus diesem Grund wünscht sich der Seniorenbeirat eine sofortige Rampenlösung auch über den Tag der Aufzugfertigstellung hinaus, um barrierefrei zum Mittelbahnsteig und damit zu den Gleisen 2 und 3 gelangen zu können. „Ein Vierteljahr ist für Behinderte eine sehr lange Zeit“, erklärt Marxfeld. Während der Umbauzeit des Rasteder Bahnhofs gab es bereits eine solche provisorische Rampe, die vom Bahnübergang Schloßstraße bis zum Mittelbahnsteig reichte. Vor der Fertigstellung des Bahnhofs wurde diese Rampe allerdings wieder rückgebaut.

„Dafür haben wir kein Verständnis, denn der aufgeschüttete Weg zu den Gleisen zwei und drei ist von sehr vielen Rollatornutzern, Jugendlichen mit Fahrrad, Rollstuhlfahrern und Eltern mit Kinderwagen als willkommener barrierefreier Weg genutzt worden. Warum die Rampe rückgebaut wurde, erschließt sich uns nicht“, sagt Aden. Das Provisorium solle doch umgehend wiederhergestellt werden, wünschen sich die Mitglieder des Seniorenbeirates.

„Für die Bahn wäre es ein Leichtes, die Rampe mit etwas Schotter wiederherzustellen. Die Schranken sind schließlich schon da“, sagt Aden. Aber auch nach der Fertigstellung der Personenaufzüge soll nach Ansicht Adens die Rampe bestehen bleiben. „Bei jedem Betrieb wird eine Bypasslösung verlangt, nur hier nicht. Wenn der Personenaufzug einmal nicht funktioniert, wer soll dann die bereitliegende Handkurbel benutzen. Das Stellwerk ist schließlich nicht mehr personell besetzt“, sagt Aden.

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