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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Wenn Molche das Rohr erkunden

02.07.2016

Hollwege Finale in Hollwege: Fast ein Dreivierteljahr haben die Vorbereitungen gedauert, bis ein Teilstück der Gasleitung von Leer bis Hollwege auf seine Beschaffenheit hin untersucht werden konnte. „Nun kann die eigentliche Molchung mit speziellen Reinigungs- und Inspektionsgeräten erfolgen, damit wir Erkenntnisse über den Zustand unserer Gasleitung erhalten“, sagt Holger Waden, Leiter des Ressorts Technik bei der Firma Gastransport (GTG) Nord.

Die GTG Nord – eine hundertprozentige Tochter der EWE – betreut als Ferngasnetzbetreiber auf dem Energiemarkt ein rund 320 Kilometer langes Netz im Nordwesten Deutschlands. Dazu gehört auch die Gasleitung, die vom ostfriesischen Nüttermoor bei Leer bis nach Huntorf in der Wesermarsch reicht und das Ammerland kreuzt. In Hollwege – an der Straße Am Wehlen – ist die Gasleitung seit einiger Zeit unterbrochen, wie man an der Baugrube in einem Getreidefeld sieht. In zwei Jahren – in diesem und im nächsten – wird die Leitung genau unter die Lupe genommen. In diesem Sommer ist der Prüfabschnitt zwischen Nüttermoor und Hollwege an der Reihe, im nächsten Jahr der von Hollwege bis Huntorf.

„Der Verbraucher soll – was die Gasversorgung betrifft – von derartigen Unterhaltungsmaßnahmen nichts mitbekommen“, sagt Waden. Auch deshalb müsse eine solche Leitungsunterbrechung von langer Hand geplant werden. Dabei werde auf andere Leitungen im Verteilnetz zurückgegriffen, damit die Energie weiterhin fließe und an die Haushalte geliefert werde. Und nicht nur die ununterbrochene Versorgung der Verbraucher mit Gas sei ein wichtiger Aspekt. Weil man mit hoch spezialisierten Firmen zusammenarbeite, die selbst dichte Terminkalender hätten, müssten solche Projekte frühzeitig abgestimmt werden. Obendrein seien der Technische Überwachungsverein (TÜV) und die jeweiligen Grundstückseigentümer zu beteiligen. Nur alle zehn bis 20 Jahre würde dasselbe Teilstück der Rohrleitung untersucht.

Um die „Molchung“ zu ermöglichen, wurde in Hollwege ein Stück aus der Leitung herausgeschnitten, nachdem die Gaszufuhr für diese Leitung unterbrochen und das Rohr mit Hilfe von Stickstoff von letzten Gasresten gereinigt worden war. Beide Rohrenden waren dann wieder verschlossen worden.

In drei Durchgängen sind „Molche“ – Reinigungs- und Inspektionsgeräte mit viel Hightech – im Einsatz. Zwei dieser etwa 1,50 Meter langen Spezialgeräte, die in mehreren Stunden durch die Gasrohrleitung zwischen Nüttermoor und Hollwege gleiten, haben ihre Arbeit bereits erledigt: der Bürstenmolch und der Geometriemolch. Während der Bürstenmolch das Rohr reinigt, ist der Geometriemolch ein Positionsdatensammler. Er erfasse Daten (Längen- und Breitengrad, Bodentiefe) für die Aktualisierung des Planwerks, so GTG-Projektleiter Thomas Blendermann.

Als letztes wird kommende Woche der Magnetstreuflussmolch eingesetzt, der ebenfalls über modernste Messtechnik verfügt. Er ist „Experte“ z.B. für Rohrdicke, Dellen, Luftblasen im Rohrmaterial, Korrosionsschäden usw. Durch die „Molche“ erhalten die Fachleute auch wichtige Daten für Schäden mit exakten Positionsbestimmungen. So könne man gezielt reparieren. In zwei Wochen wird man von den Arbeiten nichts mehr sehen, dann ist die Baugrube wieder zugeschüttet.


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Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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