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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Wenn Orte keine Rolle mehr spielen

18.07.2015

Rastede Amsterdam, Berlin, Singapur, Yokohama: Fotografiert hat Wolfgang Nebel bereits an vielen Orten. Anfangs, ohne sich über eine tiefere Bedeutung der Arbeiten Gedanken zu machen. „Aber dann entwickelte sich eine Idee“, sagt der 58-Jährige am Freitag im Palais Rastede. Dort zeigt der Oldenburger ab Sonntag, 19. Juli, seine Fotografien unter dem Titel „in/or/out“ (siehe Infokasten).

Diesen Sonntag Vernissage im Palais

Die Ausstellung „in/or/out“ mit Fotografien des Oldenburgers Wolfgang Nebel wird am Sonntag, 19. Juli, um 11.15 Uhr im Palais Rastede, Feldbreite 23, eröffnet.

Zur Eröffnung sprechen die Leiterin des Palais Rastede, Claudia Thoben, und der Bad Zwischenahner Künstler und Galerist Puck Steinbrecher. Jan Niemann gestaltet die Vernissage am Klavier musikalisch.

Die Arbeiten können bis zum 6. September im Palais betrachtet werden. Geöffnet ist mittwochs bis freitags sowie sonntags von 11 bis 17 Uhr.

   

   www.palais-rastede.de

Das Internet, mobile Kommunikation und Smartphones haben die vier klassischen Dimensionen (die drei des Raumes und die der Zeit) um eine weitere ergänzt, die Raum und Zeit relativiert. Der Aufenthaltsort spielt keine Rolle mehr, Reales wird virtuell, Virtuelles wird real, sagt die Leiterin des Palais, Claudia Thoben.

In seinen Fotos macht Nebel diese „Austauschbarkeit“ von Orten sichtbar. Kaufhäuser, Flughäfen, Bahnhöfe, Hotellobbys oder Besprechungsräume: Irgendwie sehen sie alle gleich aus, ob sie sich nun in Amsterdam, Berlin, Singapur oder Yokohama befinden. „Die optischen Eindrücke ähneln sich. Ohne die Bildunterschrift weiß man nicht, wo das Bild entstanden ist“, sagt Nebel.

Überwiegend auf seinen Dienstreisen hat der Oldenburger, der Professor für Technische Informatik an der Uni Oldenburg und Vorstandsvorsitzender des Informatik-Institutes Offis ist, die Fotos aufgenommen – zum Thema passend mit seinem „iPhone“. „Die Nachbearbeitung beschränkt sich auf eine leichte Erhöhung des Kontrastes“, erläutert der Künstler.

Verbindendes Element der Arbeiten sind die Spiegelungen. „Der Betrachter nimmt die Welt durch Scheiben, Spiegel, Ausschnitte wahr“, erklärt Claudia Thoben. Für Nebel ist das ein bisschen so, wie bei der Informationsbeschaffung im Internet. „Man muss sich die Realität aus unterschiedlichen Ausschnitten, die angeboten werden, zusammenbauen.“

Frank Jacob
Rastede/Wiefelstede
Redaktion Rastede
Tel:
04402 9988 2620

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Palais Rastede | Uni Oldenburg | Offis

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