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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Schlagloch-Alarm rund um Westerstede

07.12.2017

Westerstede Es führen zwar nicht alle Wege nach Westerstede, aber viele. Und von denen werden zumindest zwei zu einem immer größeren Ärgernis. Die Rede ist von den Verbindungen durch Linswege (L 820) und der Landesstraße L821 nach Apen.

Vor allem in Linswege ist der Ärger groß. Die Straße gilt als beliebte Route vom Jade-Weser-Port oder dem Weser-Tunnel zur A 28. Eine Verkehrszählung ergab 1500 Laster täglich auf der kleinen Straße. Und mittlerweile reiht sich dort Schlagloch an Schlagloch. „Wir hatten sogar schon Fälle, wo Autos beschädigt wurden. Die Polizei hat dann ein tiefes Loch erstmal gesichert, bis die Straßenmeisterei kam“, berichtet Elke Hellwig. Sie ist Anwohnerin und sitzt für die SPD im Stadtrat. Wie der Ortsbürgerverein fordert sie, dass nun endlich die versprochene Sanierung kommt. „Eigentlich sollte in diesem Jahr endlich Flüsterasphalt aufgetragen werden“, berichtet Hellwig.

Anwohner fordern mehr Radarkontrollen und Hilfe aus Oldenburg

Getan hat sich nichts. Die Bürger fühlen sich von der zuständigen Landesbehörde in Oldenburg ausgebremst.

Gebremst wird auf der Strecke dennoch viel. Nämlich wenn Anwohner Blitzerattrappen aufstellen oder die Polizei mit dem Radar anrückt. Das dürfte gern häufiger der Fall sein, meinen die meisten Anwohner. Für Laster gilt dort Tempo 30 (wegen Straßenschäden). In der Praxis ist das wohl aber eher ein theoretischer Wert. Deshalb fordert der Ortsbürgerverein neben einer neuen Asphaltdecke auch einen stationären Blitzer.

Hier könnte Ihr Schlagloch stehen

Schlaglöcher und schlechter Asphalt? Welche Straßen sollten Ihrer Meinung nach im Landkreis Ammerland endlich saniert werden?

Schicken Sie Ihren Vorschlag einfach an die Redaktion der Nordwest-Zeitung in Westerstede. Entweder per Post (Peterstraße 14), oder per Mail an red.westerstede@nwzmedien.de. Gerne dürfen Sie auch ein Bild anhängen.

Problem Nummer zwei: die L 821 nach Apen. Die Landstraße ist teils ein Flickenteppich, teils holpert man mit dem Auto durch bröseligen Asphalt.

Behörde hat nicht genug Geld

Heinz Gerdes, Sachgebietsleiter für Bau und Straßen bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, kennt das Problem – allerdings sind seiner Behörde finanziell die Hände gebunden. „Es ist nicht nur das Ammerland betroffen, sondern auch die Wesermarsch oder Oldenburg.“ Die Zustandserfassung der Straßen zeige einige rote Stellen. Bislang gebe es jedoch keine richtigen Ansagen der neuen Regierung, der neue Haushalt für 2018 ist noch nicht durch.

Frühestens im März werden, so vermutet Gerdes, die Gelder bekannt gegeben welche der Behörde zur Verfügung stehen. Erst dann könne man genauer planen – die L 821 zwischen Apen und Westerstede muss sich aber höchstwahrscheinlich weiter hinten anstellen. Denn zuerst werden Straßen saniert, deren Zustand noch weitaus schlimmer ist. Gerade mal drei bis vier Sanierungs-Maßnahmen können im Jahr durchgeführt werden. Je nachdem wie der neue Haushalt beschlossen wird, ist noch Geld für ein bis zwei weitere Maßnahmen da – das hofft zumindest Heinz Gerdes.

Flickarbeiten sollen durch den Winter bringen

Es gibt derzeit nur die Möglichkeit, mit kleinen Flickarbeiten die Straße auszubessern. Jetzt im Winter könne man eine Art Wintermischgut in die Löcher füllen, erklärt Gerdes. Weitere behelfsmäßige Möglichkeiten seien Schilder für Straßenschäden oder eine Geschwindigkeitsbegrenzung, wie sie bereits an der L 821 stehen.

Es könnten immer nur Teilabschnitte verbessert werden, „für mehr reicht das Geld einfach nicht“, sagt Gerdes. „Wir melden es an, aber die Listen sind ohne Ende.“ Es sei eben auch eine politische Entscheidung. Als Behörde sei man für die Umsetzung zuständig, aber „wenn wir kein Geld an die Hand bekommen, können wir nichts machen.“

Tonia Hysky
Volontärin, 3. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003
Jasper Rittner
Redaktionsleitung
Redaktion Westerstede/Oldenburg
Tel:
04488 9988 2601

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