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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Abfall Im Ammerland: Der lange Weg des Restmülls

04.05.2018

Westerstede Mit dem Strom schwimmen? In Sachen Restmüll setzt der Landkreis Ammerland ganz eigene Akzente. Denn während in ganz Deutschland im Durchschnitt die Müllberge wachsen, sind die Abfallzahlen im Landkreis seit rund zehn Jahren stabil. „Etwa 17.000 Tonnen Restmüll fallen pro Jahr im Ammerland an, produziert von rund 57.000 Haushalten“, weiß Michael Hauschke, Amtsleiter des Abfallwirtschaftsbetriebs Landkreis Ammerland. „Inklusive Restmüll von Gewerbebetrieben.“

Das darf in die Restmüll-Tonne

In der Restmüll-Tonne sollte nur landen, was nicht in den übrigen Tonnen für Altpapier und Bio-Müll, dem gelben Sack und über den Wertstoffhof entsorgt werden kann. Dazu gehören nicht verwertbare Abfälle wie Windeln oder Damenbinden, Staubsaugerbeutel und kleine Kunststoffprodukte wie Kugelschreiber oder Zahnbürsten. Auch medizinische Abfälle wie Spritzen und Verbände oder auch Zigarettenstummel finden in der grauen Tonne Platz. Ebenfalls zum Restmüll zählt die Streu von Kleintieren wie Hamster oder Meerschweinchen. Denn auch das ist kein Bio- sondern Restmüll.

Ammerländer befüllen Schwarze Tonne meist richtig

„Auffällig ist“, so berichtet Ralf Gerdes, stellvertretender Leiter der Zentraldeponie Mansie in Westerstede, „dass immer weniger Müll in der Restmülltonne landet, der dort nicht hingehört.“ Von Ausnahmen abgesehen, würden sich immer mehr Ammerländer die Zeit nehmen, beispielsweise ihren Elektroschrott zur Wertstoffsammlung zu geben, statt ihn in die Tonne zu werfen.

Anders sieht es in Sachen Batterien aus: „Die landen zuhauf im Restmüll“, bedauert Hauschke. Dabei würden an vielen Orten Sammelboxen stehen. „Ich verstehe es einfach nicht, warum das nicht in die Köpfe geht“, sagt er und zeigt bei der Besichtigung der Zentraldeponie auf einen Behälter, der randvoll mit aus Restmüll gefilterten Metallgegenständen ist, fast jedes zweite Teil ist eine Batterie.

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Batterien gehören nicht in den Restmüll

Das Aussortieren von Batterien und ähnlichem Abfall wird in der mechanischen Abfallvorbehandlungsanlage vorgenommen. Dort landet alles, was über die Container- und Tonnen-Leerung eingesammelt wird. Untergebracht in einer Halle direkt auf dem rund 25 Hektar großen Gelände der Zentraldeponie, wird der Müll von der Maschine erst geschreddert und dann gesiebt. Metall wird von Magneten herausgezogen. Alle anderen Müllstückchen, die einen kleineren Durchmesser als 45 Millimeter haben, landen später zur biologischen Weiterbehandlung in Großefehn. In sogenannten Rottetunneln werden die Abfälle dort zwischen sechs und sieben Wochen lang in einem geschlossenen System belüftet und regelmäßig umgesetzt, so dass ein weitgehender Abbau der organischen Substanzen erfolgt. Ist das erledigt, wird der ganze Müll wieder zurück nach Mansie gekarrt. Auf der Deponie im Ammerland angekommen, lassen einzig die vielen bunten Plastikteilchen erkennen, dass es sich bei dem Gemisch nicht um Erde, sondern um Müll handelt. Die Masse – rund 30 000 Tonnen pro Jahr inklusive verrottetem Restmüll aus dem Landkreis Oldenburg, der Stadt Oldenburg und dem Kreis Aurich – wird dann mit Radladern auf dem neuen Deponieberg verteilt.

Die größeren Teile, die beim Aussieben in der Vorbehandlungsanlage übrig bleiben, werden übrigens nach Bremen transportiert und verbrannt.

Ammerländer Müll lagert in Mansie

Doch zurück zum Müllberg Mansie II auf der Zentraldeponie: Hier werden die erdähnlichen Müll-Reste nicht einfach auf der Deponie verteilt und vergessen. Die Auflagen sind streng, um eine Verunreinigung des Grundwassers zu verhindern. So wird Sickerwasser nach den Niederschlägen, die aus dem Berg allerlei Schadstoffe schwemmen, aufgefangen und in zwei Sammelbecken mit je rund 2800 Kubikmeter Fassungsvermögen zwischengelagert, bevor es an die Kläranlage Westerstede weitergeleitet und aufbereitet wird.

In den Sickerbecken landet allerdings nicht nur das Wasser von dem neuen Müllberg, sondern auch alle Flüssigkeiten, die noch aus dem alten Deponieberg fließen. Mansie I wurde im Februar 1997 nach der Einlagerung von etwa 1,2 Millionen Kubikmeter Restabfall auf einer Fläche von rund zehn Hektar abgeschlossen und versiegelt. Heute erhebt sich Mansie I als grüner Hügel hinter den Deponie-Gebäuden. Sein Inhalt lässt sich von Außen nicht erahnen.

Anuschka Kramer Redakteurin / Redaktion Leer
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