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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Entsorgung In Westerstede: Deponie Mansie setzt auf verschärfte Kontrollen

06.06.2019

Westerstede Nein, Abfall ist nicht gleich Abfall – das müssen vor allem Gewerbetreibende in diesen Tagen lernen. Zumindest all jene, die sich nicht an die Gewerbeabfallverordnung halten und ihren Müll als buntes Sammelsurium in einem Container bei der Deponie Mansie entsorgen wollen: Diese Container werden seit kurzem nicht mehr durchgelassen.

„Sanften Vollzug“, nennt Michael Hauschke, Betriebsleiter des Abfallwirtschaftsbetriebs im Landkreis Ammerland, das Vorgehen. Hintergrund ist die Gewerbeabfallverordnung, die seit 1. August 2017 gilt. „Sämtliche Gewerbebetriebe müssen unter anderem Kunststoffe, Metalle, Holz, Glas getrennt erfassen und einer Verwertung zuführen, das gilt ebenfalls für die Baubranche, die die Anforderungen auch für Dämmmaterial, Baustoffe auf Gipsbasis, Beton, Ziegel sowie Fliesen und Keramik erfüllen muss“, erläutert Hauschke. „Wir haben die Abfallanlieferungen der Gewerbetreibenden sehr lange beobachtet und festgestellt, dass die Anforderungen der Gewerbeabfallverordnung teilweise nur sehr schleppend bis gar nicht umgesetzt werden. Deshalb haben wir uns entschlossen, Anlieferungen abzuweisen, sofern nach entsprechender Aufklärung keine Besserung festzustellen ist“, erklärt Hauschke und betont, die Deponie Mansie sei ausschließlich für die sogenannten „Abfälle zur Beseitigung“ vorgesehen und nicht für aus Gewerbebetrieben stammende „Abfälle zur Verwertung“.

Dass sich wohl einige Betriebe nicht an die verordnete Abfall-Sortierung halten, zeigt sich vor allem in der Statistik. So stiegen die Abfallmengen von rund 2500 Tonnen pro Jahr auf jüngst 4700. „Als wir die Zahlen sahen, wussten wir, da läuft was aus dem Ruder“, so Hauschke. Das rigorose Vorgehen trifft vor allem kleinere Containeranbieter, die sich um die Entsorgung für Gewerbetreibende kümmern. „Wir wissen, dass sie nicht dafür verantwortlich sind, dass der Müll in den Containern nicht getrennt wurde, aber wir werden sie trotzdem abweisen müssen“, so Hauschke. Ralf Gerdes, stellvertretende Leiter der Zentraldeponie, stellt zudem klar, dass jeder Anlieferer, der nicht sortierten Müll entsorgen möchte, notiert würde. Sprich: Es wird dokumentiert, wer bereits ermahnt wurde.

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„Dabei ist die Regelung nicht neu, die Gewerbetreibenden wissen um die Verordnung“, ergänzt Abfallberaterin Ariane Weltzien. Nicht zuletzt würden deshalb auch Abfälle, die verkauft werden könnten, nicht in besagte Sammelcontainer geworfen. „Das Umdenken, dass in Mansie nicht mehr alles abgegeben werden kann, ist für manche schwierig“, weiß Weltzien. Das habe auch schon dazu geführt, dass so mancher abgewiesene Fahrer erklärt habe, er werde den Müll dann halt in die Gegen kippen. Doch das sei wohl einfach der Frust. Viele Betriebe hätten auch schon umgedacht und mehrere Container auf ihren Geländen stehen, um den Müll zu sortieren.

Dass in der Deponie Mansie vorerst auf „sanften Vollzug“ gesetzt wird, spart den ignoranten Gewerbetreibenden übrigens viel Geld. „Der Bußgeldrahmen beläuft sich bei Verstößen im Zusammenhang mit den Getrennthaltungspflichten auf bis zu 100 000 Euro und bei Verstößen gegen Dokumentationspflichten auf bis zu 10 000“, hatte der Betriebsleiter bereits schon einmal nach Bekanntgabe der neuen Verordnung im Jahr 2017 der NWZ mitgeteilt.

Weitere Infos gibt es bei der Abfallberatung unter Telefon   0 44 88/ 56 24 60.


  www.ammerland.de 
Anuschka Kramer Redakteurin / Redaktion Leer
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