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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Mehr Platz für das Ammerland-Hospiz

13.12.2019

Westerstede Wer ins Ammerland-Hospiz einzieht, für den beginnt in der Regel der letzte Lebensabschnitt. Denn nur schwerstkranke Menschen werden aufgenommen. Das Häuschen liegt in einem kleinen Wäldchen neben dem Klinikzentrum und bietet den Bewohnern für Tage, Wochen oder auch für wenige Monate ein Zuhause. „Wir warten hier aber nicht auf den Tod, sondern füllen diese Zeit mit Leben“, sagt Kea Bünnemeyer. Wenn möglich, werden kleine Ausflüge unternommen, oder es wird gemeinsam am großen Tisch im Gemeinschaftsraum gegessen. „Wie in einer großen Familie“, erklärt die Leiterin. So unterschiedlich wie die Bewohner – allein die Altersspanne reichte bisher von 20 bis 104 Jahre – so verschieden sind die Bedürfnisse. Rund um die Uhr sind die Helfer im Einsatz und versuchen, jeden auch noch so kleinen Wunsch zu erfüllen.

Die Palliativ- und Hospizarbeit

Das stationäre Hospiz mit roter Holzfassade und begrüntem Dach liegt in einem Wäldchen neben dem Klinikzentrum Westerstede. Gemeinsame Träger sind die Ammerland-Klinik GmbH und der Verein Hospizdienst Ammerland. Die Hospiz-Stiftung unterstützt die Arbeit mit Erträgen aus dem Stiftungsvermögen und durch den Erhalt von Spenden.

Eingebunden ist die Einrichtung in ein Netzwerk der Palliativ- und Hospizarbeit. So kümmert sich der Palliativstützpunkt Ammerland-Uplengen um Schwerstkranke, die in ihrer gewohnten häuslichen Umgebung bleiben wollen. Mit Beratung und Hilfsangeboten steht den Patienten und Angehörigen auch das Team des ambulanten Hospizdienstes Ammerland zur Seite.

Mehr Informationen: oder oder www.ammerland-hospiz.de  oder www.palliativ-stuetzpunkt.de  oder www.hospizdienst-ammerland.de

Die Leiterin und ihr Team, zu dem insgesamt 22 hauptamtliche und 34 ehrenamtliche Mitarbeiter gehören, betreuen acht Patienten. Die wohnliche Atmosphäre und die liebevolle Betreuung sorgen zum Teil für lange Wartelisten. Abhilfe soll nun ein Anbau schaffen.

„Das Ammerland-Hospiz ist seit seiner Inbetriebnahme im November 2010 in wenigen Jahren zu einem unverzichtbaren Bestandteil der sozialen Strukturen und der Palliativversorgung im Ammerland geworden. Aufgrund des wachsenden Bedarfs wurden in diesem Jahr Planungen für die Erweiterung des Hospizgebäudes um weitere vier Gästezimmer sowie Funktionsräume auf den Weg gebracht“, erläutert Erster Kreisrat und Vorsitzender des Beirates der Ammerland-Hospiz-Stiftung, Thomas Kappelmann. Der Bau werde voraussichtlich 1,45 Millionen Euro kosten. Mit der Fertigstellung rechnet er Ende 2020. Vom Aussehen her soll sich der Anbau am bereits bestehenden Gebäude orientieren. Die neuen vier Zimmer bieten Platz für Patienten, aber auch für Angehörige, die dort längere Zeit verbringen. „Manchmal ist es wichtig, dass eine Familie auch eine Rückzugsmöglichkeit hat, beispielsweise wenn kleine Kinder dabei sind“, erklärte Kappelmann.

Für die Ausstattung der neuen Räumlichkeiten hat die LzO aus Mitteln des Lotteriespiels „Sparen und Gewinnen“ eine Zuwendung in Höhe von 15 000 Euro an die Ammerland-Hospiz-Stiftung übergeben. Das Geld soll dazu beitragen, einen Teil der Einrichtungsgegenstände für den Anbau mitzufinanzieren.

„Eine solche Einrichtung, die unheilbar kranke Menschen liebevoll und in schöner Atmosphäre auf ihrem letzten Weg begleitet, ist sehr wichtig“, erklärte Markus Neumann, Regionaldirektor Privatkundengeschäft LzO, das Engagement der Bank.

Spenden wie diese sind für den laufenden Betrieb des Hospizes existenziell. Denn wie Leiterin Kea Bünnemeyer erklärte, seien stationäre Hospize verpflichtet, fünf Prozent ihrer Gesamtkosten durch Spenden zu finanzieren. Angehörige von Bewohnern, aber auch zahlreiche weitere Unterstützer helfen daher gerne. Auch einige Erbschaften kamen dem Ammerland-Hospiz bereits zugute und sicherten so den weiteren Betrieb.

Kerstin Schumann Redakteurin / Redaktion Westerstede
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