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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Ferienfreizeit In Westerstede: Auf dem Marktplatz haben Erwachsene nichts zu melden

01.08.2019

Westerstede Lasse und Minou haben am Mittwochvormittag alles im Blick. Die zwei Reporter der Kindersteder Zeitung sind auf die Top-Storys aus, wollen recherchieren, was die rund 100 Bürger der kleinen Zeltstadt mitten auf dem Westersteder Marktplatz bewegt. Denn dort wird nicht nur bis Sonntag ein wenig Ferienzeit verlebt, sondern auch gearbeitet – und für Minou und Lasse bedeutet das, eine Tageszeitung zu füllen.

Kinderstede – initiiert im Rahmen der Ferienpassaktion – richtet sich an Jungen und Mädchen im Alter von neun bis 13 Jahren. Von Mittwoch bis Sonntag leben sie in der kleinen Alternativstadt – nach ihren eigenen Regeln. Sie gehen einem Job nach, zahlen in eigener Währung und können sich zwischen verschiedenen Freizeitaktivitäten entscheiden. Wer einer Arbeit nachgeht, verdient sich Rohdos (Scheine) oder auch Mini-Rohdos (Münzen), die dann bei Freizeitaktivitäten wieder ausgegeben werden können. Die eigenwillige Schreibweise ist dabei ganz bewusst gewählt und nur an den „Rhodo“ angelehnt.

Während die Reporter der Kindersteder Zeitung umherstreifen, werden die einzelnen Büros von Touristik bis Arbeitsamt, aber auch der Laden, das Gesundheitshaus oder auch Bäckerei und Cocktailbar mit Waren bestückt. Und auch bei der Post, im Schönheitssalon oder im Kunstatelier wird noch schnell alles vorbereitet, um dann möglichst zügig die ersten Kunden begrüßen zu können. Bonbongläser werden gefüllt, die Bank gibt Geld aus, das Finanzamt passt auf, dass im Laufe der nächsten Tage auch keine Steuern am Fiskus vorbeigeführt werden.

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Kinderstede 2019

Kinderstede bleibt bis Sonntagmorgen geöffnet. Die jungen Einwohner treffen sich jeden Tag um 10 Uhr. Angemeldet haben sich für die besondere Ferienpassaktion rund 100 Jungen und Mädchen. Zum täglichen Abschluss gibt es immer eine Bürgerversammlung. Einmal wird dort auch übernachtet.

Zu den Höhepunkten gehört am Freitag, 2. Februar, ab 15.30 Uhr die Wahl eines neuen Kinderbürgermeisters. Wer die Wahl gewonnen hat, erfahren die Jungen und Mädchen am Samstag, 3. August, beim Kinderstadtfest, das von 15 bis 17.30 Uhr gefeiert wird.

Kinderstede ist eine eigene Stadt – von Kindern entworfen und für Kinder gemacht. Dafür werden in den Sommerferien für vier Tage Zelten und Buden auf dem Marktplatz aufgebaut, in denen Einrichtungen untergebracht werden, die es auch in realen Städten gibt, so etwa Finanz- und Arbeitsamt. Die kleinen Bürger übernehmen die Pflichten und Rechte für ihre eigene Stadt, arbeiten, um Geld zu verdienen und gehen Freizeitaktivitäten nach. So entsteht ein reger Handel, Zusammenhänge zwischen Produktion und Verkauf sowie Dienstleistungen werden spielerisch vermittelt.

www.kinderstede.de

„Es ist toll“, schwärmt da auch Jugendpflegerin Sigrid Exner, die am Vormittag als eine der wenigen Erwachsenen vor Ort ist. Unterstützt wird sie von einem großen Team ehrenamtlicher Betreuer, die den Kindern in jedem Zelt zur Seite stehen. Erst später kommen nach und nach auch mal Erwachsene vorbei – allerdings nur als Gäste. Dafür müssen sie sich anmelden, erhalten einen Besucherpass und eine zeitlich beschränkte Aufenthaltserlaubnis.

Den Besuchern zeigt sich am Nachmittag ein buntes Bild. Es wird gehandelt und gespielt, gebacken, durch den Parcours der Feuerwehr gerannt oder einfach gemalt. Kinder fahren über die selbst erstellte Straße und die Polizisten wachen über die Einhaltung der Verkehrsregeln. Ein Thema, das vor allem die neunjährige Luna brennend interessiert. Als Nachwuchsreporterin schreibt sie darüber. Ihr Bericht wird gedruckt und in der Abendausgabe der Kindersteder Zeitung erscheinen. Das Layout des Blatts wird im eigens aufgebauten Pressehaus erstellt, dafür sind neben den insgesamt sieben Reportern die Betreuer Vanda und Lukas zuständig. Doch auch sonst hat die Zeitung viel über Kinderstede zu erzählen, so über einen zusammengefallenen Pavillon, aber auch die Auswertung einer Umfrage und schlussendlich wurden auch Anzeigen aufgegeben. Ein Blick auf den Vorabdruck der Zeitung zeigt: In Kinderstede ist immer was los – und da auch noch der Wahlkampf ums Bürgermeisteramt bevorsteht, werden die kleinen Reporter auch die kommenden Tage alle Hände voll zu tun haben. An Engagement fehlt es ihnen und all den anderen Einwohnern der Kinderstadt nicht. Kein Wunder, hier haben die Kinder das Kommando – und das genießen die Neun- bis 13-Jährigen in vollen Zügen.

Anuschka Kramer Redakteurin / Redaktion Westerstede
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