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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Bleibt Fassade doch erhalten?

07.02.2018

Westerstede Mit der Frage, ob die Remise auf dem Jaspers-Hof durch einen Neubau ersetzt wird oder ob man zumindest versuchen sollte, die alte Fassade in Teilen zu erhalten, beschäftigte sich am Montagabend der Kulturausschuss des Stadtrats. Die Remise gehört zum denkmalgeschützten Gebäudeensemble, das die Stadt geerbt hat, gilt aber selbst nicht als erhaltenswert.

Wie ein Mitarbeiter des Bauamts in einem längeren Vortrag deutlich machte, sind etliche Bestandteile der Remise baufällig und müssten mit sehr hohem Aufwand ersetzt werden. Alles in allem entspricht das Gebäude auch nicht den energetischen und praktischen Anforderungen für die künftige Nutzung. Hier soll das Herzstück des neuen Landschaftsinformationszentrums mit Seminarraum entstehen. Zusätzlich wird Platz für den Küchengartenverein, eine Holzwerkstatt der Gemeinnützigen Gesellschaft für Paritätische Sozialarbeit mbH (GPS) und einen Mehrzweckraum benötigt, der nach ersten Plänen als Musikraum für Jugendliche dienen könnte.

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Ein Teil des Hofs

Neubau konzipiert

Um all diese Funktionen unter ein Dach zu bekommen, hatte die Stadtverwaltung einen darauf zugeschnittenen Neubau konzipiert, der sich zwar stilistisch in das Ensemble einfügt, aber eben nicht der alten Remise ähnelt. Finanziert werden soll der rund 500 000 Euro teure Neubau mit Hilfe von Leader-Fördermitteln.

In einer eindringlichen Rede warb unter anderen Hermann Rust (UWG) für einen Erhalt des Gebäudes, das seiner Ansicht nach problemlos entkernt und modernisiert werden könnte. Es solle zumindest versucht werden, die Giebelfassade zu retten, um das Ambiente und die architektonische Aussage zu erhalten. Schließlich sei in dem landwirtschaftlichen Anwesen gearbeitet worden, und das spiegele sich in der Remise.

Einen Schritt weiter

Frank Lukoschus (SPD) ging noch einen Schritt weiter und warf die Frage in den Raum, ob der Neubau der Remise und deren künftige Nutzung im Sinne der Erblasserin sei. Er stellte den Antrag, dies von einem Experten überprüfen zu lassen, fand aber keine Mehrheit. Zudem sollte seiner Ansicht nach der Küchengartenverein zumindest ein Jahr lang beitragsfrei die Räume nutzen können, da durch die Mitglieder erst Leben auf den Hof gekommen sei. Über Beiträge und deren Höhe soll zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal gesprochen werden.

Strittig war auch die Frage, ob die Jugendlichen dort einen Musikraum einrichten dürfen oder ob sich durch den Krach beispielsweise Tagungsteilnehmer oder Besucher gestört fühlen könnten. Hier sprach sich der Ausschuss dafür aus, mögliche Alternativen zu prüfen und die Entscheidung später zu treffen. So soll darüber noch einmal im Sozialausschuss gesprochen werden.

Einhelliges Votum

Nach einer längeren Sitzungsunterbrechung, die von der Gruppe CDU/FDP/Rowold beantragt wurde, gab es ein einhelliges Votum für den Erhalt von Teilen der Fassade. Sollte das nicht möglich sein, sollten zumindest die alten Steine verwendet werden. Auch sollte der Ersatzbau so niedrig wie möglich, aber so hoch wie nötig entstehen, um dem Altbau zu ähneln. Mit diesen Vorstellungen konnten sich alle Ausschussmitglieder anfreunden. Die Verwaltung wird nun ein neues Modell konzipieren und die Pläne, weil die Zeit drängt, im Bauausschuss vorstellen.

Kerstin Schumann Redakteurin / Redaktion Westerstede
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