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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Hier wird exakt gerechnet

02.10.2019

Westerstede Welche Aufgaben kommen auf die Steuerverwaltung in den nächsten Jahren zu und womit müssen die Bürger rechnen? Diese und andere Fragen wurden beim Besuch von Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) in Westerstede erörtert. Der Landespolitiker nutzte eine Stippvisite in der Ammerländer Kreisstadt zum Gespräch mit Finanzamtsvorsteher Jörg Ricklefs und weiteren Mitarbeitern der Behörde.

„Wir stehen vor großen Herausforderungen“, sagte der Minister. Eine der großen Aufgaben der nächsten Jahre sei die Neuregelung der Grundsteuer. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts stünden Veränderungen an. Sobald die Rahmenbedingungen beschlossen seien, müsse eine neue Bemessungsgrundlage für alle Grundstücke und Häuser festgelegt werden, erklärte Hilbers. Betroffen sind in Niedersachsen rund 3,5 Millionen Grundstücke. Im Ammerland sind es rund 60 000 Grundstücke.

Bis die Ammerländer eine neue Einstufung erhalten, wird es aber noch einige Jahre dauern. Etwa in fünf Jahren werde die neue Regelung greifen, aber schon viel eher müsse man beim Finanzamt in Westerstede mit den Vorbereitungen beginnen, sagte Ricklefs.

Zahlen und Fakten

Beim Finanzamt in Westerstede arbeiten 188 Bedienstete. Hinzu kommen 9 Steuer- und 16 Finanzanwärterinnen und -anwärter. In Niedersachsen sind es knapp 12 000 Mitarbeiter. Der Finanzamtsbezirk umfasst den Landkreis Ammerland mit allen sechs Gemeinden.

Das Steueraufkommen der Ammerländer Behörde betrug im vergangenen Jahr rund 554 Millionen Euro. Das Steueraufkommen aller 56 niedersächsischen Veranlagungsfinanzämter belief sich 2018 auf rund 38,6 Milliarden Euro.

Das Service-Center des Finanzamtes befindet sich in Westerstede an der Ammerlandallee 14. Sprechzeiten sind montags bis freitags in der Zeit von 9 bis 12 Uhr und donnerstags von 14 bis 17 Uhr. Telefonisch erreichbar ist die Behörde montags bis donnerstags von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 15.30 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr unter Telefon  0 44 88/ 51 50.

Auch sonst wird sich in den nächsten Jahren einiges bei der Ammerländer Behörde verändern. So werden etliche Mitarbeiter in den Ruhestand verabschiedet. Allerdings sei bei jungen Leuten das Interesse an einer Beschäftigung beim Finanzamt durchaus groß, erklärte Rick­lefs.

In den zurückliegenden Jahren hätten sich die Arbeitsbedingungen beim Finanzamt stark verändert, blickt der Behördenleiter zurück. Das Thema Digitalisierung beschäftige die Westersteder zunehmend.

Das kommt beim Steuerzahler gut an. So werden im Ammerland schon 74 Prozent der Steuererklärungen elek-tronisch verschickt, und damit liegt der Landkreis sogar deutlich über dem Landesdurchschnitt mit 70 Prozent.

Die rasanten Veränderungen im Steuerrecht und der Kampf gegen Steuerhinterziehung seien weitere Aufgaben, mit denen sich die Finanzbehörden in den nächsten Jahren befassen müssten, erklärte der Minister. Erschwert werde die Arbeit zudem durch zunehmende Komplexität durch internationale Verflechtungen von Firmen.

Kerstin Schumann Redakteurin / Redaktion Westerstede
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