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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Mehr Grün für Westerstede?

10.05.2019

Westerstede Umweltschutz und Freizeitangebote – beim Wahl-Talk der NWZ im Dannemann-Forum Westerstede stellten sich die Bewerber ums Bürgermeisteramt den Fragen von Ulrich Schönborn, stellvertretender Chefredakteur, sowie Redakteurin Kerstin Schumann. Dabei rückte auch der Natur- und insbesondere der Insektenschutz ins Visier – welche Ideen haben da die Kandidaten?

Hilke Hinrichs (parteilos) verwies auf den Jaspershof, über den die Stadt viel Aufklärungsarbeit leiste, aber auch darauf, dass die Stadt selbst mit gutem Beispiel vorangehe. Das Thema Flächenversiegelung sieht sie kritisch. Das müsse bei Überlegungen zur Bauleitplanung im Fokus behalten werden.

Markus Berg (CDU) verwies ebenfalls auf den Jaspershof, aber auch darauf, dass Westerstede Fair-Trade-Stadt sei. Mit Blick auf die Debatte um das Für und Wider von Steingärten warnte er davor, derzeit ins Private einzugreifen und Vorgaben zu machen, wie der Garten auszusehen habe. Zudem verwies auch er darauf, dass die Stadt eine Vorbildfunktion habe.

Dass das aus seiner Sicht nicht ausreicht, verdeutlichte Frank Lukoschus (SPD). „Ich denke, wir müssen konkreter werden“, sagte er und verwies auf die Möglichkeit, in B-Plänen eine bestimmte Quadratmeterzahl von Blühflächen aufzunehmen oder Quadratmeterzahlen von Steingärten festzulegen. Gleichzeitig appellierte er dafür, den ÖPNV zu stärken, auf E-Fahrzeuge zu setzen und weiter Aufklärungsarbeit zu leisten.

Neue Aspekte

Neue Aspekte brachte Michael Rösner (UWG) in die Debatte. Er schlug vor, auch mal offen für Neues zu sein, ggf. mal in Gewerbegebieten zu schauen, was dort noch begrünt werden könnte – bis hin zu Hallendächern.

Stefan Stark (parteilos) sah es ähnlich. „Die Stadt sollte jeden Randstreifen, jede Freifläche irgendwie begrünen.“ Was die Schottergärten betreffe, so folge er dem Vorschlag, diese bei Neubauprojekten künftig zu der maximal versiegelten Fläche dazuzurechnen.

Doch auch das Bahnhofsgelände wurde immer mal wieder thematisiert: Markus Berg erklärte, dass er dafür sei, das Projekt dort so zu realisieren, wie es geplant sei. „Ich glaube, es ist eine Aufwertung des Geländes. Der Investor ist ein Westersteder, der ein großes Interesse an Westerstede hat. Und es ist eine Aufwertung! Das Grün wird erhalten, es entsteht ein Regenrückhaltebecken, Altlasten im Boden verschwinden.“ Ähnlich sah es Hilke Hinrichs, die unter anderem auf die Altlasten im Boden hinwies, so etwa die Asphaltreste und die Reste von Holzschutzmitteln. Zudem werde nicht der gesamte Bereich bebaut, sondern nur zwischen Ammerlandallee bis zum Bahnhof, das Bahnhofsareal bleibe bestehen.

Stefan Stark etwa hält die Bebauung für einen grundlegenden Fehler. Für ihn ist das Areal ein Alleinstellungsmerkmal, das man herausarbeiten könnte.

Freizeitgestaltung

Und wie könnten die Schwerpunkte aussehen, um junge Familien zu überzeugen, nach Westerstede zu ziehen? Hier plädierte Stefan Stark für eine Verbesserung von Freizeitangeboten für Jugendliche, genügend Kita-Plätze und schnelles Internet.

Michael Rösner führte aus, dass es wichtig sei, für Pendler den ÖPNV weiter ausbauen, nicht nur nach Oldenburg, sondern auch zum Bahnhof in Ocholt und nach Rastede und Wiefelstede. Gleichzeitig verwies er auf die Notwendigkeit, den Bedarf von günstigem Wohnraum zu ermitteln, ebenso den Bedarf von Kita-Betreuungszeiten. Schlussendlich betonte er noch die Notwendigkeit, die Innenstadt so attraktiv zu halten, dass man dort auch gern abends mal ausgehe.

Betreuungsangebote

Einen neuen Aspekt neben Kita-Plätzen und günstigem Wohnraum warf Frank Lukoschus ein: Betreuungsangebote für ältere Menschen. In diesem Zusammenhang sieht er es als geboten an, auch alternative Versorgungsstrukturen zu fördern. Und auch Markus Berg brachte vor, was noch nicht genannte worden war: Eine Änderung des Vergabesystems von Baugrundstücken, hier müssten auch verstärkt junge Paare berücksichtigt werden, die noch keine Kinder hätten oder nicht verheiratet seien.

Hilke Hinrichs verwies auch darauf, dass die Stadt bereits sehr viel für Kinder und Jugendliche mache, Stichwort Kinderstede oder auch der Jugendbeirat. Kinder und Jugendliche kämen in der Stadt zu Wort, das sei ihr außerordentlich wichtig, diesen Weg weiterzugehen.

Anuschka Kramer Redakteurin / Redaktion Westerstede
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