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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Volksbank Westerstede und Raiffeisenbank Oldenburg wollen fusionieren

23.02.2018

Westerstede /Oldenburg Die Volksbank Westerstede und die Raiffeisenbank Oldenburg wollen fusionieren. Vorstand und Aufsichtsrat der beiden Institute haben eine entsprechende Absichtserklärung unterschrieben. „Wir planen das Zusammengehen zum 1. Januar 2019“, sagt Volksbank-Vorstand Stefan Terveer. Das letzte Wort haben dabei die Vertreterversammlungen der beiden Banken.

Sie arbeiten schon länger eng zusammen. Doch warum nun die Fusion? „Die fortschreitende Digitalisierung und zunehmende regulatorische Anforderungen können wir zusammen besser meistern“, sagt Raiffeisenbank-Vorstand Thorsten Schwengels. Beide Institute hätten sich unlängst eine neue EDV angeschafft. Die könne man nun gemeinsam anpassen, was Synergien ergibt.

Die beiden Banken im Überblick

Volksbank Westerstede

Bilanzsumme 326 Mio. Kundeneinlagen 187 Mio. Kundenkredite 244 Mio. Betreutes Kundenwertvolumen 573 Mio. Kundenzahl 12.000 Mitglieder 3500 Mitarbeiter 60 Azubis 3 Geschäftsstellen 4 – in Westerstede, Halsbek, Linswege und Ocholt

SB-Automaten 6

Gründungsjahr 1899

Raiffeisenbank Oldenburg

Bilanzsumme 636 Mio. Kundeneinlagen 507 Mio. Kundenkredite 468 Mio. Betreutes Kundenwertvolumen 1,4 Milliarden Kundenzahl 33.000 Mitglieder 18.500 Mitarbeiter 113 Azubis 6 Geschäftsstellen 6 – in Wiefelstede, Bad Zwischenahn, OL-Eversten, -Nadorst, -Bloherfelde, - Ofenerdiek

SB-Automaten 11

Gründungsjahr 1903

Kostet das Arbeitsplätze? Die Vorstände sagen Nein. „Wir haben durch die zusätzlichen Aufgaben und Auflagen eher Bedarf an mehr Personal“, so Schwengels. Deshalb mache die Fusion ja auch Sinn, so der Banker.

kommentar

Zukunft gegen Tradition

12o Jahre nach ihrer Gründung wird die Volksbank Westerstede im kommenden Jahr durch die geplante Fusion in einem neuen Institut aufgehen. Traditionalisten werden dies bedauern. Doch nur mit dem Blick zurück lässt sich die Zukunft nicht meistern.

Seit der Finanzkrise müssen Banken immer mehr regulatorische Aufgaben erfüllen. So mancher Banker hat heute mehr zu tun mit Dokumentation als mit der eigentlichen Kundenberatung. Da macht es Sinn, sich Partner zu suchen, um solche Anforderungen gemeinsam einfacher leisten zu können.

Da hier auch noch zwei Banken mit ergänzenden Filialnetzen fusionieren, könnten viele Kunden sogar profitieren. Aus einer Westersteder Ortsbank wird ein ammerländisch-oldenburgisches Institut – mit mehr Filialen und einer größeren Abdeckung an Geldautomaten. Wenn es wirklich dabei bleibt, dass keine Filialen geschlossen oder Jobs abgebaut werden, dann könnte diese Fusion durchaus zu einem Gewinn werden. Eine Kröte gilt es aber aus Westersteder Sicht zu schlucken. Der juristische Sitz der neuen Bank wird in Oldenburg sein.

Den Autor erreichen Sie unter

rittner@infoautor.de

Was haben die Kunden davon? Zunächst einmal ein größeres Filialnetz. Zu den Standorten der Volksbank mit der Hauptstelle in Westerstede und den Filialen in Halsbek, Linswege und Ocholt kommen dann noch sechs Standorte der Raiffeisenbank hinzu (Wiefelstede, Bad Zwischenahn und vier in Oldenburg). „Schließungen sind nicht vorgesehen. Wir wollen in der Fläche vertreten sein und unser Filialgebiet ergänzt sich da“, sagt Volksbank-Vorstand Christian Blessen.

Und wie sieht es mit den Gebühren aus? Erhöhungen seien nicht geplant, versichert Raiffeisenbank-Vorstand Heiko Frohnwieser. „Allerdings wird es eine gewisse Harmonisierung geben, damit alle Kunden dieselben Gebühren zahlen“, sagt er. Das bedeutet, ein Girokonto könnte leicht teurer oder leicht günstiger werden. Wobei sich dies wohl eher im Cent- als im Euro-Bereich abspielen dürfte.

Wie wird die neue Bank heißen? Das ist noch die große offene Frage. „Einen Namen haben wir noch nicht“, versichert Terveer. Grund: Es müssen hier noch Gespräche mit zwei anderen Genossenschaftsbanken geführt werden. So gibt es in Oldenburg auch eine Volksbank, in Rastede eine Raiffeisenbank. Auch denkbar: Unter einer neuen Dachmarke behalten die bisherigen Institute einfach ihren alten Namen. „Wir verstehen uns ja auch weiterhin als Westersteder Bank“, sagt Terveer.

Dennoch wird der juristische Sitz des neuen Instituts in Oldenburg sein. Westerstede erhält allerdings ein Vorstandsbüro und weitere Abteilungen. Der neue Vorstand wird ein Dreiergremium. Von den jetzt vier Vorständen wird Christian Blessen sein Amt aufgeben, der Bank aber weiter erhalten bleiben.

12.000 Kunden hat die Volksbank aktuell, die Oldenburger bringen es auf 33.000. Nach der Fusion bedeuten 45.000 Kunden schon eine deutlich größere Marktmacht in Oldenburg und dem Ammerland (zusammen rund 290.000 Einwohner).

Jasper Rittner
Redaktionsleitung
Redaktion Westerstede/Oldenburg
Tel:
04488 9988 2601

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