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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Palliativstützpunkt Feiert Zehnjähriges: Lob für Ehrenamtliche und gute Zusammenarbeit

14.06.2019

Westerstede „Eine Geschichte von Pionieren und des Mutes“ – diese Worte fand die Abgeordnete Gitta Connemann für die Arbeit des Palliativstützpunktes Ammerland & Uplengen in den vergangenen zehn Jahren. Am Mittwoch hat die Einrichtung ihr zehnjähriges Jubiläum gefeiert. Seit der Gründung im Jahre 2009 hat der Stützpunkt rund 3000 Patienten versorgt. Dafür wurde ein großes Netzwerk aufgebaut, unter anderem mit dem Ammerland-Hospiz, dem Hospizdienst und der Ammerland-Klinik. Connemann lobte diese Zusammenarbeit: „Es würde den Palliativstützpunkt nicht geben, wenn wir keine Partner gefunden hätten, um gemeinsam zu gewährleisten, dass Menschen, die unheilbar erkrankt sind, ihre letzten Lebenstage in würdiger Form verbringen können.“

So erfreulich die Entwicklung der vergangenen zehn Jahre sei, so Connemann weiter, es gebe trotzdem viele Herausforderungen für die Zukunft: nach wie vor stelle sich die Frage, wie man genug Fachkräfte für die Pflegeberufe gewinnen könne. Denn: Ende des Jahres 2019 werde es 3,1 Millionen pflegebedürftige Menschen in Deutschland geben, sagte Connemann. Das sei ein Anstieg von 19 Prozent im Vergleich zu vor zwei Jahren. Umso wichtiger sei deswegen, dass es vor Ort eines der größten spezialisierten ambulanten Palliativversorgungen (SAVP) gebe.

Auch der Landtagsabgeordnete Ulf Thiele betonte die Bedeutung eines solchen Angebots: „Es ist wichtig, dass die Menschen wissen, dass sie dank der Palliativmedizin schmerzgelindert oder schmerzlos in den eigenen Räumlichkeiten sterben können.“

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Dr. Andreas Rühle, kaufmännischer Geschäftsführer des Ärztenetzes Plexxon, das für die Organisation des Palliativstützpunkts gegründet wurde, stellte die vielen Ehrenamtlichen in den Mittelpunkt. So auch das erste ambulante Ethik-Komitee in Deutschland. Es wurde 2012 gegründet und berät Patienten in der Region bei ethischen Konfliktsituationen kostenlos. „Das ist nur durch unsere vielen Ehrenamtlichen ermöglicht worden“, so Rühle. Eine andere ehrenamtliche Initiative, die Familientrauergruppe „Sturmlicht“ werde zu Hundert Prozent aus Spendengeldern finanziert. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Einrichtung begleiten trauernde Kinder und Angehörige, entwickeln mit ihnen Abschiedsrituale, begleiten sie zur Palliativstation und zum Hospiz und helfen Kindern im Rahmen von kunsttherapeutischen Gruppenangeboten, ihre Trauer zu verarbeiten.

„Das Jubiläum ist zugleich ein Moment des Umbruchs und des Aufbruchs“, so Rühle. Was das konkret heißt: Auf dem Grundstück, an dem am Mittwoch noch die Jubiläumsfeier in einem Festzelt stattfand, soll schon Anfang 2021 ein dreigeschossiges Geriatrie- und Palliativzentrum stehen.

Der Bau soll schon in Kürze beginnen, berichtete Paul Kathmann, Mit-Geschäftsführer von Plexxon. Im Erdgeschoss des dreigeschossigen Gebäudes wird eine ambulante Tagespflege entstehen, die geriatrische Patienten nutzen können. Für Menschen, die nicht in der Lage sind, eigenständig zu leben, wird es im im ersten Obergeschoss Wohngruppen mit ambulanter Betreuung geben.

Das Angebot wendet sich nicht nur an geriatrische Patienten, sondern auch beispielsweise an junge Menschen mit Handicap. Im Dachgeschoss wird es Büroräume für den Palliativstützpunkt, die Einrichtung „Sturmlicht“ sowie für das Rubin-Projekt geben, dass darüber forscht, ob sogenannte Case-Manager geriatrische Patienten so unterstützen können, dass sie möglichst lange daheim leben können.

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