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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Rat beschließt umstrittene Bebauung

28.03.2019

Westerstede Die umstrittene Bebauung am alten Westersteder Bahnhofs soll, wie geplant, vorangetrieben werden. Das beschloss der Stadtrat mehrheitlich in seiner Sitzung am Dienstagabend im Schloss Köhlmoor. Der Entscheidung vorangegangen war eine rege Debatte, bei der Befürworter und Gegner noch einmal ihre Argumente austauschten.

Stefan Töpfel (Grüne) appellierte an den Rat, den Bebauungsplan abzulehnen. Sehr viele Westersteder seien für den Erhalt des Wäldchens, was die Teilnehmerzahl bei der Menschenkette und die gesammelten Unterschriften deutlich machten. Auf den alten Gleistrassen habe sich eine nahezu unberührte Naturfläche entwickelt, die ein Rückzugsgebiet für Tiere aller Art darstelle. Für das Image als Gesundheitsstadt im Grünen sei der Erhalt einer solchen Fläche wichtig.

Gestalterische Bedeutung des Waldes

Darüber hinaus sei das Wäldchen als gestalterisches Element von großer Bedeutung. Dadurch werde die Innenstadt optisch und akustisch von der Ammerlandallee und der sich daran anschließenden Bebauung getrennt.

Uwe Kroon (SPD) sprach dagegen von einer „Industriebrache“ und erinnerte an die Altlasten im Boden. Durch die Planung werde das Bahnhofsgelände aufgewertet. Es sei wirtschaftlich sinnvoll, hier etwas zu verändern und Gebäude zu errichten. Mit dem erweiterten Regenrückhaltebecken gebe es zudem in den umliegenden Wohngebieten künftig weniger Probleme bei Unwettern.

Das bestätigte ebenfalls Jürgen Drieling (FDP). Die Gruppe CDU/FDP/Rowold halte es für sehr sinnvoll, die Industriebrache zu sanieren. Dafür werde als Ausgleichgebiet ein Wald angelegt – auch wenn dieser außerhalb von Westerstede liege. Gleichzeitig habe man die Möglichkeit, im Zuge der Planung die Verkehrssituation rund um die Prikker-Kreuzung zu verbessern, den Übergang zur Innenstadt attraktiv zu gestalten und einen Fußweg vom Bahnhof zur Ammerlandallee anzulegen. Es werde zu viel versiegelt, warnte dagegen Esther Welter (Grüne).

Suche nach Kompromissen

Das sah auch Hermann Rust (UWG) so. Aber um die Stadt weiterzuentwickeln, müsse nach Kompromissen gesucht werden. In diesem Fall werde ein unattraktive Fläche aufgewertet und gestaltet.

Mehrheitlich abgelehnt wurde ein Antrag der Grünen, vor dem Beschluss des umstrittenen Bebauungsplans den Gestaltungsbeirat – ein Zusammenschluss von unabhängigen Fachleuten – zu bitten, sich das Gelände anzusehen. Darauf verständigt hat sich der Rat jedoch, dass der Gestaltungsbeirat im Zuge der Objektplanung beteiligt wird.

Es wurde deutlich, dass viele Ratsmitglieder die Einschätzung der Fachleute als Blick von außen auf Westerstede schätzen. Egon Harms (FDP) ging noch weiter und regte an, in Westerstede einen festen Gestaltungsbeirat zu etablieren, der die Stadtentwicklung über einen langen Zeitraum begleitet.

Kerstin Schumann Redakteurin / Redaktion Westerstede
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