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NWZonline.de Region Ammerland Wirtschaft

Kostenfreier Rhodo-Bummel?

07.05.2019

Westerstede Wird die nächste Rhodo in Westerstede ins Jahr 2023 verlegt? Liest man die Unterlagen zur nächsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus, Märkte und Mobilität, der am Montag, 13. Mai, tagt, könnte genau das geschehen. Grund: Die Rhodo würde dann im Jubiläumsjahr „900 Jahre Westerstede“ veranstaltet, ein Gewinn für beide Großveranstaltungen. Gleichzeitig bliebe so genügend Zeit, das neues Konzept für die Blumenschau auf die Beine zu stellen.

Magere Rhodo-Bilanz

Und das ist dringend erforderlich, darin waren sich die Verantwortlichen bereits im vergangenen Jahr einig. Zur Erinnerung: Die Rhodo-Bilanz 2018 fiel mager aus. Unterm Strich fuhr die Schau ein sattes Minus von 453 500 Euro ein – und damit in etwa so viel wie die Rhodo 2014. Zwar ging ein Löwenanteil dieses Defizits auf die internen Personalkosten bzw. Bauhofleistungen zurück, unabhängig davon lag das Minus aber trotzdem noch bei 79 000 Euro. Und die Besucherzahlen? Die waren weit unter den Erwartungen. Von den kalkulierten 67 000 kamen nur 51 000 Besucher, die meisten von außerhalb. Das Interesse der Westersteder war gering.

Identifikation im Blick

In den für die Sitzung vorbereiteten Ausschussunterlagen ist deshalb wohl auch zu lesen: „Nach ersten Analysen und Gesprächen in 2018 ist ein wichtiges Ergebnis, dass bei den letzten Rhodo-Veranstaltungen eine der bedeutendsten Besuchergruppen nicht mehr erreicht werden konnte: die eigenen Bürger, die sich immer weniger mit der Großveranstaltung identifiziert haben und sich mehr ausgeschlossen als eingeladen fühlten.“ Aus dieser Erkenntnis heraus sei das oberste Ziel erwachsen, die Rhodo auf ganz neue Beine zu stellen, um bei der Westersteder Bevölkerung Identifikation mit der grünen Veranstaltung mitten im Stadtkern sowie mit der Stadt an sich als Wohlfühlstadt im Grünen und somit als Mittelpunkt zum Leben, Wohnen, Arbeiten für alle Generationen zu schaffen.

„Gemeinsam mit einem kleinen Baumschulkreis sind gleich nach der letzten Rhodo erste Ideen entstanden, wieder zurück zu den Wurzeln – zu den Rhodo-Anfängen – zu gehen und wie bei den ursprünglichen Festtagen eine familiäre Dorf- oder Stadtfestatmosphäre rund um die Kirche, den Alten Markt sowie in der Fußgängerzone zu erzeugen“, heißt es in den Unterlagen. Dabei sollten vermehrt Westersteder und regionale Betriebe einbezogen sowie neue Baumschulen motiviert werden, sich mit ihrem Sortiment zu präsentieren. Die im Dezember 2018 erfolgte Anregung von Markus Berg, die nächste Rhodo aus Gründen der finanziellen und personellen Effizienz ins Jubiläumsjahr 2023 „900 Jahre Westerstede“ zu verlegen, werde seitens des Projektleitungsteams der Verwaltung ausdrücklich befürwortet.

Wirtschaftlichkeit prüfen

Soweit die Ausführungen – doch es liegen auch schon erste Konzeptideen vor, die unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit weiter geprüft werden sollen: So könnte die Rhodo als Startschuss, als eine Art Auftakt für das Festjahr genutzt und als „bleibender grüner Rahmen, der sich während der Jubiläumswochen durch die Stadtmitte und Innenstadt zieht“, dienen. Neben einer Begrünung der Stadtmitte sind, so ist in den Unterlagen zu lesen, auch in der Fußgängerzone verschiedene Gärteninszenierungen angedacht. Dies soll dazu beitragen, die Gesamtheit der Baumschulbetriebe sowie weitere regionale Garten- und Landschaftsbaubetriebe zur Teilnahme bzw. Präsentation zu motivieren.

Das bisherige Konzept der Rhodo

Die Rhodo in Westerstede gilt als größte Rhododendronschau Europas mit Verbraucherausstellung. Bislang wurden dort alle vier Jahre weit über hundert verschiedene Arten der Rhododendron-Pflanze in Form einer Rhododendronlandschaft vorgestellt. Die Züchter und Experten informierten darüber hinaus über neueste Züchtungen und seltene Gattungen, gaben wertvolle Anregungen und praktische Tipps und boten ihre Pflanzen und verschiedene Accessoires in der Gewerbeschau zum Kauf an. Ein buntes Rahmenprogramm für Groß und Klein mit täglich wechselnden Vorführungen und Aktionen ergänzte die Rhodo. Die Rhodo 2018 dauerte zwölf Tage, der Eintritt lag bei zwölf Euro pro Tag für einen Erwachsenen, bei Ermäßigung mussten zehn Euro bezahlt werden, Kinder bis 15 Jahre waren kostenfrei dabei, eine Abendkarte kostete 7,50 Euro.

www.rhodo.de

Darüber hinaus ist unter anderem angedacht, alle in dem  Jubiläums-Zeitraum stattfindenden Veranstaltungsprojekte, so etwa A la Carte, inmitten des grünen Rahmens stattfinden und Bezug zum Jubiläumsjahr nehmen zu lassen, so dass alles wie aus einem Guss erscheint. Westersteder und regionale Unternehmen sowie Einzelhandel, Gastronomie, Kultur und Vereine sollen verstärkt einbezogen werden und sich inmitten der grünen Kulisse präsentieren.

Kein Eintritt?

Gleichzeitig ist angedacht, die Rhodo komplett als eintrittsfreie Veranstaltung zu konzipieren. „Bei jedem einzelnen Westersteder soll Leidenschaft für den Heimatort und seine Besonderheiten entfacht werden, denn nur so kann man andere begeistern und ein lebendiges und attraktives Stadtleben erzeugen“, lautet das Hauptziel all der Überlegungen. Und: Durch den Neubeginn sollen leichter Sponsoren für das Jubiläumsjahr, aber auch die Rhodo selbst gewonnen werden.

Nun geht es am Montag in die nächste Runde der Abstimmung und Feinarbeit. Die öffentliche Sitzung im Sitzungssaal des Rathauses beginnt um 17 Uhr.


     www.westerstede.de 
Anuschka Kramer Redakteurin / Redaktion Westerstede
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